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FLURNAMEN VON HOFHEIM AM TAUNUS Die Hofheimer Feldgemarkung war in die drei Feldbezirke; Warthfeld, Hochfeld und Galgenfeld eingeteilt. Von insgesamt über 730 Bezeichnungen die sich im Laufe der Jahrhunderte durch unterschiedliche Schreibweisen, Differenzierungen auf Grund verschiedener Adjektive teilweise wiederholen, sind hier 411 Belege durch Nummerierung gesondert gekennzeichnet. Davon entfallen 234 Namen auf Äcker, Wiesen, Gärten, Weingärten und Placken. Auf Straßen, Wege und Plätze fallen 60 Namen. Bauwerke, davon einige innerstädtische Objekte, sind mit 59 Namen belegt. Bezugnehmend auf Gewässer, Gräben und Brunnen, wurden 32 Bezeichnungen gesammelt. Die restlichen 23 Flurnamen beziehen sich auf Waldgebiete. Die Schreibweisen wurden eins zu eins aus den Sammlungen übernommen. Die phonetische Transkription aus der Sammlung der Universität Gießen wurde für Sprachinteressierte beibehalten. Ebenso die Quellenangaben aus dem hessischen Haupt Staats Archiv (HSTA). Die Beschreibung der Namen erfolgt im minimalistischen Telegrammstil. Wohlwissend, daß innerörtliche Namen eigentlich keine Flurnamen sind wurden sie, sofern sie historische Aussagekraft besitzen, aus den Sammlungen mit übernommen. Ein großes Gebiet ist heute überbaut, wie zum Beispiel das Hochfeld, von dem keine einzige Flur mehr erhalten ist. Teilweise erinnern noch Strassennamen an die ehemaligen Flurgebiete. Insgesamt werden heute nur noch 65 der alten Flurnamen benutzt. Diese Zusammenführung der 4 Sammlungen dürfte die umfangreichste Flurnamensammlung von Hofheim sein. Flurnamen die durch Kreuze gekennzeichnet sind, habe ich freundlicher Weise von der Universität in Gießen erhalten. Dort wird seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Flurnamenforschung betrieben. Die zur Zeit aktuellen Flur- und Straßennamen sind mit Blockschrift und Fraktur gekennzeichnet. Leider wurde manche Formatierung bei der Übertragung der Seiten verändert. Namen mit Abkürzungen L= Lagerbuch, St= Steinbuch 1723 sind aus der Hofheimer Chronik Heft 1, bearbeitet von Jughenn und Staab entnommen. Ebenso wurde von diesen Herren das Katasterbuch von 1687 benutzt. Belege mit den Jahreszahlen von 1425-1500 stammen aus den Hofheimer Gerichtsbüchern von H.U.Colmar und N.Firle. Nach einer Karte von Dilich, sind 8 Namen verwendet. Die Flurnamen mit dem Datum von 1894 sind auf 12 Kartenausschnitten 1:1000 im Stadtarchiv vorhanden. Leider sind diese Karten nicht komplett, was für die Feststellung der Lagen von Nachteil ist. Weitere Literatur; Hans Ramge: Südhessisches Flurnamenbuch. Joseph Kehrein: Nassauisches Namenbuch sowie Volkssprache in Nassau. Ein Teil der Bezeichnungen stammen aus dem ungedruckten Archiv Kyritz. DWB von Jacob und Wilhelm Grimm. Die Abkürzungen: Fln.-Flurname, H-Haus, Wi-Wiese, Wg-Weingarten, Pl-Placken, Gt-Garten, kleines a und keine Bezeichnung -Acker. WI-Wiesbaden. mhd. mittelhochdeutsch; ahd. althochdeutsch; fnhd. frühneuhochdeutsch; mda. mundart; G.K.- Gustav Kyritz; J.K.- Joseph Kehrein; J.H. - Joseph Heuser.
1 an der Almey 1456 Soviel wie Allmende (allgemein), bezeichnet in Gemeindebesitz befindliches Land, das von Ortsbürgern in genau festgelegter Weise genutzt wurde. Meist dicht am Ort gelegen.
2* ALTE-BACH* AM ALTEN BACH Om 'A:lè,bax Ehemalige Mühlgasse, früheres Bachbett des Mühlbaches. Der Bach floß vorbei an Ober- und Untermühle, und nach passieren der Kirchgarten Straße wieder in den sogenannten Flutbach.
3* ALTE-BAUM-STUECK * Hof Hausen DAS ALTE BAUMSTUECK das 'aldè,baUm,SdIg
4* ALTE-BIRN-BAUM* AM ALTEN BIRNBAUM Om Aldè 'bIan,baUm
Ehemaliger Fln. im Warthfeld. Heute Straßenname am Steinberg.
5 * ALTE-BLEICHE* ALTE BLEICHE 'aldè ,blaICè
Früher Wäschebleichplatz im Gebiet des heutigen Busbahnhofes.
6 Alte Straß L1764, St 1723
Straße nach Zeilsheim. Der von den Römern angelegete spätere Elisabethenweg.
7 * ALTE-ZEIL* DIE ALTE ZEIL di 'A:l,tsaIl
Zeilgewann
Warthfeld. Grenzweg zwischen den Fluren 'Hundshag' und 'Vorderheide'. Ahd. zila - Zeile, Reihe. mhd. zile, zil- Reihe, Linie, Gasse. Bäume in einer Reihe, Linie. Daneben steht mhd. zil für Dornbusch, Hecke.
8 * ANGEL* IM ANGEL Im 'aNèl 1555 Wi Im Angel Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50 1654 Wi im Angel Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4
inne dem Angel Wi 1446 uffem Angel Wi 1470 Angell St 1723
Aus dem germanischen anger, ´Grasland`. Bedeutungsspektrum erweitert sich zu Ackerland, Versammlungsstätte, Marktplatz. Meist aber bezieht sich die Bezeichnung auf dorfnahes Wiesengelände mit Allmende Merkmalen. IM ANGEL, heute ein Straßenname in der Innenstadt. Die Flurbezeichnung 'Im Angel', findet man jedoch 1894 an der Hattersheimer Strasse, an der Grenze zu Kriftel.
* ATTICH-GEWANN* ATTIGGEWANN 'adIC,gèvan 1654 a in der Atiggewan Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18
Hochfeld. Attig meint den Zwergholunder wie auch einen Abzugsgraben. Aus einem keltischen Lehnwort wird atech, atich.
10 Atzmühle Die obere Atzmühle erwähnt 1433, als über 100 Jahre alt. 1709 kam die untere Mühle hinzu. Von 'atzen', beköstigen. Auch die Elster wurde Atzel genannt. Banmühle für Marxheim. 1981 abgebrochen.
11* ATZ-MUELLER-GRUND* IM ATZMUELLERGRUND ????????? Im 'atsmIlè,grUnd
Wiesen im Lorsbachtal
12* ATZ-WIESE * WIESEN IM ATZMÜLLERGRUND 1654 Wi in der atzwissen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15'
13 IN DEN ATZMÜLLERWIESEN
14 die Etzelswesse obendig hoveh. Wi 1433 J.K. Etz=Weideplatz, Wesse = Wiese hetzels wiese obendig der Stad Hoefheim und der obern mulen aller nechst by dem boel gelegen J.K. Hetz = Elster
15 Atzmühlenweg ehemaliger Weg von der Lorsbacherstraße (an der bis 1954 gestandenen Zigeunereiche rechts ab zum Fabrikgelände der ehemaligen Atzmühle/ Kapselfabrik, an den alten Gebäuden vorbei hinauf zum HEINRICHSWEG).
16* AU-RAIN * IM AREIN Im 'A:raIn 1579 Im aurein vgl ARRAIN Q6468 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 323. 1654 Wi in dem Arrein Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20' 1654 Wi im marein Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'
17 Wiesen im Arein
18 Am Amreyne by den Hern Wi 1481
Wiesen am Schwarzbach in der Nähe der Burkardtsmühle gelegen. Ar steht für den Bach und Rain bezeichnet den Rand eines Flurstückes. Hier Uferhang und Waldrand. Der Zusatz 'by den Hern', deutet auf ein Grundstück der Herrschaft hin.
19* BACH * 1437 hinsit der bach diesseits der Bach Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215. 1654 a vf die bach Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1' 1654 Wi zwischen den bächen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4
20 an der Badelau 1451
Vielleicht Badeplatz am Bach. Ein Zusammenhang mit Badelaube, einer alten Bezeichnung für die Bolaben Wiesen möglich. s.dort.
21 by der Baitstoben H 1426 by der alten Baitstoben H 1484
22 Hinterm Bahn 1894 Hochfeld
23 Banweg St 1723
Weg zu den Banmühlen im Lorsbachtal. Die einzelnen Ortschaften waren gezwungen (gebannt) ihr Getreide in bestimmte Mühlen zu bringen.
24* BAUER-LOCH* IM BAUERLOCH 'baUè,lOx 1555 a Im bauerloch Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50' 1654 a zu bauerloch Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3 1654 a zu baureloch Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'
Buerloch by dem Lindenborn 1487
gein Burlach zu 1426
Baldemarus,Vizepleban von Hofheim, schenkt dem Kloster Arnsberg 1301 eine Hofstätte und Äcker in der Gemarkung Burlachins. Ausgegangenes Dorf zwischen Hofheim und Münster.
* BAUER-LOCH-FELD* 1387 vff dem felde gen burlachen Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126. 1437 vff dem felde gein burlachen Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215. 1654 Bauerlöcher felde Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124 1654 a vber den bauerlöcher pfadt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.19'
25 Bauerlocher Pfad erwähnt 1578
26* BAUER-LOCH-WIESE* BAUERLOECHER WIESEN 'baUè,lÖCè,vIsè 1654 Neben dem bauerlöcher wissen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3 1654 neben dem baüerlöcher wissen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3
27 ane dem Berghe 1440 Vermutlich der Kapellenberg. vor dem Berg Wg 1481
28 Bernhartswesen Wi 1492 Besitzername. wesen-wiesen.
29* BERG-WINGERT* 1316,K. 14.J a hindir bergwingarhin Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66 K,14.Jh. zu bergwingartin Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
Weingärten am Kapellenberg.
30* BETT-ZUEGE* 'bEd,tsUx 1316,K. 14.J b : der bette zichin Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66 1437 an der betzichen Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.
PETTZOG
Warthfeld. Rechteckiger Acker in Form eines Bettbezuges.
31* BEUNE* 1654 a vf der bein Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10
Für den vornehmlichen Anbau von Sonderkulturen vorbehaltenes Privatgrundstück-meist Flachs oder Rüben-, das aus der Allmende herausgenommen wurde.
32* BIEGE * 1654 vf dem biegener Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'
bye dem Byegener 1460
Bedeutet Biegung, Krümmung als auch Beugung und Neigung. Flurstück, das an einer Wege oder Bachkrümmung liegt. Vielleicht identisch mit der Flur Krümmling.
33*BIENER* AM BIENER Om 'bi:nè 1654 im steinber od: biener Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.104 1654 a vf dem bienner Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57'
Gelände am vorderen Steinberg auf dem Bienen gezüchtet wurden. In manchen Ortschaften gab es auf gehegten Gundstücken, mehrere hundert von Bienenstöcken, die besonders in der Zeit des Mittelalters hohe Wertschätzung fanden. Vor der Entdeckung Amerikas war der Bienenhonig das einzige Süßmittel; auch der Bedarf an Wachs für die Kirchen und Klöster war sehr hoch. Heute erinnert die BIENERSTRASSE an dieses Gebiet.
34* BILD-STOCK * AM BILDSTOCK Om 'bIld,SdOg
Hochfeld. Ehem. Fln. in der Nähe des Kreishauses. Der Bildstock stand an der heutigen Römerstrasse. G.K.
35* BITZE* 1387 In der bytze Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.
under der Bitze Wi 1440
Vergleichbar der Beune, ursprünglich eingezäuntes Sonderland. ahd. bizuna, mhd. bitze, Baumgarten, Obstanbau. Nach J.K. Grasgarten, Krautfeld. Grimm, aus bizunia Bannzaun=eingefriedeter Ort.
36* BOLABEN * BOLABEN 'bO:lA:vè In den Bodenlaben Bolawe Bollaben badenlaube Wi Der Zins geht 1466 an Sant Petern in Mainz.
Wiesen im Lorsbachtal, bei der Krebsmühle. Kaum zu klärender Name, da mehrere Bedeutungen zutreffen könnten. Zu ahd. bodam, mhd. bodem, Boden, Grund. Boden bezieht sich auf tiefer gelegenes Land. Bohle; Bulle; Boll, angeschwollen, erhöht; lawe: Lohe, laben, erquicken, auch Au. Lab grundsätzlich auch für das säuerliche, hier die Wiese. Der Name kann auch die Bedeutung von tiefer gelegenem Boden haben, der von Wasser bedeckt ist. Auch Bassin, Wanne ist eine der Erklärungen. Grimm erwähnt unter Bollweide die Pappel. 1788 überließ die kurmainzische Landesregierung die Bolabenwiesen der Hofheimer Bürgerschaft für 6 Jahre, unter der Auflage der Trockenlegung. Heute Naturschutzgebiet.
37 am alden Borne 1444 by dem Born H 1485
Innerhalb der Stadtmauer gab es etwa fünf gemeine Brunnen.
38* BORN-BERG* 1525\26 Im bornberge Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.
39* BORN-LACHE* DIE BORNSLACH di 'bOans,lax
Waldstück am Fuße des Kapellenbergs. Kurz vor der Viehweide. Lache- kleineres Gewässer, Feuchtgebiet.
40 ahn den Bornröhren St 1723 Ahn den Bronnenröhren
Brunnen, Ecke Haupt- Oskar Meyrer Strasse. An der oberen Ecke befand sich bis um 1930 der Samariterbrunnen. Zuletzt Standhydrant mit vorgesetzter eiserner Schale. Das Quellwasser wurde früher den Bornweg - die heutige Kapellenstraße- hinab, in Röhren vom Kapellenberg in die städtischen Brunnen geleitet. Vermutlich wurde das Quellgebiet Bornberg genannt. Weitere Brunnen befanden sich vor der Kirche, am Rathaus, in der Oskar- Meyrer- Strasse und in der Burgstrasse.
41* BORN-WEG* 1654 im bornweg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.54'
Borngasse neben dem gemeinen Turm nächst der Stadtmauer (Schlosserturm)
Benannt nach dem Brunnen an der Ecke der Stephansstrasse. Ab Januar 1976, Borngasse = Kurhausstrasse.
42 auf dem Brand Wohngebiet zwischen Born - und Krebsgasse. Hier lag auch der Brandweiher.
43* BREITE-WEG * 1654 a vf den breiten weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11' 1654 am breiten weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20
44 Breckenheimer Hohl Vor dem Bau der Treppe in der BRECKENHEIMER STRASSE um 1925 war der Weg ein tief in das Gelände eingeschnittener Hohlweg .
45 inne dem Bruch Wi 1478
46* BRUCH-WEIDE* DIE BRUCHWEIDE di 'bro:x,vaId 1654 Wi bey der bruchweidt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4 1654 Wi bey der brugwaidt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'
Die Bruchweide lag in Höhe des Schwarzbachweges zwischen der Lorsbacherstrasse und dem Wald. Zu ahd. mhd. bruoch. Moorboden, sumpfiges Gelände.
47* BRUECKE* 1654 an der brucken Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67'
hinder der Brucken Gt 1466 hinsyt der Brucken 1484
Brücke über den Flutbach in der Stadt. Erbaut 1912-14. Davor war es eine dreibögige Sandsteinbrücke aus dem Jahre 1584.
48* BRUECKE-GARTEN * 1654 Wi der brücken garten genandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4' 1654 Wi im brucken gart: Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.21
49* BRUECKE-LACHE * BRÜCKENLACHE Warthfeld HINTER DER BRUECKENLACHE hInè dè 'brygè,lax
50 am Brückengraben St 1723 (Brückenlach)
51 * BRUECKE-WEG * 1654 a vf den brücke weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11
52 * BRUECKEL* Warthfeld AM BRUECKEL Om 'brygèl
unter dem Brueckelgen L 1764 Warthfeld
53 * BRUEHL * 1529 der Brwel genant Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a. 1654 Wi im brüel Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7' 1654 Wi in dem brüel Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20' 1654 Wi im bruel Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.26
in dem Bruele Wi 1445 neben dem Bruel undewendig der Burg Wi 1481
54 * BRUEHL-ACKER * 1654 a der brüel acker genandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.120
55* BRUEHL-RAIN * 1654 a neben dem bruelrain Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
* BRUEHL-STRASSE* BRUEHLSTRASSE 'bry:l,SdrO:s
56* BRUEHL-WIESE * BRUEHLWIESEN RECHTS,LINKS 'bryl,vIsè
Brühlwiese links vom Pfad Hier ist der Krifteler Pfad gemeint. Brühlwiese rechts vom Pfad
Die Brühlwiesen befanden sich etwa zwischen der heutigen Elisabethenstraße und dem Schmelzweg. Mhd. brüel steht für die zum Herrenhof gehörige große Wiese mit Sonderrechten. In Hofheim nannte man die Wiese Oberamtswiese. Brühl ist die allgemeine Bezeichnung für Wiesen, besonders für sumpfig, nasse. Eine zweite Flur mit dem Namen Brühl gab es im Bereich der Cohausenstrasse.
57* BUCH* IM BUECHEL Im 'by:Sèl
ahd. buohhila, mhd. büechel, Buchecker.
58 hinter der Buchen Wg 1445
59 Buchweiden Unterhalb des Flosswaldes, an seinem Anfang. Eventuell identisch mit der Bruchweide.
60 auf dem Büchner L 1764 Warthfeld
Buch, mhd. buoche, bedeutet Buchen, Buchenwald und Wald überhaupt. Der Namen des bei uns ansässigen germanischen Stammes der Bukinobanten, wird auf die Buche zurück geführt.
61 Bühel 1300 erwähnt Zwischen Rossert und Staufenstrasse. ahd.buhil, mhd. bühel, Hügel.
62 auf die Birken L 1764
in den Bürken Warthfeld. Flurstück am Waldrand westlich des Lieserwegs.
63* BUETTEL-WIESE* 1654 a vf die bittel wieß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'
64 am Budelstuck 1465 (Büttel)
65 Büttelturm Turm in der ehemaligen Stadtmauer. Wohnung des Büttels. Auch als Synagoge genutzt. Heute Weinlokal.
66 hinder der Burg H 1473
vor der Burg H 1472
67 * BURG-GASSE * 1654 in der Bürck gassen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14
inne der Burggassen an der Ecke H 1487
68* BURG-GRABEN-STRASSE* BURGGRABENSTRASSE 'bUaS,grA:vè,SdrO:s
* BURG-STRASSE* BURGSTRASSE 'bUaSdrO:s
69 nach der Capellen St 1723
70 Cruffteller Phade 1484
Der Krifteler Pfad begann an der Ecke Hauptstrasse-Untertor und lief gesäumt auf beiden Seiten mit Pappeln, den Mühlbach entlang. Dicht an dem Rundbau an der ALTEN BLEICHE vorbei, führte der Weg in gerader Richtung nach Kriftel. Etwa 40 Meter nach der KIRSCHGARTEN STRASSE überquerte der Weg mit einem gewölbten Brückelchen den Mühlbach.
71 * DACHS-BACH * DAISBACH 'daIs,bax
Teilweise Grenzbach zwischen dem Hofheimer Staatsforst und Eppsteiner Gebiet. Fließt in den Dattenbach, der dann ab Eppstein zum Schwarzbach wird.
72 * DACHS-BERG * AM DACHSBERG Om 'dags,bEaS 1654 im daxberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24 1654 in dem daxberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20
an dem Dasberge, (daißberge) Wg 1436 ahn dem Kuhtrieb im Daxberg
Die Südseite des Kapellenberges zwischen der hinteren Kurhausstrasse und der Kapellenstrasse hieß früher Dachsberg. Der Name hat sich nur noch im Volksmund erhalten.
73* DELLE * 1654 a durch die dell Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15
Vertiefung, Talmulde, Bodensenke
74 auf dem Dörren Hof L 1764 Galgenfeld. Der Namen weist auf trockenen Boden. Auch Dorn kann gemeint sein.
75* DORN-HECKE * Hochfeld AN DER DORNHECK an dè 'dOans,hEg
76 an der Dreckkaut Am hohen Abhang des Hochfeldes. Bis 1925 Sandgrube, danach mit Müll verfüllt.
77 * DREI-GRABEN-SCHLAG * DIE DREIGRAEBENSCHLAEGE. di 'draI,grE:vè,SlE:S
Der Wald auf dem Kapellenberg ist in drei Schläge eingeteilt. Jeweils durch Gräben gekennzeichnet.
78 * DREI-SPITZE* IN DER DREISPITZ In dè 'draI,SbIts
die Dreyspitz 1476
Die Spitze entsteht an der Gabelung von Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse. Flurform ist hier namengebend.
79 * DREISSIG-MORGEN* AUF DEN DREISSIG MORGEN 'draIsIS,mOjè
Zwischen Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse, kurz vor dem Hof Hausen. Der Name erinnert allgemein an ein Feld auf dem nicht der Zehnte, sondern nur der Dreißigste erhoben wurde. Eine Hube bestand etwa aus 30 Morgen. Hube, Zinsgut, Bauernhof.
80 * ECHTEN * 1654 a vf den ächten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
J.K. beschreibt die Hofheimer Flur 'Ächten' unverständlich: 'Nächte d.i. in Ächten'. Weiter zitiert er Grimm, der nach einer alten Urk. ahta, als ein freies, herrschaftliches, bischöfliches Grundstück bezeichnet.
81 auf dem Echler
82 * ECKE * 1654 a in den Ecken Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10
Bezieht sich auf Lage oder Form des Grundstückes.
83* EDDERSHEIM-WEG * 1654 a vber den Etersheimer weg Hochfeld Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5' 1654 a vber den Edersheimer weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18
Ederßheimer Weck 1494
84 durch den Eddersheimer Weg 1894 Hochfeld 85 Am Eddersheimer Weg 1894 Hochfeld
86* EIGEN* IM EICHEN Im 'aISèn 1555 Wi Im Aigen Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51 1654 Wi im Eichen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'
* EIGEN-GEWANN* 1654 a vf die aig gewandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.101
Gelände des heutigen Kurhauses. Der Namen verweist in der Regel auf abgabefreies Eigengut, im Gegensatz zum Lehengut und zur Allmende.
87 Einsiedlerquelle auf dem Kapellenberg.
88 ENTENPFUHL Waldgebiet im Hofheimer Staatsforst, zwischen Lorsbachtal und Judenkopf.
89 ERLESUDER Waldgebiet im Hofheimer Staatsforst. Nordwestlich vom Judenkopf.
90 ESELSWEG Weg von den Mühlen des Lorsbachtales in die Dörfer des Ländchens. Eselsweg II Weg zu den Gärten des Wasserschlosses
91 Eselsgarten Auslauf für die Esel an der Obermühle
92 * FLAPPES-WALD * FLAPPESWALD 'flabès,vald
93 * FLOSS * IM UNTEREN FLOSS IM UNTERSTEN FLOSS Das Floß dès 'flo:s 1654 Wi im Floß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.113 1654 Wi im obersten fluß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4 1654 Wi im understen fluß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4 1654 Wi zwischen den flösen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12
Das untere Floß befindet sich dort wo die alte Lorsbacherstraße auf die L3011 stößt.
94 IM OBERFLOSS Wiesen im Lorsbachtal. Zwischen dem Wald und der Lorsbacherstrasse, etwa bei der Eissportstätte.
Floisch Wi 1459 ime Floiß 1438
95 FLOSSWALD 1764 Am unteren Teil des Peterberges. Das Floss 1863 Wald
Zu ahd. floz, mhd. vloz. Strömung. Gräben und kleinere Flussläufe. Der Wald hat den Namen von den beiden Fluren, 'oberes-und unteres Floß'. Unabhängig davon wurde das geschlagene Holz des Hofheimer Gemeindewaldes über Main und Rhein nach Holland geflößt.
96 * FRANKFURT-WEG * 1654 a vber den ffurter weg Zeilsheimerstrasse Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6
Durch den Frankfurter Pfad L 1764 Galgenfeld Frankfurter Straß L 1764 Galgenfeld
97 Ahn den Freyäcker L 1764 Äcker des Königsteiner Freyhoffs Oberen Freiäcker Warthfeld Links der Niederhofheimer Strasse, hoch zum Biener.
98 in dem Freyhoff Hauptstrasse, Ecke Taubengasse soll der abgabenfreie Arnsburger Hof gelegen haben.
99 vor den Frohe Hern Wg 1481
by des Frohern Huße H 1480
Zu mhd.vron, Herrschaft, Frondienst. ahd. fro, Herr. Die Namen deuten teils auf Herrengut, teils aber auch auf zu leistende Frondienste hin. Für Hofheim ist wie auch H.U.Colmar andeutet, Frohe Hern mit 'Frühherr' Frühmesser anzunehmen.
100 * FUENF-MORGEN* DIE FUENF MORGEN Hof Hausen 'fynf,mOjè
Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke.
101 Frühmesserei Grundstücke, die zur Ausstattung des Frühaltars der Kirche gehörten. Die Erträge waren für den diensttuenden Geistlichen, der die Frühmesse zu halten hatte bestimmt.
Erster Fußfall St. 1723 Am Kreuzweg (Ehrenmal)
102 Gänseck mda. Einbuchtung der Rosengasse mit drei Ecken.
103 * GALGEN * 1654 a bey dem galgen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23
104 uf dem Galgenberge 1450
Der Galgen wurde 1720 wieder aufgebaut. Er stand bis 1813, etwa beim Hofheimer Sportplatz.
105 * GALGEN-FELD * 1654 Galckenfeldt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
im Galgenfelde 1471
106 * GALGEN-STRASSE* 1654 a vf die golgen straß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14'
* GALGEN-WEG * 1654 a vber den galgen weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14'
107 am Gaische Berge Wg 1465, 1491 am Geische Berge Wg 1465 am Gaißwine Wg 1491
Zu mhd. geisel, geischel, Geißel, Peitsche. In diesem Fall ein Formenname. Geischel ist auch ein Maß. Der Arbeiter auf dem Frohnhof, durfte sich eine Geischel mitnehmen. Z.B. einen Arm voll (Heu). Zu ahd. mhd. geiz, Ziege. Schwer vorzustellen, Weingärten als Weideplatz für Geißen.
108 uff der Gaßen Wg 1429
109 * GEISS-GASSE* 1556 In der gaiß gaissen Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.76 1654 in der greiß gassen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8
by der Geyse Gassen 1457
Die Burggrabenstrasse wird im Volksmund wegen der Hinterlassenschaften der dort angeblich gehaltenen Geißen, 'Kaffeegass' genannt. Vielleicht ist hier die Geißgasse zu suchen.
110* GEMEINE-WALD* GEMEINDEWALD 'gèmaIndè,vald
111 Gickelsberg L 1764 Hochfeld. s.Haneckstrasse
112 * GIESSMANN* 1654 im gießman Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20 1654 im gisma Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.128'
113 im oberen Giessheimer im unteren Giessheimer Fln. am oberen Kapellenberg. Hier lagen Weingärten, die durchschnitten von kleineren Wasserläufen, sich bei besonders starken Regenfällen zu Gießbächen entwickelten.
114 * GLEICHEN* AUF DEN GLEICHEN Of èm 'glaICè 1654 a vf dem gleichen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102
Warthfeld. Der Fln. bezieht sich auf ebene Flächen.
115 * GLOCKEN-GEWANN* GLOCKENGEWANN 'glOgè,gèvan 1654 a in der glak gewandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2 1654 a in der glockgewandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10'
* GLOCKEN-ZEHNT * 1654 a im glocken Zehnen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.85'
ym Glock Zehen 1465
In 1764 wird das Glockengewann dem Galgenfeld zugeschrieben. Auch die Karte von 1894 bestätigt das. Die neueste Flurkarte führt das Glockengewann im Warthfeld. Vermutlich Kirchenbesitz. Eventuell kam der Ertrag dem Glöckner zu Gute.
116 * GOLD-BACH * GOLDBACH 'gOld,bax
Einer der Namen für den Schwarzbach. Er mündet in Okriftel als Goldbach in den Main.
117 * GRABEN* 1654 a durch den graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3 1654 a vf den graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11
by dem Graben 1451 im dieffen Graben 1476 uff dem Graben gein burlach 1440
IN DEN GRÄBEN?????????
118* GRAUE-BORN* AM GRAUBORN Om 'graU,bOan 1654 a bey dem groenbrun Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2' 1654 a bey dem grohen born Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57' 1654 a beym groen born Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.42
Warthfeld. groen-alem.= Sand,Kies. Das Flurstück liegt direkt neben der Sandkaut.
119 GRAUER STEIN Großer Quarzblock, überrest aus der Eiszeit, evtl. Grenzstein
Die Bezeichnung 'Grauer Stein' war früher allgemein als ein Markierungspunkt bekannt, an dem von alters her mehrere Gemarkungen aufeinander stießen und der in alten Lagerbüchern häufig erwähnt wurde. Der kleine Menhir am Kapellenberg läßt sich in eine Reihe mit anderen sogenannten 'grauen Steinen' einordnen, die entlang der Grenze zwischen Niddagau und Königssundragau liegen.
120 Grünhart 1607/1609 n.Dilich Waldiger Höhenzug am Hof Hausen.
121 * GRUND * 1316,K. 14.J a ubir dem Grunt Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66
ym Grunde 1433
im Grunde by den Hern 1440
Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen sind hier namengebend.
122 Grundlach Gemarkungsteil auf dem hohen Felde in der Nähe des Eisenlagers in der ehemaligen Sandkaut.
123 AN DER HAID Hof Hausen
Heuser Heide 1607/09 n. Dilich
124 DIE HAID Hof Hausen
125 * HAIN * 1654 in dem hain Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.33' 1654 Wi im hain Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.16
ahd. hagan, Verhau, gehegter Wald; der eingefriedete, umhegte Ort.
126 * HAIN-ECKE-WEG* HANECKSTRASSE AM HAHNECKERWEG 1894 Om 'ha:n,Egè,ve:g 1654 a vber den hannecker weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9' 1654 a vber hanecker weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1 1654 a vf den hanecker weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1
Entstanden aus dem überlieferten Heideneck. G.K.; Heidenäcker J.H.; Mit Heiden waren die Römer gemeint. Häufig ist Hahn aber auch von Hünen, verderbt im Volksmund abgeleitet. Der Namen ist nur schwerlich zu deuten. Möglicherweise kann er aber auf Hain zurückgeführt werden. Die Umdeutung zu ahd. hano, mhd. han, dem Vogel, ist wahrscheinlich erst später entstanden.
127 Hahnenberg L1764 Hochfeld Hahnenberg 1894
128 uff der Hunen Muern 1459 Hochfeld
129 HAMMERMÜHLE Ehemaliger Eisenhammer im Lorsbachtal. Eisenhammer Wiesen zwischen Hammermühle und Lorsbach.
130 Hammermühlgraben Abgezweigter Graben vom Flutbach.
131 auf der Hand Warthfeld. Links der Niederhofheimer Strasse.
132 * HANG * Waldgebiet auf dem Kapellenberg. DER HANG dè 'haN
133 * HART* 1579 vff der hartten Q6465 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 321. 1654 vf der harten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8
Harte Erd L 1764 St 1723
uff der Harten Ernne 1459
Hartenahl Hochfeld. Minder gutes Ackerland. Haart ist gerodeter Wald.
134 * HASEL* AUF DEM HESSEL Om 'hEsèl 1654 a vf d: hessel Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.29' 1654 a vf der heselß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.116'
Auf dem Hassel
Galgenfeld.Verdankt den Namen, Haselgesträuch.
135* HASEN-SPRUNG* AM HASENSPRUNG Warthfeld Om 'hA:sè,SbrUN 1654 a am hasensprung Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3
136 * HASEN-STOCK * 1654 a beym hasenstock Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.132
137 * HATTANER * 1525\26 vff der Hattanern Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.
uff der Hattemern 1430
Zu harte Erd oder harte (schwere) Ernte.
138 Haucke-Bergelche mda. Steiler Weg zur Rossertstrasse.
139 * HAUSEN * Hof Hausen 1654 a vf die heuser Marck Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124
Mark - abgegrenztes Gebiet.
140 * HAUSEN-FELD* 1654 a bey dem heuser feldt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2' 1654 a vf d: heuserfelt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10
Häuserfeldt L 1764
141 * HAUSEN-HOF-GRABEN* AM HAEUSERHOFER GRABEN Om 'hOysè,hÖvè,grA:vè
Vereinigt sich mit dem Rinnsal aus den Bauerlöcher Wiesen, und führt ab der Zeilsheimer Grenze den Namen Welschgraben. Fließt bei Sindlingen in den Main.
142 * HECKE* 1654 Wi an der hecken Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.25
145 * HEGE-WEIDE* HECKENWEIDEN 'hECèl,vaIdèn 1555 Wi vff der heck waide Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50 1654 bey der heckweydt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4' 1654 bey der heck weydt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'
uff der Hecke weyde by der holen 1451 by der Heckweyde Wi 1468
146 * HEGE-WEIDE-GARTEN* 1654 Wi der heckweyder garten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.90
Die Heckweide lag zwischen Wilhelm- und Lorsbacher Strasse. Eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke. Mit einem Hag umgeben, pflegen, bewahren. Weidenhecken der Korbmacher.
147 * HEGE-WEIDE-STEG* 1654 bey dem heckweyder Steg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.90
Steg über den Flutbach. Etwa vierzig Meter unterhalb der Cohausenstrasse. In der Witz.
148 * HEIDE* AUF DER GROSSEN HEIDE Of dè 'gro:sè,haId DIE,AN,AUF DER HAIDE di 'haIdè
Warthfeld. Rechts am Lieser Weg.
off der Heide 1437
149 * KLEINE HEIDE* 'glaInè,haIdè 1654 a vf der heydt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3
Warthfeld. Links bevor der Lieser Weg in den Wald eintritt.
150 yme Heinerich Gt 1442 vermutlich Besitzername
Heinerich Hoff
151 by dem Helligen Stock 1494
Hochfeld. Der Fln. verweist auf einen Bildstock der dort gestanden hat. Namensgeber für die Heiligenstockschule und das gleichnamige Wohngebiet.
152 * HERREN-STUECK* 1654 Auf dem hernstück Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9 obendig Hern 1440 der Hernacker 1471 by der Hern 7 Ruden im Wartefeld 1485
153 neben der Hern 2 Morgen Wg 1495 uff der Hern Stuck Wg 1484 der Hern Wingarten Wg 1481
154 an/zuschen den Hern Gt 1466
Die Namen deuten in der Regel auf den Besitz geistlicher oder weltlicher Herren hin.
155 * HIMMEL-REICH* 1555 im himelreich Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.49' 1654 im himrich Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8
daz Hymmelrich Gt 1457
Bezeichnung für Kirchenbesitz. Eventuell der Name für eine hochgelegene Flur. In Himmel steckt auch das Wort Heimahl, ein Hinweis auf vorchristliche Kultstätten, Thingplätze.
156 * HINTER-SCHEIDE* HINTERSCHEID 'hInè, SaId
Warthfeld. Der Name wurde von Hinterheid in Hinterscheid umbenannt.
157* HINTER-WARTE* AUF DER HINTERWART Of dè 'hInè,hA:d 1579 an die hinder wartt Q6468 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 323. 1579 ann der hinder wartt Q6467 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 322. 1654 a an der hindern wartt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11
by der Hindernwarth 1487
Warthfeld. Das kleine Wäldchen rechts am Langwehrweg.
158 am Hochgericht L 1764 Galgenfeld
159 Hochstrass am Gericht Strasse die zum Galgen führte.
160 * HOCH-FELD* AM HOCHFELD Om 'ho:x,fEld 1654 a im Hochen feldt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1
Der Distrikt liegt links und rechts der Rheingaustrasse.
161 * HOECHST-WEG* HÖCHSTER STRASSE AM HOECHSTER WEG Fln. im Galgenfeld. Om 'hÖgsdè,ve:g
ane dem Hoester wege 1429
162 * HOEHE* 1654 a vf de hoe Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10
163 * HOF* UNTER DEM HOF Hof Hausen Unèm 'ho:f
164 * HOF-ACKER* Hof Hausen ? 1654 a bey dem hoffacker Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102
165 by dem roden Hoffe H 1432 by dem roden Huße H 1467
Der rote Hof stand in der Stolbergstrasse. Bei der Verpfändung 1471 als 'inwendig', also innerhalb der Stadtmauer geschildert.
166 * HOF-HAUSEN* HOF HAUSEN VOR DER SONNE HOFHAUSEN 'ho:f,haUsè
Hof der eventuell schon in der Römerzeit gegründet wurde.
167 * HOFHEIM-WEG* Hof Hausen LINKS AM HOFHEIMER WEG 'hOfhaImè,ve:g
168 * HOFHEIM-WIESE* 1529 Wi bey hoffheim Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a.
169 * HOHE-BERG* 1654 a am honberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22'
170 off dem Honeacker 1440
Honäcker L 1764
171 * HOHE-STEIN * 1316,K. 14.J a hinder deme hohin steine Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66
Verweis auf einen hochaufragenden (Grenz) Stein oder auf einen prähistorischen Monolith. Ob damit der 'Graue Stein' gemeint ist, ist fraglich.
172 * HOHL* 1437 off der Holen Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215. 1579 vff die heel Q6465 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 321. 1654 a vf die hohl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1 1654 a vff die holl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'
uff der Holen Gt 1480 Hochfeld vordere Hohl L 1764
Hohlweg nach Marxheim. Heutige Rheingaustrasse. mda. Marxheimer Hohl.
173 uff der Holen an dem klein Walde Wg 1476
* HOHL-MAUER * AUF DER HOHLMAUER AN DER HOHLMAUER On dè 'ho:l,maUè
Hohlmauer L1764 Der Name dürfte durch die Mauerreste des ehemaligen römischen Kastells entstanden sein.
174 * HOHL-MAUER-WEG* 1654 a vber den hohlmauer weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9'
175 Hohlmanns Weg St 1723 Alte römische Strasse. G.K.
176 Hollerbusch L 1764 Galgenfeld, rechts der Niederhofheimer Strasse vor der Gabelung nach Kelkheim. Zu mhd. holunter, holder, holler.
177 * HOLZ-HAUSEN* Waldstück Hof Hausen 1654 in dem holtz heuser genandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24
178 * HOLZ-WEG * DURCH DEN HOLZWEG dOC dèn 'hOlts,ve:g AM HOLNWEG Om 'hOlts,ve:g 1654 a vf den holtzweg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
Warthfeld, an der Strasse nach Kelkheim.
179 Am Holzweg Flur im Galgenfeld
vbern Holtze Wege 1476
Der Holzweg vom Walde herunterkommend, soll bis nach Eddersheim geführt haben. Von hier aus wurde das Holz geflößt.
180 * HUNDERT-MORGEN* AUF DIE HUNDERT MORGEN STOSSEND Of di 'hUnèd,mOjè
Ahn den Hundert Morgen L 1764
Galgenfeld. Die Flur stößt auf das ,Hundert Morgen' große Kelkheimer Gebiet. Der aktuelle Hofheimer Fln. lautet heute ebenso ,HUNDERT MORGEN', obwohl das Stück etwa zehnmal kleiner ist.
181 * HUNDS-HAAG* HUNDSHAG Om 'hUnds,hA:C 1654 im hundtshack Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7' 1654 im hundtshag Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'
Hundshanck Hontzhauwe 1441
Ein Fln. der sich nur manchmal unmittelbar auf das Tier bezieht. Häufig auch Bezeichnung von minderwärtigem Ackerland. Heute erinnert der ,HUNDSHAGER WEG' an den alten Fln.
182 ILMENSANDMÜHLE
183 * ILMEN-SAND * IM ILMENSAND 'Ilmè,sand 1654 a im Elmen sandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.132'
Ellmar Sandwiese L 1764
An der Ilmensandmühle im Lorsbachtal. Diesem Namen liegt das alte Wasserwort 'Ill' zu Grunde. Aus der indog. Wurzel, el- fließen, strömen. Ilme steht auch für Ulme. Mar war früher das geläufigste Wort für Pferd. Die Wiese dient auch heute noch als Pferdeweide.
184 * JAEGER-GAERTEN* IN DEN JAEGERGAERTEN Warthfeld 'jE:Sè,gEadè
Jäger Kretchen Gärten L 1764
185 * JUNGE-BAUM-STUECK* JUNGBAUMSTUECK Hof Hausen ? 'jUN,bA:m,SdIg
186 * JUNGE-WALD* JUNGWALD Hof Hausen 'jUN,vald
187 by der Kandeln Wi 1485 Der Name bedeutet Kanal, Rinne.
188 * KAPELLEN-BERG* DER KAPELLENBERG dè 'gabElè,bEag
189 * KARGES-WIESEN * KARGESWIESEN 'kA:gès,vIsè mda. Gorjeswies Kargeswese L 1764
Unterhalb des Kurhauses gelegen. Flurnamen der auf karges Wachstum hinweist. Hier allerdings sorgt die Nähe des Baches für üppiges Wachstum. Andere Erklärungen sind Kirge, Kirche. Der 1834 geb. J. H. beschreibt die Kargeswiese als Gorjeswiese, dem Eislauf Eldorado der Hofheimer Jugend.
190 Karpellswiesen Warthfeld
191 an der Katzenpfort Urkunde des Klosters Arnsburg 1370. Mögliche kleine Öffnung in der Stadtmauer.
192 by dem Kauffhuß H 1468 das alte Huß by dem Kauffhuse H 1496
Das alte Hofheimer Rathaus, war ursprünglich das Kaufhaus.
193 Kautzenwaldt 1607/09 n. Dilich Hof Hausen
194 * KELLEREI-PLATZ* KELLEREIPLATZ 'kElèraI,blats
195 * KIRCH-GAESSCHEN* KIRCHGAESSCHEN Heute nur noch im Volksmund so genannt. 'kIaS,gEsjè
* KIRCH-WIESE * 1654 Wi in der Kargeß wieß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4 1654 Wi in der Kargeß wiss Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'
196 * KIRCHE* HINTER DER KIRCH 1555 hinder der kirchen Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51 1654 hinder der kirgen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'
hinder der Kirchen 1466 Warthfeld. Fln. oberhalb des ehem. Friedhofes bis zur ZEIL.
197 Hopfenland des Kellers Johann Adam Kreyt hinter der Kirchen L 1764 St 1723 Hopfenstücke gab es schon 1470 bis ins 19. Jhd.
198 by der Kirchen H 1437
199 by dem Kirchbornen H 1443
200 Kirchgasse 1370 In Urkunde des Klosters Arnsburg.
201 Kirchhof Ehemaliger Friedhof an der Kirche Peter und Paul, bis 1820.
202 an dem Kirchphade In Urkunde des Klosters Arnsburg 1370 .
Kirchplatz mda.
Kirchplatz so lautet der Platz im Volksmund. Die heutige Kirche St.Peter und Paul, wurde erst 1481 konsekriert. Entweder handelt sich bei den frühen Kirchnamen um eine Vorgänger Kirche oder an der Hofheimer Kirche wurde über 100 Jahre gebaut.
203 * KIRSCHEN-GARTEN* KIRSCHGARTEN STRASSE KIRSCHGARTEN I 'kEaS,gadè Der Kirschgarten war ein Teil der Gärten am Wasserschloss.
204 KIRSCHGARTEN II Hof Hausen
205 * KLAUER* IM KLAUER Im 'klaUE
Im Klauen 1764
Klauerlach
in der Klauerloch auf der Heyd L 1764
Warthfeld. Acker vor den Bauerlöcher Wiesen. Ein mit Weidenbäumen besetzter Platz, besonders Grasplatz. Das Wort geht auf das mhd. kluwe = Kugel, Knäuel zurück. Das Benennungsmotiv lag in der knolligen Form der geschnittenen Weidenbaumköpfe.
206* KLINGEN* IM KLINGEN Im 'glINè 1525\26 Im Klingen Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021. 1527 In der Kling: Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65 1654 im vndersten klingen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3' 1654 im klingen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3' K. 14.Jh. zu der clingen Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
Ynne dem Clingen Wi /Wg 1436 Fln. am oberen Kapellenberg.
207 AM KLINGENBORN 'glINè,bOan 1654 bey klingen born Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24
der Klingenborn 1478
ahm Klingen Brunnen St 1723
208 * KLINGEN-GARTEN* 1654 Wi der klingen garten genandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.134
209 * KLINGEN-WEG * 1654 vf den klingen weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12'
Klingen hat die Bedeutung Gießbach, auch rauschen, plätschern, klingen.
210 der Königsteiner Acker 1484
211 Königsteiner Hofgut St 1723 Am Untertor gelegen
212 * KOENIGSTEIN-PFAD * 1654 a am Konigsteiner pfadt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'
* KOENIGSTEIN-STRASSE * KÖNIGSTEINER STRASSE 1654 a vber die Königsteiner Straß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'
213 * KOENIGSTEIN-WEG * DER KOENIGSTEINER WEG dè 'ke:nISdA:nè,ve:g
Der Weg verläuft auf der Höhe des Kapellenberges. Auch Hohe Schneisse genannt.
214 * KORN-GRABEN-FELD* KORNGRABENFELD Hof Hausen 'kOan,grA:vè,fEld
215 Korngrabe 1607/09 n.Dilich Hof Hausen
216 Korngrabenbad Gewässer, Hof Hausen
217 Krautgärten
218 Krebsgasse Früher Feuerlöschteich am Ende der Gasse.
219 KREBSMÜHLE Die oberste Mühle im Lorsbachtal. 1851 erbaut.
220 * KREUZ* 1654 beym Creutz Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67' K. 14.Jh. apud pati bulum gemeinsam Martyrium erdulden bulum? Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
ahm Creutz Westlich der Niederhofheimer Strasse
Creutz bei dem Pfarrgarten St 1723 Gegenüber der Turnhalle 1860.
221 Am Kreuzweg Fln. am oberen Kapellenberg. Creutzweg St 1723 KREUZWEG Strasse am Kapellenberg.
222 Kreuzgasse St um 1900 Ob der Bahn.
223 * KRIFTEL-FELD * 1387 vff daz feld gen Crufftel Galgenfeld Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.
224 * KRUEMMLING * Galgenfeld
225* HINTER DEM KRUEMMLING * hInè dèm 'grymlIN 1654 a ihm Krimmling Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6 1654 a im Krümling Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
uff dem Krommeling 1471
Grimmling L 1764
In der kurzen Krümling
* KRUEMMLING-GEWANN* 1654 a vf die Krimmelings gewan Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34'
226 * KRUEMMLING-GRABEN * 1654 a im Krimlingß kraben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.116'
Galgenfeld. Krümmungsform des Grundstückes am Weg ist namengebend.
227 * KRUMME-LOCH* IM KRUMMLOCH Im 'grUm,lOx 1654 a in dem Krummesloch Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18 1654 Im Krumloch Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5
Unterhalb des Floßwaldes.
Krumlocher Felder
ane dem Grommenlach 1434
228 * KURZE-SECHS-STUECK * KURZE SECHS STUECK 'kOtsè,sEgs,Sdyg
229 * LACHE* DURCH DIE LACHE Galgenfeld dOS di 'lax 1654 a durch die Lach Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102
Zu mhd. lache, Pfütze, Sumpf, Sumpfwiese, flache Geländevertiefung.
230 hinterste Lach L1764 Galgenfeld
231 * LAND * 1654 Wi vf der lendt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'
232 Lantgeberde 1450 233 ußwendig Lantweide (?) 1439
Zu ahd. lan, lant,Land, Gegend,Gebiet; Erde, Feld; Ufer.
234 * LAND-WEHR * 1654 a am Langen wehr vgl LANDWEHR Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.60 1654 a bey dem landt gewur Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1' 1654 a vber dem landtgewirr Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10' 1654 a vber landgewüre Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3
Verteidigungsanlage, meist ein Gebück. Zweige der Bäume wurden miteinander verflochten und zum wieder austreiben in die Erde gesteckt. Damit wurde eine undurchdringliche Hecke geschaffen. Pfähle, Wall, Graben und Bretterzaun gehörten ebenfalls zur Landwehr.
* LANGE-GASSE* LANGGASSE seit Abbruch der Stadtmauer um 1860 'laN,gas
235 * LANGE-GEWANN* IM LANGGEWANN Im 'laN,gèvan 1654 a in der langen gewanndt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.101
Warthfeld. Gewanne sind die Zusammenfassung gleichgearteter Parzellen. Hier ein Flurstück in länglicher Form. Es beginnt links in der Reifenberger Strasse an der Gabelung mit der Niederhofheimer Strasse bis zur Strasse ,IM LANGGEWANN'.
236 Hinter der Langgewann Warthfeld. Direkt im Anschluss an das Langgewann nun auch rechts der Reifenberger Strasse.
237 Am Markt 1894
Warthfeld. Die Flur lag dort wo früher der Hofheimer Markt abgehalten wurde. An der Ecke Zeil/Niederhofheimer Strasse.
238 * LANGE-WEHR* AM LANGWEHR Warthfeld. s. Land-Wehr Om 'laN,vEa hinder dem Langewere 1473 uff das Langewere 1474 Langgewehr L 1764 Landgewehr Langgewähr
239 * LANGE-WEHR-WEG* LANGWEHRWEG 'laNÖvEa,ve:g
Einer der Hauptfeldwege durch das Warthfeld zu den Bauerlöcher Wiesen.
240 * LAUS-GRABEN* AM LAEUSGRABEN Om 'lOys,grO:vè 1654 a durch den leußgraben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14' 1654 a vf dem Leußgraben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18' 1654 a vf den leußgraben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6
Leißgraben L 1764
Galgenfeld. Ist in den Welschgraben geflossen J.Christ, Zeilsheim. Zu nhd. lauße,versteckte Lage, Hinterhalt. Eventuell Nebenform zu Los. Auch unfruchtbarer Boden. Bezug zu Laus ist ebenso möglich.
241 * LEHEN-BAUM-STUECK* Hof Hausen LEHBAUMSTUECK 'le:ba:m,Sdyg
Lehbaumstock
Geliehenes Gut.Vom Grundherrn vergebene Güter; mhd.Leh bedeuet auch kleiner Hügel, Prähistorische Grabhügel, Gerichts- oder Grenzhügel; Abgrenzung gegen Lohe kaum möglich.
242 * LEIMEN-KAUTE* 1654 a vf der laim kauten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.123' 1654 a vf der lamkauten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57 1654 a vf der lommen kauth Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.46'
Lahmekaut Rechts an der Zeil, oberhalb der Bienerstrasse.
243 * LEIMEN-TAL* K. 14.Jh. wg uf dem leymdal Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
in den Lemetellen Urkunde Kloster Arnsburg s. a. Dellen
Zu ahd. leim, Lehm, Ton. Ort an dem Lehm abgebaut wurde, zum Füllen des Fachwerks oder zum Bau von Öfen.
244 im Lerchenfeld ehem. Gemarkung hinter der Ostendstrasse
245 * LIEDERBACH-WEG* LIEDERBACHER WEG 1654 a vf den liederbeger weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6 1654 a vf den liederbäger weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
246 Rechts am Liederbacherweg Fln. rechts der Niederhofheimer Strasse
undewynnig Liederbach Phaide 1471 Unterhalb des Liederbacher Pfades
247 Lieserweg Feldweg von der Königsteiner Strasse, zum Kapellenberg. Mögliche Herkunft von Lüssen, Los; Lieh = Hügel. J.K.
248 * LINDE* AN DER LINDE 1894 Am unteren Kapellenberg On dè 'lInd
LINDENSTRASSE. Die Linden wurden dort etwa um 1930 gepflanzt.
249 Loheneckerweg L1764 Hochfeld
Zu ahd. loh, Hain, Gebüsch, Wald, Gehölz; mhd. loch, sumpfige Stelle; fnhd. loe, Gerberlohe, Eichenrinde. Genaue Trennung der namengebenden Motive nicht möglich.
250 *LOH-MUEHLE * 1654 bey der Luh mühl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.49'
Hier wurde Gerberlohe gemahlen, auch Baumstämme geschält. Die Wiesenmühle war zeitweise eine Lohmühle, ebenso die Burkartsmühle, die Obermühle und andere.
251 * LORSBACH-KOPF* Höchste Erhebung des Kapellenberges 309 m DER LORSBACHERKOPF dè 'lOaSbECè,kOb
252 * LORSBACH-TAL* LORSBACHER TAL 'lOsbaxè,dA:l
Fln. kurz vor der Krebsmühle, zwischen der Lorsbacher Strasse und dem Schwarzbach.
im Lynsenberge Wg 1484
253 * MAINZ-FELD * 1316,K. 14.J a In campo versus Moguntiam Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66
Mit 'Im Felde gegen Mainz' ist das Hochfeld gemeint.
254 * MANA * MAINAU 1654 Wi in der mana Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'
inne der Meynauwe 1441
255 * MANA-BERG* 1654 im Mahner berg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.79
256 * MANA-ELLER* Eller-Erle 1654 in der Mahna Ellern Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.47
257 * MANN-WERK* 1654 a im Manwerck Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'
Wohl nicht zu Mahn=Mohn gehörend. Die frühe Bezeichnung Meynauwe belegt somit den Mai, und mit dem Grün, den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur. Mannwerk ist die Fläche, die ein Mann an einem Tag bearbeiten kann.
258 * MARK * Waldgebiet links der Bahn Richtung Lorsbach. 1654 a vf dem Marck Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.49
259 by dem Marstalle H 1481 Ein Pferdestall befand sich im Schloss.
260 * MARXHEIM-FELD * 1387 vff deme felde gein Marpsheym Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126. 1654 a vf d: Marxheimer feldt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1
gein Marxheim 1444 Hochfeld
im Felde nacher Marxheym 1484 Hochfeld
261 im Hoiffe gein Marxheym 1498
262 nacher Marxheym uff der Hunen Muern 1484 Hochfeld
Wohl von Hünen. Riesen. Hünengrab.
263 Auf die Marxheimer Höhe stoßend 1894 Hochfeld
264* MARXHEIM-LUECKE * 1654 a vf der Marxheimer licken Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'
265 * MARXHEIM-STRASSE* 'magshaImè,SdrO:s
266 Links von der Marxheimer-Strasse Hochfeld
Marxheimer Weg
267 * MAUER-GASSE* MAUERGASSE 'maUè,gas
Hier ist noch ein Stück der alten Stadtmauer zu sehen.
* MAUER-WEG* 1654 vf den mauer weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'
268 * MEISEL-GRABEN* 1555 Im meisels grab: Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51 1654 a beym meusels graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.52 1654 a vberm Masels graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.37'
Mäuselslache
Warthfeld. Zu Meise oder Mäuse, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch zum ahd. meisen-hauen, schneiden.
269 * MEISEL-LOCH* MENSELS LACHE 'mEnsèls,lax
* MEISEL-LOCH-GRABEN* 1654 a nehst dem Meisenlochs graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'
durch den Meyßelsgraben 1471
270 * MERSCH-BORN * 1555 Wi bie dem maiers born Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50 1556 Wi bie dem maers born Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.76
271 an dem Meyersbornen Wi 1441
Niederung bezieht sich auf (einst) nasses sumpfiges Gelände. Eventuell auch Familienname.
272 * MILBEN-SAND * 1654 Wi im Milben sandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7' 1654 Wi im Mülben sandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.65
Zu mhd. milwen-Mehl oder Staub. Bezieht sich auf die Lockerheit der Böden.
273 * MITTEL-WIESE* Hof Hausen DIE MITTELWIESE di 'mIdèl,vi:sè
274 Monchhoffe H (Scheuer) 1439 Vermutlich Eberbacher Besitz. ?
275 * MOENCH-WIESE* 1654 Wi in den Münchwiessen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34' 1654 Wi in der Münchswissen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'
Die dem Kloster Eberbach gehörende Mönchswiese lag direkt bei dem Wasserschloss.
276 * MUEHL-BACH * 1654 Wi vf der mühlbach Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'
Der Mühlbach wurde vom Schwarzbach (Flutbach) in der Nähe des Schwarzbachweges abgeleitet. Er versorgte die Ober- und Untermühle im Stadtzentrum. Wurde nach der heutigen Elisabethenstrasse wieder dem Schwarzbach zugeführt.
277 * MUEHL-GARTEN * 1654 Wi im Mühlgarten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.21
278 * MUEHL-GRABEN* MUEHLGRABE 'myl,grO:vè
Die Mühlen wurden über Gräben vom Schwarzbach mit Wasser versorgt.
279 * MUEHL-SAND * 1654 Wi im Müllensandt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.134
280 * MUENSTER-GRENZE * AN DER MUENSTERGRENZE On dè 'mynsdè,grEntsè
281 Münsterhecke 1607/09 n.Dilich Hof Hausen
282 * MUENSTER-PFAD* AM MUENSTERPFAD Om 'mInsdèr,pOad 1654 a bey Münsterer pfadt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3 1654 a vnderhalb dem Münstern pfadt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.28' 1654 a vf den Münsterer pfat Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6'
Warthfeld. Liegt an der Verlängerung der Altenhainer Strasse.
283 * MUENSTER-WEG* AM MUENSTERWEG Om 'mInsdèrè,ve:g 1654 a vf den Münsterer weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6' 1654 vf den Münstern weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'
Warthfeld. Rechts an der Reifenbergerstrasse, der ehemaligen Münsterer Chaussee.
284 an der Muern Pl 1473 Wahrscheinlich ist die Stadtmauer gemeint.
285 IN DEN NASSEN In dè 'nasè
* NASSE-GEWANN* 1654 a in der Nassen gewan Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11
286 * KURZE-NUSSE * ? IN DEN KURZEN NASSEN In dè 'kOtsè,nasè
in den langen Naessen L 1764 in langen Naßen 1498
287 * LANGE-NUSSE * ? 1654 a in lange Nussen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23 1654 a bey den langen Nussen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23
Galgenfeld. Nasses morastiges Gelände.
288 * NEUE-GRABEN * 1654 vf Newen graben Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12
289 * NEUE-WEG* OSKAR-MEYRERSTRASSE 1654 im Newen weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34'
Nach dem ehemaligen Hofheimer Bürgermeister Oskar Meyrer benannt.
by dem Nuwen Wege under dem Rupenberge Wg 1481 im Nuwen Wege Wg 1470
Weg außerhalb, vor der Stadtmauer.
290 vor/by Niederphorten Gt, H Das Untertor
291 * OBER-GARTEN* IM OBERGARTEN Nahe bei der Stadt gelegene Flur. Im 'Ovè,gadè
292 * OBER-MUEHLE* AN DER OBERMUEHLE On dè 'Ovè,my:l 1654 Wi bei der Ober mühl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'
Die Gebäude der Obermühle befanden sich zwischen der Strasse 'Am alten Bach', und der Strasse 'An der Obermühle'. Ehemalige Banmühle für die Hofheimer, Krifteler, Zeilsheimer und Sindlinger Bevölkerung. War auch zeitweilig Ölmühle.
293 * OBER-PFORTE* 1525\26 vor der ober pforthen Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021. 1654 Wi bey der oberpforten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'
for der Oberporten 1426
* OBER-TOR* AM OBERTOR Om 'Ovè,dOa
Das Obertor an der oberen Hauptstrasse befand sich zwischen den heutigen Strassen 'Am Obertor' und der 'Mauergasse'.
294 * OBERLIEDERBACH-WEG * AM OBERLIEDERBACHER WEG 'Ovè,li:dèbaxè,ve:g
Warthfeld. Zwischen Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse.
295 * OEL-MUEHLE* Die Wiesenmühle wurde teilweise als Ölmühle genutzt. 1654 Wi bey der olen mühl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'
296 PAPIERMÜHLE 1360 erwähnt als Mahlmühle. 1683 umgebaut in eine Eisenschmelze, in der Öfen aber auch Geschütze und Kanonenkugeln für die Herrschaft in Mainz hergestellt wurden. Später umgebaut zur Papiermühle.
297 * PETER-NOELS-NUSS-BAUM * HINTER PETER NOELS NUSSBAUM hInè 'pe:dè,nOyls'nUs,baUm
Warthfeld. Auf diesem Gebiet befindet sich heute die Taunus -Therme. 1425 erscheint im Hofheimer Gerichtsbuch ein Peter Noyß (Nuß). Vielleicht ist er der Namensgeber.
298 * PETERS-BERG* 1654 a vf dem peters berg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22'
Rechts der Rheingau Strasse gelegen. Der Name geht auf die ehemaligen Besitzer, das Stift St.Peter in Mainz zurück. Der hier gelegene Wald wird auch Peterswald genannt.
299 * PFARR-ACKER * 1654 neben dem parracker Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14
am Parre Acker 1465
300 by dem Parhofe H 1451
301 neben dem Pharre Wg 1451 obendig dem Phar Wingerten Wg 1476
302 * PFARR-GASSE* PFARRGASSE 'pa,gas
303 * PFARR-GUT-GEWANN * PFARRGUTGEWANN 'par,gèvan
Warthfeld. Zwischen Reifenberger Strasse und Niederhofheimer Strasse. Die Fln. verweisen auf den Grundbesitz der Pfarrei.
304 obendig des Pherners 1438 Pfarrer
305 * PFINGST-BORN * 1654 bey dem Pfingst brunnen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67' 1654 oberhalb dem pfingst born Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'
Am unteren Kapellenberg. Pfingstbrunnen verweisen auf die Vorstellung, daß an Pfingsten geschöpftes Wasser magische Kräfte besitze.
306 * PFINGST-WEIDE * DIE PFINGSTWEID 'fINsd,vaId 1525\26 Wi neben der pfingst weyde Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021. 1527 an der pffingst waid Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65' 1527 vf der pffingst waidt Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65' 1654 vf die pfingst weit Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8 1654 Wi an der pfingstwaidt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'
by der Pfingstweyde Wi 1445 Phinxste Weyde mit dem wiher 1460
Kapellenberggebiet. Pfingstwiese, auch Ochsenwiese. Zu ahd. fimfchusti, mhd. phingeste, Pfingsten, einer Entlehnung aus griech. Pentekoste, fünfzigster Tag nach Ostern. Erst nach den Frühlingsfeiern an Pfingsten, durfte das Vieh wieder auf die Weide.
307 * PLATTE* 1654 a vf der pladten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'
Ebene, oder hochebene Flächen gaben hier den Namen. Möglich ist auch eine kahle Stelle im Wald, die der Köhlerei diente.
308 ußwendig der Porten Wg/Wi 1480 außerhalb des Tores
309 * PULVER-MUEHLE * 1654 Wi bey der pulfer mühlen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12
Hermann Friedrich zahlt 1630 den jährlichen Zins von 3 Gulden für die Pulvermühle. In der Pulvermühle wurden die Bestandteile des Schießpulvers zerkleinert.
310 * PULVER-WIESEN* 'pUlvè,vIsè PULVERWIESEN Wiesen an der 1851 erbauten Burkartsmühle. Heute Tennisplatz.
311 * RAIN * HINTERM RAIN 1894 hInèm 'raIn 1654 a hindern Rain Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1' K. 14.Jh. a undir dem reine Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
hinterm Rahn
Gelände zwischen der Bahn und dem Hochfeld. Zu mhd. rein, begrenzende Bodenerhöhung. Mit Gras bewachsener Abhang, Böschung.
312 * RAUPEN-BERG * 1525\26 vor dem rupenberg Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021. 1654 vf dem Raupenberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.69
vor dem Rup(p)enberge Wg 1466
DER KAPELLENBERG. Nach Ansicht von H.U.Colmar stammt der Name von der Raupe. Der Volksmund sagte Rabberg, Rauberberg oder Räuberberg, was einer Verächtlichmachung des Berges gleich kommt. Dies kam besonders dann vor, wenn ein heidnisches Heiligtum auf einem Berg vermutet wurde oder ein solches im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung haftete. In der auf dem Berg gefundenen Grabenanlage in Form eines Erdringes, wird ein Heiligtum vermutet, das mit den sogenannten henge-monuments vergleichbar wäre.
313 * RECH * 1654 a vf dem Rich Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.70'
Das Wort Rech ist in Hofheim noch geläufig. Es hat etwa die gleiche Bedeutung wie Rain. s.d.
314 der Ryberger Pl 1457 Wasserrinne in den Weingärten der Rinberger Wg 1492
315 * RIND-WEG* DER RINDWEG dè 'rEnd,ve:g 1654 vf den Rindt weg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.69
ane dem Rintwege Wg 1443 Rennweg
Vermutlich lautet der richtige Name Rennweg. G.K. Der Waldweg führt auf halber Höhe vom südl. Kapellenberg nach Lorsbach. Nach Dr.W.Engelhard war dies in alter Zeit der einzige Weg der dem Tal entlang führte, da das Tal durch Sumpf und Stauungen unpassierbar war. Mit Rennweg (Rain=Grenze) Bezeichnung für Fernstrasse, könnte der Grenzweg zwischen Nidda- und Königssundragau gemeint sein, der paralell zum Schwarzbach die Grenze bildete. Zum Beispiel bildet der Rennsteig in Thüringen die Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Allerdings liegt die Verbindung mit Rind nahe, eventuell auch durch hyperkorrekte Schreibweise.
316 * ROEMER-LAGER* AM ROEMERLAGER Om 're:mè,la:gè
Hochfeld. Hier stand im 1. und 2.Jhd. das römische Erd- und Steinlager.
317 auf dem Roethen St 1723
Der Fln. erinnert womöglich an den Flachs der bei der Verarbeitung geröstet wurde. Der Flachs wurde in der Röste mürbe gemacht. Auch zu roden ließ sich ein Bezug herstellen. Rote Erde gab es ebenfalls in manchen Hofheimer Fluren.
318 * ROSEN-GASSE* AM OBERTOR ROSENGASSE 'ro:sè,gas
Rosengaß neben dem gemeinen Brunnen
Soll nach dem ehemaligen Gasthaus 'Zur Rose' benannt worden sein. Es besteht auch eine Verbindung zu Röße, das ist die Flachsbearbeitung.
* ROSS-MARKT* K. 14.Jh. zu rossemerkete Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46
Vermutlich ist hier das Datum des Rossmarktes gemeint.
* ROSSERT-STRASSE* ROSSERTSTRASSE 'rOsEd,SdrO:sè
Nach dem Berg Rossert bei Kelkheim-Eppenhain. Hofheimer Staatsforst.
319 * ROTE-SAND-KAUTE* AN DER ROTEN SANDKAUL an dè 'ro:dè ,sand,kaUl
Zu mhd. kule, Grube, Loch. Hier wurde roter Sand abgebaut.
320 * RUHE-BANK * AUF DER RUHBANK Of dè 'rU:,bank 1654 a bey der Ruhbanck Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6
Auf der Ruhebank 1894
Hochfeld. Heute steht das Kreishaus auf dem Gelände. Der Name erinnert an hölzerne oder gemauerte abgestufte Gestelle, auf denen man Rückentragen (Kiezen) ohne daß man sie abnehmen mußte, abstellen konnte.
321 off dem Rusenden Waghe 1440 Vielleicht der Schmelzweg.
322 Russenberge Wg 1456
323 Hinter der Russenfabrik 1894 Hochfeld
'Rus' entstand durch die ehemalige Eisenschmelze an der Hattersheimer Strasse. Möglicherweise gehört der Weingarten am Russenberg zu einer Flur auf dem Ulmen standen, denn die Ulme ist auch der Russbaum (Rüster). Im Volksmund wurden auch Ziegeleien als Russenfabrik bezeichnet.
324 * SAND-KAUTE* AUF DER SANDKAUL Of dè 'sand,kaUd AUF DER SANDKAUT Of dè 'sand,kaUd 1654 a vf der sandtkauten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9'
Wartfeld. Sandiges Gebiet zwischen Reifenberger und Niederhofheimer Strasse. Kaute - natürliche oder künstliche Bodenvertiefung.
325 * SAUER-WIESE* 1555 Wi die sauer wiß genandt Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50 1654 Wi in den sauren wissen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15'
die Suwerwese Wi 1497
Wiese in feuchtem Gebiet, in dem nur Sauergräser gedeihen.
326 ane der Sauggaiß Wi 1436
Der Fln. erinnert an bevorzugte Weideplätze der Ziegen. Die erste Silbe geht auf tröpfeln, fließen bzw. das verwandte ahd. sihan, seihen zurück. Tröpfelnd durch etwas sickern, fließen. Der Name bezeichnet dann feuchtes wasserhaltiges Gelände.
327 * SCHANZE* 1654 a bey der Schantzen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.80'
Bezieht sich auf ehemalige Befestigungsanlagen, in Form aufgeworfener Erdwälle. Früher auch auf Reisig. Reisig wurde zur Befestigung der Wälle verwendet.
328 der Schenken Gut 1470 Familienname Schenk als Besitzer.
329 * SCHEUER* HINTER DER SCHEUER Scheune hInE dè 'SOyè
330 * SCHIESS-BERG* AM SCHIESSBERG Om 'Si:s,bEag 1525\26 hinder dem schißberg Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021. 1654 a hinder dem Schießberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18'
331 Im Schüssberg 1894 Fln. im Bereich der Gartenstrasse und Schmelzweg.
332 Schiessgraben Schiesshaus L 1764 Galgenfeld Schiesshaus vor dem Thor Schiesshäuschen L 1764 Schiesshütte 1639 niedergebrannt
333 * SCHIESS-MAUER * 1654 a bey der schieß mauer Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
An der Schiessmauer 1894
Galgenfeld. Östlich der Zeilsheimer Strasse. Die Schiessnamen bezeichnen Örtlichkeiten und Anlagen, an denen in der Regel Schießübungen abgehalten wurden. Der Schießstand und die Schießmauer wurden 1787 von der Hofheimer Schützengesellschaft aus Mitteln der Gemeindekasse hergestellt. Im Hofheimer Stadtwald, etwa hinter dem Friedhof, liegen noch die ehemaligen Schützengräben.
334 * ALTE-SCHLOSS* AM ALTEN SCHLOSS Om 'aldè,SlOs 1529 hindter dem Schloss Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a. Slosche in Hoiffheim, Kellereiurkunde 15.Jh HSTA 106-5001 vor dem Slaiß Wi 1436
Das 'Alte Wasserschloss', das auch als 'Burg' bezeichnet wird. Etwa zur gleichen Zeit wie die Stadtmauer errichtet. Umgeben von einem Weiher und Garten. Früherer Sitz der Amtsvögte. Von Französischen Truppen in Mitleidenschaft gezogen. Heute sind nur noch Kelterhaus, Keller und die Außenmauern erhalten.
* SCHMELZ-WEG* SCHMELZWEG 'SmElts,ve:g
335 Am Schmelzweg Ehem.Fln. am unteren Teil der heutigen Straße 'Schmelzweg'.
Auf dem Schmeltzweg L 1764
Der Name ist durch die nahe liegende Eisenschmelze entstanden. Der Schmelzweg war schon in römischer Zeit eine befestigte Steinstrasse.
* SCHWARZE-BACH* SCHWARZBACH 'Svats,bax
Die Namen für den Schwarzbach sind zeitlich und örtlich verschieden. Im frühen Mittelalter wurde sein Oberlauf 'Cruofdera', später 'Kröftelbach' genannt. Auch 'Niedhuser Bach'. Ab 1700 'Dattenbach'. In Hofheim waren auch die Namen 'Floßbach', 'Flutbach' und 'Bleichbach' bekannt. Noch im 19. Jhd. zwischen Kriftel und Hattersheim als Goldbach bezeichnet, wenn auch J.H. schon im 19. Jhd. den Schwarzbach erwähnt.
336 * SCHWEIG-HART* IM SCHWEIGERT SvaIgèd 1654 im Schweickert Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124 1654 Wi im Schweickhert Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.109' 1654 Wi im Schweigert Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'
Warthfeld. Zwischen Bauerlöcher Wiesen und dem Wald gelegen. Auch SCHWEI-GART, von ahd. swiege, mhd. = sweige, oft einzelstehender Viehof, Weide.
337 Swicharten Pl 1456 Zu ahd. biswih, List, Trug; mhd. swich, Betrug, Schaden. Der Namen erinnert daran, daß mit dem Grundstück ein Betrug stattgefunden hat. Swyechart HSTA 106-5001 Kellereirechnung
338 * SCHWEMME-BACH* 1654 bey der schwembach Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.40
Gestautes Wasser, in das Tiere, besonders Pferde, zur Reinigung und zum Baden getrieben werden.
339 * SELZER-BIRN-BAUM* Hof Hausen SELTZERBIRNBAUM 'sEltsè,bIan,baUm
340 * SIEBEN-MORGEN * 1316,K. 14.J a an den sibin mG Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66
341 by dem Slage 1457 by dem nuwen Slag Wg 1460
In der Regel benennt Schlag einen begrenzten Bezirk, meist ein Waldstück, das für den Holzeinschlag bestimmt war.
342 da dy Slyfemole ufsteet 1450 Schleifmühle
343 der Spenne Wingerten Wg 1460
Zu mhd. span, Streitigkeit, Zerwürfnis. Verweis auf einstigen Zwist um das Grundstück.
344 an der Spytzen 1459 Keilartiges Stück Land.
345 * SODER-GEWANN* SOEDERGEWANN ,sÖdè'gèvan
Warthfeld. Sumpfige Stellen im Feld.
346 * SPEIER-BAUM * 1654 a bey dem Speyerbaum Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.19'
Speierlingsbaum dessen Früchte als Zusatz bei der Apfelweinherstellung verwendet werden.
347 die Stainstraiße im Galgenfelde 1477
Vermutlich die Strasse, die nach Zeilsheim führt.
348 * STEFANS-BERG * 1654 vf dem Stephansberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.16
uff dem Steffelberge H 1496
Nach den Besitzern, dem Stift St.Stephan in Mainz benannt. Auf dem im Volksmund genannten 'Stebbesbersch' wird die Keimzelle Hofheims vermutet. Ein anderer Name im Volksmund lautet nach dem Mainzer Vorbild 'Kästrich', d.i. Lager.
349 * STEG-KREUZ* AM STEGSKREUZ Om 'Sde:gs,grOyts
Warthfeld. Der Name entstand durch den Steg (Steig, schmaler ansteigender Pfad) und dem Feldkreuz, welches dort gestanden hat.
350 * STEIN-BERG * AM VORDEREN STEINBERG Om 'SdA:,bEag 1579 im steinbergk Q6467 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 322. 1654 a im Steinberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7 1654 im steinber od: biener Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.104 1654 im steinberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'
Warthfeld. Steinige Bodenbeschaffenheit. Daran erinnert heute die Strasse 'AM STEINBERG'
351 * STEIN-KREUZ * AM STEINERN KREUZ Om 'SdaInèn,grOyts
am steinernen Creutz
Galgenfeld. Die Flur befand sich an der Ecke der Zeilsheimer-/Niederhofheimer Strasse. Dort stand auch das Kreuz.
352 * STEIN-RUTSCHE * Hof Hausen 1654 a vf der Steinritz Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'
Aufm Steinrütsch n.Dilich 1607/1609
Natürliche, größere Steinansammlung.
353 * STOCK* 1654 a beim Stock Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.26 1654 a beim stock Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6 1654 a bey Stock Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22
Der Name hat ein breites Bedeutungsspektrum. Vor allem in Frage kommen: Stock; Baumstumpf, Baumstamm; Opferstock; Bildstock; Schlagbaum. Möglicherweise ist der Name hier eine Kürzung für den Hofheimer Heiligen Stock.
354 * STRASSE* 1654 a vf die Straß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10' 1654 a vf die straß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2
Eventuell ist die Steinstrasse nach Zeilsheim gemeint ?
355 auf dem Streuchenacker 1607/1609 n.Dilich
Heute das kleine Waldgebiet am Hof Hausen, rechts der Strasse nach Kelkheim.
356 ane der Strümpflache Wi 1444 Vermutlich liegt ein Formenname vor.
357 am Stuckborn Wg 1477
Stuck meint ein bestimmtes Stück Land. Ein Grundstück, welches den Namen für den Brunnen gibt.
358 * STUERMIS-BACH * 1387 vff der stürmisbach Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.
in der Stormesbach 1456
359 * SULZBACH-PFAD* SULZBACHERWEG 1437 an dem soltzpecher phade Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215. 1437 obendig des solczpecher phades Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.
Soltzpacher Phait 1484 Sulzbacher Pfad
360 * TANNE-HECKE* TANNHECK 'tan,hEgè
Tann. Hofheimer Walddistrikt in der Langenhainer Gemarkung.
361 * TASCHE * 1654 in der däsch Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'
an der Thaschen Wg 1460
die Thesche Wg 1486
Aus dem Ertrag ging 1 Gulden an das Kloster Tiefental im Rheingau.
362 * TASCHE-BERG* 1654 im däsch berg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.62
363 * TASCHE-WEG * UEBER DEM TESCHWEG yvèm 'dES,ve:g
Deschweg am understen Deschwege Wg 1466 ane dem obersten Desswege 1436
Der Weg ist der heutige RÖDERSTEINWEG am oberen Kapellenberg. Es handelt sich um einen sogenannten Formennamen, der meist für beutelartige Ausbuchtungen und Vertiefungen im Gelände benutzt wird. Andere Deutungen sind deschen=verloren, Tesch= Narr. Nach Meinung von G.K. haben die 'Deschen' die Osterfeuer den Berg hinabrollen lassen.
364 * TOR* Warthfeld VOR DEM TOR fOam 'dOa:
365 * TOTEN-KOPF* TOTENKOPF 'do:dè,kOb
Südl. HOF HAUSEN VOR DER SONNE. Bedingt durch den negativen Bewuchs auf teilweise sandigen Böden, ist die Form eines Totenkopfes zu erkennen.
366 * TOTEN-KOPF-GRABEN* Hof Hausen TOTENKOPFGRABEN 'do:dè,kOb,grO:vè
367 * TRAUBEN-HUETTE-WEG* TRAUBENHUETTENWEG Erinnerung an die Weinberge in diesem Gebiet. 'draUbè,hydè,ve:g
368 an den Münsterer Ulmen Wasserdurchlass unter der Strasse nach Kelkheim.
369 Untermühle Gebaut um 1600. Banmühle für Hofheim und umliegende Orte. Bis 1877 auch Ölmühle. Erste mit Dampf betriebene Mühle, später Lederfabrik.
370 * UNTER-PFORTE* 1654 Wi bey der vnderpforten Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'
by der Underpforten H 1495
* UNTER-TOR* AM UNTERTOR Om 'Unè,dOa
Bisher sind 4 Öffnungen der etwa 1354 gebauten Stadtmauer bekannt. Haupteingänge waren das Obertor im Norden sowie das Untertor im Süden. Im Westen war ein Durchlass am Schlosserturm. Der 4. Durchgang war vermutlich die sogenannte Katzenpforte, womöglich nur eine schmale Öffnung. Der Überbau des Untertores, auch Fischertor genannt, diente als Gefängnis. 1817 abgebrochen. Gleichzeitig wurde der 2 Morgen grosse Haingraben vor der Mauer für 800 fl., veräussert. Zur Bewachung der Stadt waren zeitweise 2 Pförtner und 4 Scharwächter eingestellt. Die Bezahlung erfolgte durch das sogenannte Wächtergeld, das jeder Hausgesess zu zahlen hatte.
371 * VORDER-HEIDE* VORDERHEIDE 'fOadè,hA:d
Warthfeld. Großes Flurstück von der alten Zeil, bis zum Lieserweg.
372 * VORDER-PFAD * 1654 a vf dem pfordern pfadt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.86
373 * VORDER-WARTE * VORDERWART 'fOadè,vA:d
Warthfeld. Die Flur befand sich im Gebiet der heutigen Strasse Vorderwart, und der Altenhainer Strasse. Hier ist auch der Vorderpfad zu vermuten.
374 * WALD * 1654 am waldt Ehem. Fln. am oberen Kapellenberg Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4
375 Waldt Heuser 1607/09 n. Dilich
WALD VOR DEM TOR Hof Hausen
376 * WALD-ECKE* Floßwald ? DIE WALDECK di 'vald,Eg
377 DIE WALDECK UND FELD Hof Hausen
378 * WALD-WIESE * WALDWIESE 'vald,vi:sè
379 AN WALD UND WIESE Hof Hausen
380 uff dem Walle H 1498 Teil der Stadtbefestigung
381 * WARTE *
1654 Ahn der wardt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4' 1654 an der wardt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8'
uff der Wart da die Steyn off liegen Wg 1492 Steinberg ane/by/off der Wartte Wg 1439
Warthfeld. mhd. warte = spähendes Ausschauen; von einem erhöhten Platz oder Gebäude.
382* WARTE-FELD * 1654 wardtfeldt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'
Warte Felde 1476
383 * WASCH-BORN * 1654 Wi bey weschborn Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.25
Waschborn St 1723
Im Klingen. Der Namen bezieht sich auf ein Flurstück auf dem Wäsche zumeist in fließendem Wasser gewaschen, und anschließend gebleicht wurde.
384 Wederost Wg 1458
Wed bezieht sich auf künstlich angelegte Gewässer. Wassergrube, hier vermutlich zum Flachs rösten. Eine Umdeutung von Röst zu Rost gibt es häufig. Je nach Verfahren ließ man den Flachs im Wasser verrotten. Er wurde solange feucht gehalten, bis seine weichen Bestandteile weggefault waren.
385 im Weidenklauer Heute steht ein Seitenflügel des Kurhauses dort.
386 am Weiler
Gebiet rechts der Kurhausstrasse. Alte Bezeichnung für Gelände, dann für kleinere Ortschaften oder Gehöfte.
387 Am Wegweiser
Gabelung der Reifenberger Strasse und der Niederhofheimer Strasse. Dreispitz mit geometrischem Stein.
388 am Wehrholz Urkunde des Klosters Arnsburg 1371
Wehr, von Gewährung, meint ursprünglich das Nutzungsrecht eines Bauern an der Allmende. In diesem Falle ein Waldstück. Ramge gibt an, erst in späterer Zeit hätte sich Wehr im Sinne von 'Landwehr' vermischt. Der Namen läßt sich auch nicht eindeutig von der Bedeutung 'Stauwehr' trennen.
389 * WEIHER * AM WEIHER Om 'vaIE
Der Weiher lag am Ende der Sodener Strasse.
390 * WEIHER-WIESE* 1654 Wi bey dem weyer wiessen Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.31
391 * WEISSE-SCHLEIFE* 1525\26 by der weissen schlayffenn Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.
Zu mhd.sleifen, gleiten. Das Adjektiv deutet auf eine winterliche Schleifbahn.
392 * WENDLING * 1654 hinderm wendelin Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.47 1654 im wendling Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.33
Im Wendeling 1894 Hochfeld im Welling mda. Wendling
Hochfeld. Fln. oberhalb der St. Wendelinskapelle
393 * SANKT - WENDELIN* 1555 a hinder sant wenling Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50'
by ste Weldeling 1444
by St. Wendeling als man gein Marxheim ußer gehet Wi 1479
Bis 1910 stand die St.Wendelinskapelle am Weg nach Marxheim, an der Lorsbacherstrasse. Schutzheiliger für Vieh und Feld.
394 vber den Wesebader Weg 1477 Verlängerung der Breckenheimer Strasse
395 by den Arnsburger Wesen 1465 Wiesen des Kloster Arnsburg
396 die nüwe Wesse undenwendig hoffeheim Wi 1433 unterhalb Hofheim nuwe wiese nyedewendigk der stad hoffheim und aller nehst ane dem Broel gelegen.
* WIESBADEN-PFAD* 1654 a vf den wissbater pfatt Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10
* WIESBADEN-STRASSE * 1654 an der wißbader Straß Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.52'
397 * WIESE-BACH* WIESENBACH 'vIsèn,bax
398 * WIESE-BORN * 1654 vf den weßborn Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12'
399 Wiesenmühle
Die 1617 als Hirsen-Öl- und Lohmühle erbaute Hirschmühle, spätereWiesenmühle, stand am Ortsausgang auf der rechten Seite der Lorsbacher Strasse. Heute Privatstrasse. Von1890 -1970 Lederfabrikation. Der Abbruch erfolgte 1976.
400 * WIESE-MUEHLE* BEI DER WIESENMUEHLE baI dè 'vIsè,my:l 1654 Wi bey der wiessen muhl Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'
401 * WIESE-MUEHLE-GRUND * IM WIESENMUELLERGRUND Im 'vIsè,mylè,grUnd
im felde gen Wilebach 1470
402 * WINGERT-STRASSE* WINGERTSTRASSE 'vINèd,SdrO:s
Erinnert an die Weinberge am Kapellenberg.
403 * WITZ* IN DER WITZ In dè 'vIts 1654 Wi in der witz Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'
Hoppenstück in der Witz ahn der Stadtmauer. L1764
Die Witz erstreckte sich vom Untertor bis zur Wilhelmstrasse. Heute erinnert noch der Strassenname, an die dicht bei der Stadt gelegene Flur. Möglicherweise in der Bedeutung von Wiese, Weizen oder eher als ein Platz, der mit dem Holztransport zu tun hatte. Siehe dazu, "In der Witz", gibt's nichts zu lachen.
404 * WOLFS-KAUTE* mda. Wolfsschlucht 1555 vff der wolffs kautt: Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51 106-5001 uff der Wulffe kuten Wg Kellereirechnungen
405 Wulffen Hecke genant der Struch 1478 Gehölz
Die Wolfsschlucht verläuft etwa ab der 'Weißen Brücke' ca. 300 m. hoch in den Wald. Struch= Struth, Gesträuch, Dickicht. Bei der Wolfsjagd wurden Wölfe in eine Schlucht getrieben und dort erschossen.
406 * ZAUN* 1654 Wi in den Zeun Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'
Evt. v. Bannzäun. Ortsbering der den Bezirk durch einen Zaun einfriedet, begrenzt.
407 Zehnmorgengelände
Hochfeld. Flurstück, das nach seiner Größe benannt wurde. Nach G.K. fiel das Gelände bei der Feld-Konsilidierung an Hofheim.
408 * ZEIL * KLEINE ZEIL 'glA:,tsaIl 1555 a In Zeillen Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50' 1654 vf der Zeilln Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.31
Zyle, in der Gt 1460
Hier ist vermutlich das Gebiet der heutigen 'Zeil' anzunehmen, im Gegensatz zur 'Alten Zeil' s.d.
409 Am Zeilsheimer Weg
ane Zilßheimer pade
an der Zilßheimer Straßen 1470
410 * ZEILSHEIM-FELD* 'saIsèmè,fEld 1316,K. 14.J a In campo versus Zilfheim Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66
AUF DAS ZEILSHEIMER FELD STOSSEND
Galgenfeld. Hier treffen die Fluren von Hofheim, Kriftel und Zeilsheim zusammen.
* ZEILSHEIM-FELD * 1437 off dem felde geyn Zylsheim Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.
gein Zilßheim 1443
411 an den Ziegelhuetten An der Langenhainer Strasse
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