Die FIR-LA-LE-LI-LO-LU Formel
Eigentlich müßte sie ja die Firla-Formel heißen. Genannt nach Franz Firla, dem Entwickler der Formel.
Aber sie paßt ja schließlich für all jene Worte, die mit der Silbe Fir oder Firl beginnen.
Dem Entwickler schulde ich Dank, für die Genehmigung zur Veröffentlichung.
Ergänzungen zu der Formel sind immer erwünscht.
Grundsätzliches:
Annahme A.- Die erste Silbe lautet FIR- Die Nachsilbe beginnt mit l.....
Annahme B.- Die erste Silbe lautet FIRL-Es folgen unterschiedlich Endungen.
Die Annahme A läßt im Deutschen eine Herleitung aus der Vorsilbe für und von der Zahl vier zu.
Bei Annahme B wäre es ein eigener Stamm wie bei Quirl oder engl. whirl. Im Türkischen und Italienischen wird in der Tat mit firla eine Drehbewegung assoziiert.
In meinen frühen Internet-Surf-Tagen fand ich firla in einer Liste von indoeuropäischen Stammwörtern! Aber die Seite ist mittlerweile verschwunden.
Nach bisheriger Durchsicht internationaler Telefonbücher sowie Dateien von Namen-forschern ergeben sich die folgenden Strukturmerkmale und Variationen der Namensgruppe:
Zu beachten ist, dass die jeweilige Schreibweise nur selten mit der Aussprache korrespondiert. Wenn man Firla nicht buchstabiert, wird der Name auch heute noch in sehr verschiedener Buchstabenfolge wiedergegeben. Das hängt natürlich davon ab, wie der Namensträger selbst ihn ausspricht. Jeder Buchstabe des Namens Firla kann verschieden klingen. Deshalb ist auch eine Abgrenzung zu ähnlichen Namen äußerst schwierig. Substanziell für den Namen sind vier Lautstellen Schon der Anfangslaut "F"(1.Lautstelle) kann aber auch durch V, ja sogar als W notiert werden. Substanziell ist der i-Laut ( 2.Lautstelle), der eine erhebliche Bandbreite in der Färbung ( vom langen hellen ie bis zum ü ) aufweisen kann. Wir glauben aber ein "a" ausschließen zu sollen. Das "u" wäre im Deutschen ebenfalls auszuschließen, nicht aber im Englischen, wo es genau so klingt wie die Schreibweise mit "i"( also etwa ein ö wie in engl. first ). An der dritte Lautstelle wird nur das "r" berücksichtigt! Die Nachsilbe (4.Stelle und ggf.weitere) beginnt in jedem Falle mit "l" und ist im Extremfall auf dieses verkürzt. Eine generelle Schwierigkeit ist die Abfolge des kurzen i und der beiden Konsonanten r und l (i-r-l) , welche in allen Sprachen sehr selten ist.
Die Formel geht von der Annahme A aus, auch wenn ein "l" alleine keine Silbe darstellt.
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Vorsilbe |
Nachsilbe(n) |
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1. Anfangsbuchstabe |
2. Vokal |
3. r |
4. l + x |
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F V W |
ai e ie i (u)engl. ü, y |
r |
l |
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la |
lachi, laff, lafu, lant, land, lands, lankitzidou, las, lay, lawn |
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le |
lea, lefanz, lefijn, lei, leigh, lein, lej, lemi, lemis, ler, ley |
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li |
li, lie, lier, ligkos, ligkou, likowski, ling, lings, linger, lings, lino, lit, litt, |
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lo |
lofte, loni,loos, lott, lotte, lough, lovic, low, |
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lu |
lu, lus, |
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Die Formel nach der Annahme B:
Die kurzen Vokal-Endungen bilden hier mit dem 4.Buchstaben l zusammen keine zweite Silbe. Der angehängte Vokal gehört vielmehr zum Stamm: die Zunge stößt beim l an den vorderen Gaumen an und fällt dann plötzlich ab. Beim Abgleiten entsteht ein Vokal, der als a,e,o,u, oder auch als ej,er, wahrgenommen wird. Die Namen z.B. Firla und Firle sind also als einsilbige Wörter zu sehen und eigentlich auch zu sprechen: F i r l a, F i r l e.
Erst durch längere Endungen mit Konsonanten, die eine Veränderung der Mundstellung nötig machen, kann man von Silben sprechen: Firlovic = Firlo-vic, aber eben nicht Fir-lo-vic!
Grenzfälle z.B. "Firling" legen eine Teilung in Fir- und -ling nahe.
Wichtig: Es ist grundsätzlich zu beachten, dass die Schreibung der verschiedenen Varianten unseres Familiennamens historisch gesehen fast nie von den Namensträgern selbst stammt, sondern von Amtspersonen, die nachweisbar sehr verschiedene Auffassungen ein und derselben Namensform in den amtlichen Dokumenten festschrieben und sogar nach eigenem Gutdünken wieder abänderten! Eine Aussprache durch die Namensträger ist also nur eingeschränkt mit der Schreibung überliefert.
Anmerkung: Firl(e)bach und Firl(e)beck, auch mit ie, sind bayrische Besonderheiten und haben mit dem Stamm Firl unseres Familiennamens nichts zu
tun.
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Stammwort |
Endungen |
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1. Anfangsbuchstabe |
2. Vokal |
3. Konsonanten- verbindung |
4. Vokal oder Vokal + |
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F V W |
ai e ie i (u)eng. ü y |
rl |
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a |
-chi, -ff, -fu, -nt, -nd, -nds, -nkitzidou, -s, -y, -wn |
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e |
-a, -fanz, -fijn, -i, -igh, -in, -j, -mi, -mis, -r, -y, |
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i |
-e, -er, igkos, -gkou, -kowski, -ng, -ngs, -nger, -ngs, -no, -t, -tt, |
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o |
-fte, -ni,-os, -tt, -tte, -ugh, -vic, -w, |
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u |
-s, |
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Möglicherweise sind folgende Namen frühe Formen:
Vierla, Vierlein (heute 9mal fast ausschließlich in Nürnberg) , Vierling (belegt in Nürnberg 14.Jh. und noch heute 582 mal, wenige in Österreich und der Schweiz) Fürla, Fürlein, ( belegt in Nürnberg 16.Jh.)
Da die Familiennamen im Mittelalter fast immer die örtliche Herkunft, den Beruf, die Tätigkeit oder eine besondere Eigenschaft des Namensträgers bezeichnen, könnte sich unsere Namensgruppe ( vorausgesetzt sie ist deutschen Ursprungs) entweder von Vierling, was den vierten Teil eines Gewichtes bedeutete oder möglicherweise von Fürleger (20 Einträge, fast ausschließlich Süddeutschland) ableiten.
Zu Vierling:
Fast 600 Einträge im deutschen Telefonbuch. Dieter Rheinisch schickte mir diese bereits 1381 in Nürnberg existenten Namen, der "den vierten Teil von etwas" bedeutet.
Es gab auch Dreiling (Dryling). Frau Hanna Kühnlein bestätigte dieses Bedeutung eines Namens aus ihrer Familienchronik
Zu Fürleger:
Grimm's Wörterbuch:
Textbeispiel mhd. der herzog muost lachen
und sprach: daz iuch got gesegen!
lat nach ein ander für legen.
der fürleger sprach: nu hoert!
billiche man die hochvart stoert
der sie gen uns habent vil.
mer ich für legen wil.
Daneben bleiben die anderen Worterklärungen im Sinne von "Drehbewegung", möglicherweise auch "Tanz" bestehen!
Variantensammlung:
Deutsches Telefonbuch:
Firle, Firlle, Firlus, Firl, Fürle, Fürling, Firley, Firla, Fierla, Firlefanz, Fierle, Firlei, Firlej, Firlas, Firlaff, Wirla, Vierle
Internationale Telefonbücher und Datenbanken:
Argentinien (Buenos Aires): Firlikowski, Firlino
Brasilien: Firlaff
Dänemark; Firlit, Firlings
Frankreich: Fierle, Fierla, Firla,
Griechenland: Firlankitzidou, Firlemi, Firlemis, Firligkos. Firligkou
Italien: Firlachi
Kanada: Ferland (250x)Firlotte, Firland, firlitt, firlofte, Firlott, Firlotte ( sehr häufig in NB,ON)
Österreich: Firlei, Firlinger (sehr häufug!)
Neukaledonien: Firling,Liliane!
Niederlande: Fierli, Fierlings, Fierloos, Fierley, Fierlier
Polen: (mit Galizien) Fierla, Firley,Firlej,
Rumänien: Firlafu, Fierlinger, Ferley, Ferlito, Ferlusca
Schweiz: Fierloni, Firlovic, Firloni, de Firlant, Fierle, Firlefijn, Firlie, Fürling
Swaziland, Südafrika: Ferla, Farla!
Tschechien: Fierla, Firla UK: Firlea, Firle, Firlawn, Firlot, Firlands
Ukraine.Firley, Firlej
Ungarn: Firle
USA: Firl, Ferla, Ferland, Firley, Firlow, Firlan, Firlaw, Fairley, Ferlay, Ferlie, Firly, Furlogh, Furlough, , Firling,
Formel immer ergänzen!
Autor: Franz Firla