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Ich bin im Oktober 1946 in Bad Nauheim geboren. Aufgewachsen
im damals noch idyllischen Frankfurter Stadtteil Rödelheim. Meine Eltern
betrieben dort die von den Großeltern übernommene Bäckerei. In der Reifenberger
Straße gab es in den frühen 50er Jahren nur zwei Autobesitzer, abgesehen von
meinem Onkel Jean, der einen Taxi-Betrieb hatte. Rosenberger`s hatten sieben
Kinder. Fünf Jungen und zwei Mädchen. Wir waren damals drei Jungen. Hinter dem Haus gab
es einen großen
Garten mit einem Spielplatz. Dort war immer was los, da auch viele
Nachbarskinder dort hinkamen. Wenn uns danach war, tobten wir auch auf der Straße
vor dem Haus,
denn damals gehörte die Straße den Kindern. Wer kennt heute noch die
Spiele "Viereckversteck", "Scheppe Käs", "Trottoir Männche", "Wer hat Angst
vor'm schwarzen Mann" oder "Ochs am Berg", abgesehen von den vielfältigen
Klickerspielen, mit und ohne Osterputz. Solche Spiele sind heute nicht mehr
möglich, denn anstelle der spielenden Kinder sieht man dort massenweise Autos stehen. Und
am Ende der Straße, so könnte man glauben,
steht bedrohlich einer von Frankfurts Wolkenkratzern.
Ach im übrigen nannten mich die "Frankforder",
"Ferle" oder "Ferlefranz".
Umzug nach Schwalbach
Als ich 12 Jahre alt war, zogen meine Eltern mit ihren 4
Söhnen nach Schwalbach am Taunus. Das war die beste Entscheidung, die sie je
getroffen hatten. Wir wohnten in einem Einfamilienhaus direkt am freien Feld, in
der Nähe des Sportplatzes. Ich wurde schon 14, als mein jüngster Bruder zur Welt
kam. Damals mit 14 Jahren,
die Elvis-Tolle am Kopf,
war es mir fürchterlich peinlich, als Babysitter den Kinderwagen zu schieben. So fuhr ich den Kinderwagen meist
nur bis zum
nahegelegenen Sportplatz, wo ihn dann diverse Schulkameradinnen übernahmen. Der
Bub wird's mir verzeihen. Fünf
Jungen, man kann sich vorstellen, was da so manchesmal abging. Es war immer Leben
in der Bude. Der Brotkorb hing manchmal sehr hoch, wie man sich vorstellen
kann. Da mußte auf manches verzichtet werden, im Gegensatz zu der Frankfurter
Zeit. Doch das ländliche Schwalbach hat uns für vieles entschädigt. Nach
Schule, Lehre und Bund blieb ich in Hofheim hängen. Habe dort die Frau
fürs Leben kennengelernt. Unsere
Kinder Frank und Julia sind aus dem Haus, aber wohnen in der Nachbarschaft. Praktisch
für beide Seiten. Hin und
wieder hört man den Spruch: Es kehrt erst richtige Ruhe ein, wenn die Kinder
aus dem Hause sind, und der Hund tot ist. Unser Labrador Insa hat mit mehr als 16 Jahren das
Zeitliche gesegnet. Und nachdem
unsere Enkelin Jennifer das Licht der Welt erblickt
hat, ist sowieso wieder mehr Leben in der Bude. Hauptsache
es geht irgendwie weiter.
Hofheim
In Hofheim wohnen wir in einem der ältesten Fachwerkhäuser,
das wir weitestgehend wie schon zwei andere zuvor, selbst saniert haben. Das
liegt nun schon ein paar Jahre zurück, als die
Gesundheit noch mitspielte. Der mir von meiner Mutter vererbte Hang zur Nostalgie
spiegelt sich auch in meinen Hobbys, Sammelleidenschaften und Projekten wider.
Allgemein habe ich Geschichtsinteresse, jedoch liegt mein Hauptaugenmerk auf
Hofheim, Nassau und seinem Dialekt. Liebe die Werke des nassauischen Mundartdichters Rudolf Dietz,
der mittlerweile von manchen als Nazi angesehen wird. Habe bis auf drei Exemplare, die Bücher der Hofheimer
Märchenbuchautorin Sophie Reinheimer zusammengetragen, sammle alte
Musikinstrumente, spiele Drehleier und Gitarre, finde keine Zeit für Dudelsack,
singe irisch-schottische Balladen,
hebe alles über Hofheim auf, schreibe alle 100 Jahre eine 192 seitige
Vereinschronik für den Fastnachtsverein, bin Hobbymaler mit erfolgreichen
Ausstellungen, betreibe Reiki und habe das
anderen schon beigebracht, sammle
Hofheimer Flurnamen, beschäftige mich mit keltischen Göttinnen,
besonders mit der Ambet, unterstütze meine Frau bei ihrer Vorstandsarbeit im Verein Hofheimer Fastnachtszug
e.V, vermeide möglichst Hausarbeit, betreibe Genealogie, und freue mich,
nachdem die Bearbeitung des zweiten Hofheimer Gerichtsbuches
von 1500
-1593 abgeschlossen ist (ISBN 3-933735-31-9),
auf die anstehende Transkription und die Bearbeitung
des
dritten Hofheimer
Gerichtsbuches von 1527 -1740. Inzwischen im September 2007 abgeschlossen. Das Neueste ist mein Buch:
"Im kühlen Grab", ISBN 978-3-936536-63-8
erschienen
im Verlag ImPrint. Münster/W. Hochspannender Mix aus Historienroman und moderner Kriminalliteratur.
Stoff für Leser die Freude an mysteriösen,
fein gesponnenen Handlungen haben.
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