Über die Verehrung des Mondes in astralen Monumenten
Dass beim Bau von Stonehenge astronomische Gesichtspunkte eine große Rolle spielten, wird heute nicht mehr ernsthaft bezweifelt. Nach gängiger Meinung diente der Steinkreis dem Sonnenkult, war ein von den Druiden erbauter Sonnentempel. Doch neue archäologische Funde aus ganz Nordeuropa und vergleichende Studien in heutigen Gesellschaften führten den Anthropologen Lionel Sims zu einer erstaunlichen Theorie: Noch vor der Sonne wurde hier der Mond verehrt. Stonehenge wurde errichtet, als sich die Menschheit im Umbruch befand. Aus Jägern und Sammlern wurden sesshafte Bauern. So kündigt der NDR einen Fernsehbeitrag über Stonehenge an. Es sei dahingestellt, ob es Druiden waren, die in der Jungsteinzeit Stonehenge erbaut haben, doch sind die Anfänge der wissenschaftlichen Astronomie wohl Versuche, die jahreszeitlichen Witterungsbedingungen anhand von stellaren Perioden vorherzusagen, um so beispielsweise den richtigen Zeitpunkt der Aussaat zu bestimmen. Daraus entwickelte sich mit der Zeit der Sternenkult der Steinzeit. Stonehenge spielte dabei eine Schlüsselrolle. So wie in Stonehenge finden sich aber in Europa auch noch andere Orte, die sich in eine lunare Verbindung bringen lassen. Newgrange in Irland war so gebaut, dass am Tag der Wintersonnenwende die aufgehende Sonne durch eine Dachöffnung in das Grab hinein scheint. Der Sonnenstrahl dringt durch einen Gang ins Innerste der dortigen Grabkammer.
In einer der drei Kammern von Newgrange, in der Opferreste gefunden wurden, befindet sich ein kreisrundes Ornament. Zieht man von dort eine gedachte Linie, führt diese am Horizont auf eine Stelle, wo alle 18,6 Jahre der Mond untergeht. Aus diesem Grunde ist anzunehmen, dass Newgrange auch mit dem Mond zu tun hatte. Somit ist die Kammer in Newgrange mit dem Mond, wie auch der Sonne in Verbindung zu bringen. Das wiederum läßt Rückschlüsse auf die Religion der Erbauer zu. Sonne und Mond werden oft mit den beiden Geschlechtern assoziiert. Es überrascht daher nicht, dass Frauen durch ihren monatlichen Zyklus mit dem Mond in Verbindung gebracht werden. Wurde in Stonehenge auch der luneare weibliche Kult vergöttert, ohne gleichzeitig der männlichen Gottheit, der Sonne, den Rücken zu kehren?
Mond-Sonne, Frau-Mann
Mit dem Beginn des Ackerbaues nahm die Bedeutung der Sonne und die des Mannes stetig zu. Der Unterschied zwischen Sonne und Mond, also auch zwischen Mann und Frau nahm zu. Dies könnte der eigentliche Auslöser für den Bau der prähistorischen Tempel gewesen sein.Wissenschaftler glauben an eine Epoche radikaler gesellschaftlicher Umbrüche. Die Beziehung zwischen Mann und Frau mündete in einen schweren Konflikt. Der Schlüssel liegt im Lebensstil der eiszeitlichen Jäger und Sammler. Ein Lebensstil wie er noch heute von den Buschleuten in der Kalahari praktiziert wird. Die Geschlechter leben in perfekter Harmonie. Die Männer jagen, und die Frauen kümmern sich um alles Andere. In der Eiszeit dürften die Familien aus den Geschwistern und ihren Kindern bestanden haben. Eine Gemeinschaft von Gleichen. Ohne Gewalt oder Anhäufung von Reichtümern. Die Menstruationszyklen der Frauen bezeugten eine enge spirituelle Beziehung zum Mond und stärkten ihren Einfluss. Frauen organisierten das Gemeinschaftsleben auf Erden. Am Himmel regierte der Mond. Vermutlich fanden größere Jagden in der Nacht statt. Das Überleben eines Stammes hing vom Jagdglück ab. Für die Jäger war der Mond hierzu Führung und Inspiration. Daher galt ihm die Verehrung. Der Mond bestimmte den Lebensrythmus. In hellen Mondnächten lieferte sein Licht einen klaren Jagdvorteil. Die Zeiten der dunklen Nächte bei Neumond dienten der Erholung. Die Menschen lebten als Nomaden ständig auf der Suche nach Nahrung. Besitz wäre dabei nur hinderlich gewesen. Sie waren weitgehend gesund und frei vom sozialen Stress unserer Tage.
Die Jäger und Sammler wurden sesshaft
Dann kam der Klimawechsel. Das Eis wich zurück und damit verschwanden auch die großen Tiere, von denen sie sich in zehntausenden von Jahren ernährt hatten. Jetzt mußte der Mensch in nur wenigen Jahrhunderten lernen, seine Nahrung selbst zu erzeugen. Das war alles Andere als einfach. Der Übergang zur Sesshaftigkeit bedeutete keineswegs weniger Stress im Leben der Jungsteinzeit. Die Menschen waren nun mit monotoner und ermüdender Arbeit konfrontiert. Sie betrieben Ackerbau, nicht weil sie es wollten, sondern sie hatten keine andere Überlebenschance. In den tausenden Jahren zuvor war das Leben spannend und aufregend. Bei der Jagd zum Beispiel, nach deren Ende genug Nahrung für alle da war. Jetzt war das Leben hart wie ein ausgetrocknetes Feld. Rüben zu ziehen gab nicht gerade einen Adrenalinstoß. Genauso gesund wie einst waren sie auch nicht mehr. Vielleicht durch die Zunahme an Kohlehydraten oder durch die Nähe von Haustieren. Untersuchungen von Knochenresten zeigten, dass die Lebenserwartung in der Jungsteinzeit deutlich zurück ging. Das Land, also der Ackerboden bekam auf einmal einen Wert und die Menschen entwickelten ein Gespür für Eigentum. Allein das veränderte die Gesellschaft nachhaltig.
Die Monumente, Kathedralen der Erinnerung
Wie wirkten sich diese Veränderungen nun aus. Waren Stonehenge und andere Monumente der Jungsteinzeit der Versuch, die Vergangenheit der mondverehrenden Sammler und Jäger zurück zuholen? Dr. Lionel Sims, Anthropologe der Universität von Ost London glaubt, dass man mit diesen Monumenten die Vergangenheit festhalten wollte, die unwiderruflich entschwand. Man versuchte eine rituelle Verehrung des Mondes an diese Bauwerke zu binden. Als Ackerbauer mußten sie jetzt dem Rhythmus der Sonne folgen. Simms glaubt, dass die Menschen ihre mißliche Lage auf die Aufgabe des Mondes und der Hinwendung zur Sonne, von der der Ernteerfolg abhing, zurück führten. Sie brauchten Führung etwa durch Zauberer, man könnte sie auch mit Königen gleichsetzen, die mit ihrem Wissen und Leiten von Sonne und Mond die Menschen beruhigen und ihnen Rückhalt geben konnten.
Es scheint, als hätten sie mit den bisher bekannten Goldkegeln aus der Bronzezeit das gefunden. Diese geheimnisvollen Kegel, die in den letzten zwei Jahrhunderten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz gefunden wurden, waren tatsächlich Zauberhüte, so wie man sie von Darstellungen des Merlin kennt. Darauf befinden sich verschlüsselte Kalender von Jahresabläufen und des ganzen Mondzyklusses. Prof. Dr. Wilfried Menghin entschlüsselte 1739 Sonnen und Mondsymbole auf dem Berliner Goldhut. Das Erstaunliche ist, dass sich die Mondphasen jedes einzelnen Tages eines fast neun Monate dauernden Mondzyklus mit ihrer Hilfe berechnen läßt.

Schon 439 v.Chr. hat der griechische Astronom Meton den nach ihm benannten Zyklus beschrieben. Fünfhundert Jahre nach der Herstellung der Goldhüte. Die Menschen, die dieses Wissen besaßen, standen in einer langen Traditionskette. Solches Wissen kommt nicht über Nacht, sondern entwickelt sich allmählich. Wer dieses Wissen hatte, gehörte zu einer besonderen Schicht. Dies waren nur wenige, die dieses tradierte Herrschaftswissen über Generationen weitergaben. Es waren gewissermaßen die Herren der Zeit. Wer die Zeit bestimmen konnte, der bestimmte auch den Lebenslauf in der Bronzezeit.
Auf den Goldhüten sind Sonne und Mond vereint. Das präsentiert ein Wissen, welches im Laufe der Zeit längst verloren war. Ein Wissen, welches Voraussetzung für die moderne Kultur war, um letztendlich darin einzugehen. Die Entdeckung und die Entschlüsselung des Goldhutes bestätigt, dass sowohl Sonne und Mond eine Rolle im Glauben der jungsteinzeitlichen Menschen geführt hat. Die hohe Handwerkskunst, die Größe und das edle Material der Hüte lassen keinen Zweifel für das hohe Ansehen und die enorme Bedeutung ihrer Träger zu. Sie waren die wichtigsten Vertreter ihrer Kultur.
Dienten die großen Monumente also als Tempel, in denen die Priester-Könige -so nennt sie Professor Menghin- bewiesen, dass sie die Wanderung von Sonne und Mond vorher sagen konnten. Simms ist überzeugt davon, dass die Menschen, die nun Sklaven des Ackerbaues waren, jeden Trost brauchten. Die Erinnerung an bessere Zeiten, in denen sie in tausenden von Generationen als Jäger und Sammler durch die weiten Europas zogen, half ihnen ihr neues Dasein zu akzeptieren. Die Rolle der Frau hatte sich drastisch gewendet. Der Mond gebot nicht lange über das Handeln der Männer, der Ackerbau verlangt nun einmal die Sonne. Diese neue Macht nahm die Männer in die Verantwortung. Die Bedeutung der Frau nahm gleichzeitig ab. Jetzt mußte der Sonne gehuldigt werden. Doch dieser Gott war launenhaft, da die Ernten auch fehlschlagen konnten. Doch die vielleicht größte Bedrohung ging von anderen Menschen aus.Jetzt gab es Besitz. Besonders Land, und wer etwas besaß, dem konnte man es streitig machen. Aus Nachbarschaftsstreit wurden Kämpfe, Schlachten und schließlich ganze Kriege.
Priester beherrschen Sonne und Mond
Woher sollte der Hoffnungsstrahl kommen, sodass die Welt wieder ihre alte Ordnung fand. Wenn ein Priester-König das vermocht hätte, dann hätte er sein Volk wahrhaft beglückt und seine Machtstellung erheblich gefestigt. Für Lionel Sims ist das der wahre Grund für die Entstehung von Stonehenge. Entstanden aus der Vision der herrschenden Priesterkaste und höchstwahrscheinlich in Erwartung eines bedeutenden Ereignisses. Heute kann man nur vermuten, wie ein solches Ereignis inszeniert wurde. Aber so oder so ähnlich könnte es sich abgespielt haben.
Wir sind im 21.Jahrhundert vor Christus. Kurz vor Sonnenuntergang am Tag der Wintersonnenwende, die längste Nacht steht uns bevor. Eine große Menschenmenge hat sich versammelt, um Zeuge des prophezeiten Schauspiels zu werden, dass ihr Leben verändern soll. Die Masse vertraut auf die Herren der Zeit. Die Regisseure des Schauspiels haben ihr Wissen doch schon öfter unter Beweis gestellt. Auf dem langen Prozessionsweg schieben sie sich zum Tempel. Immer in gebührendem Abstand zu dem hohen Priester, dem ihre ganze Verehrung gilt. Etwa 70 Meter vor dem Tempel bei dem Fersenstein, am Rande des Weges, gebietet der Priester der Menge anzuhalten. Von hier sollen sie das Ereignis, das unmittelbar bevor steht, beobachten. Aus diesem Abstand sieht der Ring aus gewaltigen Sarsensteinen wie eine massive Wand aus. Bis auf ein winziges Fenster, das seitlich von den großen Pfeilern des Trinitons durch einen der Decksteine des Sarsenringes und unten durch den Altarstein begrenzt wird. Durch dieses Fenster muß jeden Moment die untergehende Sonne aufblitzen. Der Priester setzt jetzt seinen Weg alleine fort, bis er das Innerste des Tempels erreicht. Dabei ist er sich der Wirkung bewußt, die das einmalige Schauspiel auf die Wartenden hat. Hier und jetzt will er den Menschen demonstrieren, wozu er imstande ist, die Kraft der Sonne zu bändigen. Seine Assistenten bleiben vor dem Tempel zurück. Nur der hohe Priester darf das Innerste des Heiligtums betreten. Am Abend vor der längsten Nacht des Jahres, führt er sein Volk an, in der Lobpreisung der Dunkelheit, in der soviele Erinnerungen an große Jagden und Abenteuer vergangener Zeiten wach werden. Die Sonne ist jetzt fast verschwunden. Der Priester bereitet sich auf die Huldigung der Sonne vor. Ein Tier wird geopfert, als Symbol über das Ende der Vorherrschaft der Sonne, zumindest für dieses Jahr. Etwa eine Woche lang kann man durch das Tempelfenster die Sonne untergehen sehen.
Die Periode der langen Nächte und kurzen Tage gewährt den Menschen eine Erholung von der Mühsal des Ackerbaus. Draußen wartet die Menge auf das Wiedererscheinen des Priesters. Er weiß, dass dieser Abend nur ein kleiner Vorgeschmack auf das große Ereignis war. Er hat genauso wie seine Vorgänger, die Stonehenge erbauten, noch einen Trumpf im Ärmel. Ein Spektakel, das ein ganzes Jahr andauert. Die Menschen sollen lernen, die Beziehung zwischen Sonne und Mond buchstäblich in einem neuen Licht zu sehen. Nach jahrhundertlangen Beobachtungen wußten die Priester-Könige, dass sich die nördlichen und südlichen Wendepunkte mit der Zeit verschieben. Ihnen war bekannt, dass sie einem Zyklus folgen, der gut 18,6 Jahre dauern wird. Fast unglaublich. Stonehenge scheint dafür entworfen worden zu sein, das Licht des untergehenden Mondes ein ganzes Jahr lang einmal pro Monat einzufangen. Und zwar in einem Fenster direkt oberhalb des Sonnenfensters, über dem Deckstein des Sarsenrings und unter dem Deckstein des großen Trinitons. Man sieht es ebenfalls vom Fersenstein aus. Jeweils für 6 Monate vor und nach der kleinen Mondwende scheint das Licht des untergehenden Mondes einmal durch dieses Fenster und zwar immer am südlichen Wendepunkt. Für das gläubige Volk war dies der Beweis, dass die Sonne den Lauf des Mondes lediglich nachmacht. Es konnte bedeuten, dass nur der Mond immer noch die Vorherrschaft am Himmel hatte. Er war es, der durch das obere Fenster schien und zwar nicht nur einmal im Jahr, sondern jeden Monat. Der Mond, Wegweiser und Schutzherr so vieler Generationen, regierte nach wie vor am Himmel in perfekter Harmonie mit der Sonne.
Für Sims ist dies der Schlüssel zu einem der größten Geheimnisse der Geschichte. Das Monument führt klar vor Augen, dass die Sonne den Mond imitiert und umgekehrt. Beide Gottheiten sind ein und dasselbe. Für die Priester-Könige war es wichtig, den Menschen, die über Generationen dem Mond gehuldigt hatten, zu zeigen, dass die Sonne den Job ebenso gut erledigte wie der Mond. Dazu brauchten sie eine Einrichtung, die das Beweisen konnte, nämlich, dass die Sonne die gleichen Eigenschaften besaß wie der Mond. Folgt man also Sims, so wollten sie den Menschen die Hoffnung zurück geben, indem sie sie überzeugten, dass der Mond in ihrer neuen Welt des Ackerbaus noch immer Gültigkeit besaß. Es ist nur eine von vielen Theorien über Stonhenge. Aber eine, die wenigstens zu den vorliegenden archäologischen Befunden passt. Wie schon viele Generationen können auch wir Stonehenge auf unsere Weise sehen. Und jede Generation sieht es aus einem anderen Blickwinkel, dass die Menschen der damaligen Zeit wußten, wie sich Sonne und Mond bewegten und außerordentlich geschickt waren, Bauwerke zu erschaffen, die diese Bewegung sichtbar machten. Es ist also gut möglich, dass Stonehenge genau für diesen Zweck errichtet wurde. Dies gilt gleichfalls auch für andere Monumente der Jungsteinzeit. In vielen finden wir Anordnungen und Vorrichtungen, die der Beobachtung und sicherlich auch der Verehrung von Sonne und Mond gedient haben könnten. Sie wurden an der Schwelle zur Neuzeit erbaut um ein Band zwischen der lunaren Vergangenheit und der solaren Zukunft zu knüpfen. Mit dem Aufkommen von Landbesitz ergaben sich ernsthafte Konflikte für die Gesellschaft. Suchten die Menschen deshalb nach einer Instanz die ihnen Trost und Schutz gewähren konnte? Markieren diese Monumente also den Aufbruch in eine neue Zeit? Es ist immer schwierig die Vergangenheit zum Hier und Heute zu bringen. Aber ich glaube, es gibt kaum Zweifel, dass die Jungsteinzeit, die Zeit von Stonehenge also, die Zeit von modernem Denken war. Ganz ähnlich wie heute. Das waren wirklich unsere direkten Vorfahren. Stonehenge wurde anfangs der Bronzezeit vollendet. Die Jungsteinzeit war zu Ende. Das Zeitalter der Metallwerkzeuge brach an mit neuem Ackergerät und neuen Waffen. Ab jetzt herrscht ständig Krieg und gnadenloser Wettbewerb.
Lionel Sims ist überzeugt, dass nur Priester die Macht und den Einfluß hatten, Menschen zur Errichtung dieser Monumente zu motivieren. Kathedralen der Steinzeit, die vor allem einem Zweck dienten, zu beweisen, dass man auf den Mond nach wie vor vertrauen kann. Die großen Megalithen von Stonehenge, das zeigen auch Computerberechnungen, sind nicht nur exakt auf die untergehende Sonne ausgerichtet, sondern genauso auf den untergehenden Mond.
Archäologische Funde aus ganz Europa beweisen, dass der Mond für unsere Vorfahren ebenso wichtig war wie die Sonne. Für eine der ältesten Kulturen von heute ist er es immer noch. Viele sind schon angetreten, das Geheimnis von Stonehenge zu lüften. Wer weiß, was noch alles dahinter steckt.
Abschrift mit einigen Änderungen aus einer Fernsehsendung über Stonehenge des NDR von Carl Hall.
Prof. Dr.Wilfried Menghin ist Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Er zweifelt daran, dass die Himmelsscheibe von Nebra ein astronomischer Kalender ist. Seiner Meinung nach dient die Scheibe der Berechnung der Zeit und als astronomisches Peilgerät für die Erfassung von Himmelskörpern.
Nach Auffassung des Bochumer Astronomen Prof.Wolfhard Schlosser sind die Zeichen auf den erwähnten Goldhüten lediglich Verzierungen ohne kalendarische Bedeutung.