Flurnamen

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FLURNAMEN VON HOFHEIM AM TAUNUS

 Die Hofheimer Feldgemarkung war in die drei Feldbezirke; Warthfeld, Hochfeld und Galgenfeld eingeteilt.  Von insgesamt über 730 Bezeichnungen die sich im Laufe der Jahrhunderte durch unterschiedliche Schreibweisen, Differenzierungen auf Grund verschiedener Adjektive teilweise wiederholen, sind hier 411 Belege durch Nummerierung gesondert gekennzeichnet. Davon entfallen 234 Namen auf Äcker, Wiesen, Gärten, Weingärten und Placken. Auf Straßen, Wege und Plätze fallen 60 Namen. Bauwerke, davon einige innerstädtische Objekte, sind mit 59 Namen belegt. Bezugnehmend auf Gewässer, Gräben und Brunnen, wurden 32 Bezeichnungen gesammelt. Die restlichen 23 Flurnamen beziehen sich auf Waldgebiete. Die Schreibweisen wurden eins zu eins aus den Sammlungen übernommen. Die phonetische Transkription aus der Sammlung der Universität Gießen wurde für Sprachinteressierte beibehalten. Ebenso die Quellenangaben aus dem hessischen Haupt Staats Archiv (HSTA). Die Beschreibung der Namen erfolgt im minimalistischen Telegrammstil. Wohlwissend, daß innerörtliche Namen eigentlich keine Flurnamen sind wurden sie, sofern sie historische Aussagekraft besitzen, aus den Sammlungen mit übernommen. Ein großes Gebiet ist heute überbaut, wie zum Beispiel das Hochfeld, von dem keine einzige Flur mehr erhalten ist. Teilweise erinnern noch Strassennamen an die ehemaligen Flurgebiete. Insgesamt werden heute nur noch 65 der alten Flurnamen benutzt. Diese Zusammenführung der 4 Sammlungen dürfte die umfangreichste Flurnamensammlung von Hofheim sein.

Flurnamen die durch Kreuze gekennzeichnet sind, habe ich freundlicher Weise von der Universität in Gießen erhalten. Dort wird seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Flurnamenforschung betrieben. Die zur Zeit aktuellen Flur- und Straßennamen sind mit Blockschrift und Fraktur gekennzeichnet. Leider wurde manche Formatierung bei der Übertragung der Seiten verändert.

Namen mit Abkürzungen L= Lagerbuch,  St= Steinbuch 1723 sind aus der Hofheimer Chronik Heft 1, bearbeitet von Jughenn und Staab entnommen. Ebenso wurde von diesen Herren das Katasterbuch von 1687 benutzt. Belege mit den Jahreszahlen von 1425-1500 stammen aus den Hofheimer Gerichtsbüchern von H.U.Colmar und N.Firle. Nach einer Karte von Dilich, sind 8 Namen verwendet. Die Flurnamen mit dem Datum von 1894 sind auf 12 Kartenausschnitten 1:1000 im Stadtarchiv vorhanden. Leider sind diese Karten nicht komplett, was für die Feststellung der Lagen von Nachteil ist. Weitere Literatur; Hans Ramge: Südhessisches Flurnamenbuch. Joseph Kehrein: Nassauisches Namenbuch sowie Volkssprache in Nassau. Ein Teil der Bezeichnungen stammen aus dem ungedruckten Archiv Kyritz. DWB von Jacob und Wilhelm Grimm.

Die Abkürzungen: Fln.-Flurname, H-Haus, Wi-Wiese, Wg-Weingarten, Pl-Placken, Gt-Garten, kleines a und keine Bezeichnung -Acker. WI-Wiesbaden. mhd. mittelhochdeutsch; ahd. althochdeutsch; fnhd. frühneuhochdeutsch; mda. mundart; G.K.- Gustav Kyritz; J.K.- Joseph Kehrein; J.H. - Joseph Heuser.

 

 

1 an der Almey       1456

 Soviel wie Allmende (allgemein), bezeichnet in Gemeindebesitz befindliches Land, das von Ortsbürgern in genau festgelegter Weise genutzt wurde. Meist dicht am Ort gelegen.

 

2* ALTE-BACH*                           

AM ALTEN BACH                          

Om 'A:lè,bax                                     

Ehemalige Mühlgasse, früheres Bachbett des Mühlbaches. Der Bach floß vorbei an Ober- und

Untermühle, und nach passieren der Kirchgarten Straße wieder in den sogenannten Flutbach.

 

3* ALTE-BAUM-STUECK *       Hof Hausen

DAS ALTE BAUMSTUECK               

das 'aldè,baUm,SdIg

 

4* ALTE-BIRN-BAUM*      

AM ALTEN BIRNBAUM                  

Om Aldè 'bIan,baUm

 

Ehemaliger  Fln. im Warthfeld. Heute Straßenname am Steinberg.

 

5 * ALTE-BLEICHE*           

ALTE BLEICHE

'aldè ,blaICè

 

Früher Wäschebleichplatz im Gebiet des heutigen Busbahnhofes.

 

6 Alte Straß               L1764, St 1723

 

 Straße nach Zeilsheim. Der von den Römern angelegete spätere Elisabethenweg.

 

7 * ALTE-ZEIL*

DIE ALTE ZEIL                               

di 'A:l,tsaIl

 

Zeilgewann

 

Warthfeld. Grenzweg zwischen den Fluren 'Hundshag' und 'Vorderheide'. Ahd. zila - Zeile, Reihe. mhd. zile, zil- Reihe, Linie, Gasse. Bäume in einer Reihe, Linie. Daneben steht mhd. zil für Dornbusch, Hecke.

 

 8 * ANGEL*                       

IM ANGEL                                        

Im 'aNèl

1555 Wi Im Angel

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50

1654 Wi im Angel

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

 

inne dem Angel    Wi  1446

uffem Angel          Wi  1470

Angell                     St   1723

 

Aus dem germanischen  anger, ´Grasland`. Bedeutungsspektrum erweitert sich zu Ackerland, Versammlungsstätte, Marktplatz. Meist aber bezieht sich die Bezeichnung auf dorfnahes Wiesengelände mit Allmende Merkmalen. IM ANGEL, heute ein Straßenname in der Innenstadt. Die Flurbezeichnung 'Im Angel', findet man jedoch 1894 an der Hattersheimer Strasse, an der Grenze zu Kriftel.

 

* ATTICH-GEWANN*          

ATTIGGEWANN                              

'adIC,gèvan

1654 a in der Atiggewan

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18

 

Hochfeld. Attig meint den Zwergholunder wie auch einen Abzugsgraben. Aus einem keltischen Lehnwort wird atech, atich.

 

10 Atzmühle             Die obere Atzmühle erwähnt 1433, als über 100 Jahre alt.

                                   1709 kam die untere Mühle hinzu.

Von 'atzen', beköstigen. Auch die Elster wurde Atzel genannt.

Banmühle für Marxheim. 1981 abgebrochen.

 

11* ATZ-MUELLER-GRUND*            

IM ATZMUELLERGRUND    ?????????                 

Im 'atsmIlè,grUnd

 

Wiesen im Lorsbachtal

 

12* ATZ-WIESE *

WIESEN IM ATZMÜLLERGRUND

1654 Wi in der atzwissen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15'

 

13  IN DEN ATZMÜLLERWIESEN

 

14 die Etzelswesse obendig hoveh.  Wi   1433    J.K.  Etz=Weideplatz, Wesse = Wiese

hetzels wiese obendig der Stad Hoefheim und der obern mulen aller nechst by dem  boel gelegen    J.K.  

Hetz = Elster           

 

15 Atzmühlenweg   ehemaliger Weg von der Lorsbacherstraße (an der bis 1954 gestandenen Zigeunereiche rechts ab zum Fabrikgelände der ehemaligen Atzmühle/ Kapselfabrik, an den alten Gebäuden vorbei hinauf zum HEINRICHSWEG).                    

 

16* AU-RAIN *                         

IM AREIN  

Im 'A:raIn

1579 Im aurein vgl ARRAIN

Q6468 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 323.

1654 Wi in dem Arrein

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'

1654 Wi im marein

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'

 

17 Wiesen im Arein

 

18 Am Amreyne by den Hern         Wi   1481

 

Wiesen am Schwarzbach in der Nähe der Burkardtsmühle gelegen. Ar steht für den Bach und Rain bezeichnet den Rand eines Flurstückes. Hier Uferhang und Waldrand. Der Zusatz 'by den Hern', deutet auf ein Grundstück der Herrschaft hin.

 

19* BACH *                      

1437 hinsit der bach                                                   diesseits der Bach

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

1654 a vf die bach

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'

1654 Wi zwischen den bächen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

 

20 an der Badelau 1451               

 

Vielleicht Badeplatz am Bach. Ein Zusammenhang mit Badelaube, einer alten Bezeichnung für die Bolaben Wiesen möglich. s.dort.

                                                       

 21 by der Baitstoben                   H 1426

     by der alten Baitstoben         H 1484  

 

22 Hinterm Bahn                             1894              Hochfeld

 

23 Banweg                                    St  1723       

 

Weg zu den Banmühlen im Lorsbachtal. Die einzelnen Ortschaften waren gezwungen (gebannt) ihr Getreide in bestimmte Mühlen zu bringen.

 

24* BAUER-LOCH*

IM BAUERLOCH

'baUè,lOx

1555 a Im bauerloch

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50'

1654 a zu bauerloch

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

1654 a zu baureloch

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'

 

Buerloch by dem Lindenborn  1487

 

gein Burlach zu                        1426

 

Baldemarus,Vizepleban von Hofheim, schenkt dem Kloster Arnsberg 1301 eine Hofstätte und Äcker in der Gemarkung Burlachins. Ausgegangenes Dorf zwischen Hofheim und Münster.

 

* BAUER-LOCH-FELD*                

1387 vff dem felde gen burlachen

Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.

1437 vff dem felde gein burlachen

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

1654 Bauerlöcher felde

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124

1654 a vber den bauerlöcher pfadt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.19'

 

25 Bauerlocher Pfad           erwähnt 1578

 

26* BAUER-LOCH-WIESE*

BAUERLOECHER WIESEN

'baUè,lÖCè,vIsè

1654 Neben dem bauerlöcher wissen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

1654 neben dem baüerlöcher wissen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

 

27 ane dem Berghe           1440           Vermutlich der Kapellenberg.

     vor dem Berg        Wg   1481           

 

28 Bernhartswesen    Wi  1492              Besitzername. wesen-wiesen.

 

29* BERG-WINGERT*                        

1316,K. 14.J a hindir bergwingarhin

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

K,14.Jh. zu bergwingartin

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

Weingärten am Kapellenberg.

 

30* BETT-ZUEGE*

'bEd,tsUx

1316,K. 14.J b : der bette zichin

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

1437 an der betzichen

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

 

PETTZOG

 

Warthfeld. Rechteckiger Acker in Form eines Bettbezuges.

 

31* BEUNE*                                        

1654 a vf der bein

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10

 

Für den vornehmlichen Anbau von Sonderkulturen vorbehaltenes Privatgrundstück-meist Flachs oder Rüben-, das aus der Allmende herausgenommen wurde.

 

32* BIEGE *                                     

1654 vf dem biegener

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

 

bye dem Byegener 1460

 

Bedeutet Biegung, Krümmung als auch Beugung und Neigung. Flurstück, das an einer Wege oder Bachkrümmung liegt. Vielleicht identisch mit der Flur Krümmling.

 

33*BIENER*

AM BIENER

Om 'bi:nè

1654 im steinber od: biener

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.104

1654 a vf dem bienner

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57'

 

Gelände am vorderen Steinberg auf dem Bienen gezüchtet wurden. In manchen Ortschaften gab es auf gehegten Gundstücken, mehrere hundert von Bienenstöcken, die besonders in der Zeit des Mittelalters hohe Wertschätzung fanden. Vor der Entdeckung Amerikas war der Bienenhonig das einzige Süßmittel; auch der Bedarf an Wachs für die Kirchen und Klöster war sehr hoch. Heute erinnert die BIENERSTRASSE an dieses Gebiet.

 

34* BILD-STOCK *

AM BILDSTOCK

Om 'bIld,SdOg

 

Hochfeld. Ehem. Fln. in der Nähe des Kreishauses. Der Bildstock stand an der heutigen Römerstrasse. G.K.

 

35* BITZE*

1387 In der bytze                          

Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.

 

under der Bitze      Wi      1440

 

Vergleichbar der Beune, ursprünglich eingezäuntes Sonderland. ahd. bizuna, mhd. bitze, Baumgarten, Obstanbau. Nach J.K. Grasgarten, Krautfeld. Grimm, aus bizunia Bannzaun=eingefriedeter Ort.

 

36* BOLABEN *

BOLABEN

'bO:lA:vè                                     

In den Bodenlaben

Bolawe

Bollaben

badenlaube Wi          Der Zins geht 1466 an Sant Petern in Mainz.

 

Wiesen im Lorsbachtal, bei der Krebsmühle. Kaum zu klärender Name, da mehrere Bedeutungen zutreffen könnten. Zu ahd. bodam, mhd. bodem, Boden, Grund. Boden bezieht sich auf tiefer gelegenes Land. Bohle; Bulle; Boll, angeschwollen, erhöht; lawe: Lohe, laben, erquicken, auch Au. Lab grundsätzlich auch für das säuerliche, hier die Wiese. Der Name kann auch die Bedeutung von tiefer gelegenem Boden haben, der von Wasser bedeckt ist. Auch Bassin, Wanne ist eine der Erklärungen. Grimm erwähnt unter Bollweide die Pappel. 1788 überließ die kurmainzische Landesregierung die Bolabenwiesen der Hofheimer Bürgerschaft für 6 Jahre, unter der Auflage der Trockenlegung. Heute Naturschutzgebiet.

 

37 am alden Borne         1444

     by dem Born         H  1485

 

Innerhalb der Stadtmauer gab es etwa fünf gemeine Brunnen.

 

38* BORN-BERG*

1525\26 Im bornberge                               

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

 

39* BORN-LACHE*

DIE BORNSLACH                               

di 'bOans,lax

 

Waldstück am Fuße des Kapellenbergs. Kurz vor der Viehweide. Lache- kleineres Gewässer, Feuchtgebiet.

 

40 ahn den Bornröhren St 1723

    Ahn den Bronnenröhren

   

Brunnen, Ecke Haupt- Oskar Meyrer Strasse. An der oberen Ecke befand  sich bis um 1930   der  Samariterbrunnen. Zuletzt Standhydrant mit vorgesetzter eiserner Schale. Das Quellwasser wurde früher den Bornweg - die heutige Kapellenstraße- hinab, in Röhren vom Kapellenberg in die städtischen Brunnen geleitet. Vermutlich wurde das Quellgebiet Bornberg genannt. Weitere Brunnen befanden sich vor der Kirche, am Rathaus, in der Oskar- Meyrer- Strasse und in der Burgstrasse.

 

41* BORN-WEG*

1654 im bornweg             

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.54'

 

Borngasse neben dem gemeinen Turm nächst der Stadtmauer (Schlosserturm)

 

Benannt nach dem Brunnen an der Ecke der Stephansstrasse.

Ab Januar 1976, Borngasse = Kurhausstrasse.

 

42 auf dem Brand         Wohngebiet zwischen Born - und Krebsgasse. Hier lag auch der

                                         Brandweiher.

 

43* BREITE-WEG *                    

1654 a vf den breiten weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

1654 am breiten weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20

 

44 Breckenheimer Hohl   Vor dem Bau der Treppe in der BRECKENHEIMER STRASSE um 1925 war der Weg ein tief in das Gelände eingeschnittener Hohlweg .         

 

45 inne dem Bruch Wi   1478

 

46* BRUCH-WEIDE*

DIE BRUCHWEIDE                       

di 'bro:x,vaId

1654 Wi bey der bruchweidt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

1654 Wi bey der brugwaidt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'

 

Die Bruchweide lag in Höhe des Schwarzbachweges zwischen der Lorsbacherstrasse und dem Wald. Zu ahd. mhd. bruoch. Moorboden, sumpfiges Gelände.

 

47* BRUECKE*                         

1654 an der brucken

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67'

 

hinder der Brucken        Gt     1466

hinsyt der Brucken                  1484           

 

Brücke über den Flutbach in der Stadt. Erbaut 1912-14. Davor war es eine dreibögige Sandsteinbrücke aus dem Jahre 1584.

 

48* BRUECKE-GARTEN *            

1654 Wi der brücken garten genandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

1654 Wi im brucken gart:

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.21

 

49* BRUECKE-LACHE *     

BRÜCKENLACHE                                      Warthfeld

HINTER DER BRUECKENLACHE

hInè dè 'brygè,lax

 

50 am Brückengraben            St 1723 (Brückenlach)

 

51 * BRUECKE-WEG *     

1654 a vf den brücke weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11

 

52 * BRUECKEL*                                       Warthfeld

AM BRUECKEL

Om 'brygèl

 

unter dem Brueckelgen L 1764                 Warthfeld     

 

53 * BRUEHL *                 

1529 der Brwel genant                                           

Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a.          

1654 Wi im brüel

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

1654 Wi in dem brüel

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'

1654 Wi im bruel

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.26

 

in dem Bruele                                             Wi 1445

neben dem Bruel undewendig der Burg  Wi 1481

 

54 * BRUEHL-ACKER *               

1654 a der brüel acker genandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.120

 

55* BRUEHL-RAIN *                

1654 a neben dem bruelrain

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

* BRUEHL-STRASSE*

BRUEHLSTRASSE

'bry:l,SdrO:s

 

56* BRUEHL-WIESE *                        

BRUEHLWIESEN RECHTS,LINKS

'bryl,vIsè

 

Brühlwiese links vom Pfad                     Hier ist der Krifteler Pfad gemeint.

Brühlwiese rechts vom Pfad

 

Die Brühlwiesen befanden sich etwa zwischen der heutigen Elisabethenstraße und dem Schmelzweg. Mhd. brüel steht für die zum Herrenhof gehörige große Wiese mit Sonderrechten. In Hofheim nannte man die Wiese Oberamtswiese. Brühl ist die allgemeine Bezeichnung für Wiesen, besonders für sumpfig, nasse. Eine zweite Flur mit dem Namen Brühl gab es im Bereich der Cohausenstrasse.

 

57* BUCH*

IM BUECHEL              

Im 'by:Sèl

 

ahd. buohhila, mhd. büechel, Buchecker.

 

58 hinter der Buchen Wg    1445

     

59 Buchweiden     Unterhalb des Flosswaldes, an seinem Anfang. Eventuell identisch mit der

     Bruchweide.  

 

60 auf dem Büchner      L 1764            Warthfeld         

 

Buch, mhd. buoche, bedeutet Buchen, Buchenwald und Wald überhaupt. Der Namen des bei uns ansässigen germanischen Stammes der Bukinobanten, wird auf die Buche zurück geführt.

 

61 Bühel  1300 erwähnt     Zwischen Rossert und Staufenstrasse.

                                            ahd.buhil, mhd. bühel, Hügel.   

 

62 auf die Birken   L 1764

    

 in den Bürken Warthfeld.  Flurstück am Waldrand westlich des Lieserwegs.

 

63* BUETTEL-WIESE*              

1654 a vf die bittel wieß                                

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'

 

64 am Budelstuck   1465        (Büttel)

 

65 Büttelturm                         Turm in der ehemaligen Stadtmauer. Wohnung des Büttels.

                                                  Auch als Synagoge genutzt. Heute Weinlokal.                                          

 

66 hinder der Burg               H  1473

     

     vor der Burg                     H 1472

 

67 * BURG-GASSE *                           

1654 in der Bürck gassen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14

 

 inne der Burggassen an der Ecke    H 1487

 

68* BURG-GRABEN-STRASSE*

    BURGGRABENSTRASSE                       

    'bUaS,grA:vè,SdrO:s

 

 * BURG-STRASSE*

 BURGSTRASSE

'bUaSdrO:s

 

69 nach der Capellen       St 1723                     

 

70 Cruffteller Phade                      1484

 

Der Krifteler Pfad begann an der Ecke Hauptstrasse-Untertor und lief gesäumt auf beiden Seiten mit Pappeln, den Mühlbach entlang. Dicht an dem Rundbau an der ALTEN BLEICHE vorbei, führte der Weg in gerader Richtung nach Kriftel. Etwa 40 Meter nach der KIRSCHGARTEN STRASSE überquerte der Weg mit einem gewölbten Brückelchen den Mühlbach.

 

71 * DACHS-BACH  *                              

DAISBACH    

'daIs,bax

 

Teilweise Grenzbach zwischen dem Hofheimer Staatsforst und Eppsteiner Gebiet. Fließt in den Dattenbach, der dann ab Eppstein zum Schwarzbach wird.

 

72 * DACHS-BERG *         

AM DACHSBERG        

Om 'dags,bEaS

1654 im daxberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24

1654 in dem daxberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20

 

an dem Dasberge, (daißberge)   Wg   1436

ahn dem Kuhtrieb im Daxberg

 

Die Südseite des Kapellenberges zwischen der hinteren Kurhausstrasse und der Kapellenstrasse hieß früher Dachsberg. Der Name hat sich nur noch im Volksmund erhalten.

 

73* DELLE *               

1654 a durch die dell                                  

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15

 

Vertiefung, Talmulde, Bodensenke

 

74 auf dem Dörren Hof L 1764      Galgenfeld.  Der Namen weist auf trockenen Boden.

                                                              Auch Dorn kann gemeint sein.

 

75* DORN-HECKE *                        Hochfeld

AN DER DORNHECK

an dè 'dOans,hEg

 

76 an der Dreckkaut           Am hohen Abhang des Hochfeldes. Bis 1925 Sandgrube, danach

                                               mit Müll verfüllt.                      

 

77 * DREI-GRABEN-SCHLAG *    

DIE DREIGRAEBENSCHLAEGE.

di 'draI,grE:vè,SlE:S

 

Der Wald auf dem Kapellenberg ist in drei Schläge eingeteilt. Jeweils durch Gräben gekennzeichnet.

 

78 * DREI-SPITZE*

IN DER DREISPITZ                

In dè 'draI,SbIts

 

die Dreyspitz      1476

 

Die Spitze entsteht an der Gabelung von Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse.

Flurform ist hier namengebend.

 

79 * DREISSIG-MORGEN*    

AUF DEN DREISSIG MORGEN

'draIsIS,mOjè                                      

 

Zwischen Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse, kurz vor dem Hof Hausen.

Der Name erinnert allgemein an ein Feld auf dem nicht der Zehnte, sondern nur der Dreißigste erhoben wurde. Eine Hube bestand etwa aus 30 Morgen. Hube, Zinsgut, Bauernhof.

 

80 * ECHTEN *                

1654 a vf den ächten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

J.K. beschreibt die Hofheimer Flur 'Ächten' unverständlich: 'Nächte d.i. in Ächten'. Weiter zitiert er Grimm, der nach einer alten Urk. ahta, als ein freies, herrschaftliches, bischöfliches Grundstück bezeichnet.

 

81 auf dem Echler

 

82 * ECKE  *                  

1654 a in den Ecken

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10

 

Bezieht sich auf Lage oder Form des Grundstückes.

 

83* EDDERSHEIM-WEG *         

1654 a vber den Etersheimer weg                                Hochfeld

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'

1654 a vber den Edersheimer weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18

 

Ederßheimer Weck                         1494

 

84 durch den Eddersheimer Weg      1894               Hochfeld

85 Am Eddersheimer Weg                 1894               Hochfeld

 

86* EIGEN*

IM EICHEN                           

Im 'aISèn

1555 Wi Im Aigen

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51

1654 Wi im Eichen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20'

 

 

* EIGEN-GEWANN*              

1654 a vf die aig gewandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.101

 

Gelände des heutigen Kurhauses. Der Namen verweist in der Regel auf abgabefreies Eigengut, im Gegensatz zum Lehengut und zur Allmende.

 

87 Einsiedlerquelle    auf dem Kapellenberg.

 

88  ENTENPFUHL          

                 Waldgebiet im Hofheimer Staatsforst, zwischen Lorsbachtal und Judenkopf.

                                                                                      

89 ERLESUDER Waldgebiet im Hofheimer Staatsforst. Nordwestlich vom Judenkopf.

 

90  ESELSWEG           Weg von den Mühlen des Lorsbachtales in die Dörfer des Ländchens.

      Eselsweg II             Weg zu den Gärten des Wasserschlosses

 

91 Eselsgarten              Auslauf für die Esel an der Obermühle              

 

92 * FLAPPES-WALD *        

FLAPPESWALD

'flabès,vald

 

93 * FLOSS *

IM UNTEREN FLOSS

IM UNTERSTEN FLOSS

Das Floß

dès 'flo:s

1654 Wi im Floß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.113

1654 Wi im obersten fluß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

1654 Wi im understen fluß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

1654 Wi zwischen den flösen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12

 

 Das untere Floß befindet sich dort wo die alte Lorsbacherstraße auf die L3011 stößt.

       

94 IM OBERFLOSS         Wiesen im Lorsbachtal. Zwischen dem Wald und der

                                            Lorsbacherstrasse, etwa bei der Eissportstätte.

 

Floisch   Wi   1459

ime Floiß       1438

 

95  FLOSSWALD        1764        Am unteren Teil des Peterberges.

       Das Floss                 1863        Wald

 

Zu ahd. floz, mhd. vloz. Strömung. Gräben und kleinere Flussläufe. Der Wald hat den Namen von den beiden Fluren, 'oberes-und unteres Floß'. Unabhängig davon wurde das geschlagene Holz des Hofheimer Gemeindewaldes über Main und Rhein nach Holland geflößt.

 

 

96 * FRANKFURT-WEG *

1654 a vber den ffurter weg                                      Zeilsheimerstrasse

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

 

 Durch den Frankfurter Pfad      L 1764                Galgenfeld

 Frankfurter Straß                     L 1764                Galgenfeld

 

97 Ahn den Freyäcker               L 1764         Äcker des Königsteiner Freyhoffs   

     Oberen Freiäcker    Warthfeld   Links der Niederhofheimer Strasse, hoch zum Biener.

 

98  in dem Freyhoff                        Hauptstrasse, Ecke Taubengasse soll der abgabenfreie

                                                          Arnsburger Hof gelegen haben.

 

99 vor den Frohe Hern                Wg 1481

 

       by des Frohern Huße              H  1480

 

Zu mhd.vron, Herrschaft, Frondienst. ahd. fro, Herr. Die Namen deuten teils auf Herrengut, teils aber auch auf zu leistende Frondienste hin. Für Hofheim ist wie auch H.U.Colmar andeutet, Frohe Hern mit 'Frühherr' Frühmesser anzunehmen.

 

100 * FUENF-MORGEN*

DIE FUENF MORGEN                 Hof Hausen

'fynf,mOjè

 

Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke.

 

101 Frühmesserei     Grundstücke, die zur Ausstattung des Frühaltars der Kirche gehörten.

                                   Die Erträge waren für den diensttuenden Geistlichen, der die Frühmesse

                                   zu halten hatte bestimmt.

 

Erster Fußfall    St. 1723             Am Kreuzweg (Ehrenmal)

 

102 Gänseck mda.    Einbuchtung der Rosengasse mit drei Ecken.

 

103 * GALGEN *

1654 a bey dem galgen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23

 

104 uf dem Galgenberge 1450

 

Der Galgen wurde 1720 wieder aufgebaut. Er stand bis 1813, etwa beim Hofheimer Sportplatz.

 

105 * GALGEN-FELD *               

1654 Galckenfeldt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

im Galgenfelde 1471

 

106 * GALGEN-STRASSE*        

1654 a vf die golgen straß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14'

 

 * GALGEN-WEG *              

1654 a vber den galgen weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14'

 

107 am Gaische Berge   Wg  1465,  1491

       am Geische Berge   Wg  1465

       am Gaißwine           Wg  1491

 

Zu mhd. geisel, geischel, Geißel, Peitsche. In diesem Fall ein Formenname.

Geischel ist auch ein Maß. Der Arbeiter auf dem Frohnhof, durfte sich eine Geischel mitnehmen. Z.B. einen Arm voll (Heu).

Zu ahd. mhd. geiz, Ziege. Schwer vorzustellen, Weingärten als Weideplatz für Geißen.

 

108 uff der Gaßen         Wg   1429

 

109 * GEISS-GASSE*

1556 In der gaiß gaissen                 

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.76

1654 in der greiß gassen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8

 

 by der Geyse Gassen     1457

 

Die Burggrabenstrasse wird im Volksmund wegen der Hinterlassenschaften der dort angeblich gehaltenen Geißen, 'Kaffeegass' genannt. Vielleicht ist hier die Geißgasse

zu suchen.

 

110* GEMEINE-WALD*

GEMEINDEWALD                  

'gèmaIndè,vald

 

111 Gickelsberg   L 1764          Hochfeld. s.Haneckstrasse

 

112 * GIESSMANN*                        

1654 im gießman

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.20

1654 im gisma

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.128'

 

113 im  oberen Giessheimer

       im unteren Giessheimer

Fln. am oberen Kapellenberg. Hier lagen Weingärten, die

durchschnitten von kleineren Wasserläufen, sich bei

besonders starken Regenfällen zu Gießbächen entwickelten.

 

114 * GLEICHEN*

AUF DEN GLEICHEN                 

Of èm 'glaICè

1654 a vf dem gleichen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102

 

Warthfeld. Der Fln. bezieht sich auf ebene Flächen.

 

115 * GLOCKEN-GEWANN*

GLOCKENGEWANN

'glOgè,gèvan

1654 a in der glak gewandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

1654 a in der glockgewandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10'

 

* GLOCKEN-ZEHNT *          

1654 a im glocken Zehnen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.85'

 

ym Glock Zehen  1465

 

In 1764 wird das Glockengewann dem Galgenfeld zugeschrieben. Auch die Karte von 1894 bestätigt das. Die neueste Flurkarte führt das Glockengewann im Warthfeld. Vermutlich Kirchenbesitz. Eventuell kam der Ertrag dem Glöckner zu Gute.

 

 

116 * GOLD-BACH *                    

GOLDBACH

'gOld,bax

 

Einer der Namen für den Schwarzbach. Er mündet in Okriftel als Goldbach in den Main.

 

117 * GRABEN*

1654 a durch den graben           

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

1654 a vf den graben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11

 

 by dem Graben                             1451

 im dieffen Graben                        1476

 uff dem Graben gein burlach      1440

 

IN DEN GRÄBEN?????????

 

118* GRAUE-BORN*

AM GRAUBORN

Om 'graU,bOan

1654 a bey dem groenbrun                                          

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'

1654 a bey dem grohen born

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57'

1654 a beym groen born

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.42

 

Warthfeld. groen-alem.= Sand,Kies. Das Flurstück liegt direkt neben der Sandkaut.

 

119 GRAUER STEIN        Großer Quarzblock, überrest aus der Eiszeit, evtl. Grenzstein

 

Die Bezeichnung 'Grauer Stein' war früher allgemein als ein Markierungspunkt bekannt, an dem von alters her mehrere Gemarkungen aufeinander stießen und der in alten Lagerbüchern häufig erwähnt wurde. Der kleine Menhir am Kapellenberg läßt sich in eine Reihe mit anderen sogenannten 'grauen Steinen' einordnen, die entlang der Grenze zwischen Niddagau und Königssundragau liegen.

 

120 Grünhart  1607/1609  n.Dilich  Waldiger Höhenzug am Hof Hausen.

 

121 * GRUND *            

1316,K. 14.J a ubir dem Grunt

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

 

ym Grunde                        1433

 

im Grunde by den Hern   1440

 

                                   Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen sind hier namengebend.

 

122  Grundlach          Gemarkungsteil auf dem hohen Felde in der Nähe des Eisenlagers in

                                    der  ehemaligen Sandkaut.                 

 

 

123 AN DER HAID                                     Hof Hausen

       

      Heuser Heide                                         1607/09     n. Dilich

 

124 DIE HAID                                             Hof Hausen

 

125 * HAIN  *                  

1654 in dem hain       

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.33'

1654 Wi im hain

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.16

 

ahd. hagan, Verhau, gehegter Wald; der eingefriedete, umhegte Ort.

 

126 * HAIN-ECKE-WEG*

HANECKSTRASSE

AM HAHNECKERWEG          1894

Om 'ha:n,Egè,ve:g

1654 a vber den hannecker weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9'

1654 a vber hanecker weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1

1654 a vf den hanecker weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1

 

Entstanden aus dem überlieferten Heideneck. G.K.; Heidenäcker  J.H.; Mit Heiden waren die Römer gemeint. Häufig ist Hahn aber auch von Hünen, verderbt im Volksmund abgeleitet. Der Namen ist nur schwerlich zu deuten. Möglicherweise kann er aber auf Hain zurückgeführt werden. Die Umdeutung zu ahd. hano, mhd. han, dem Vogel, ist wahrscheinlich erst später entstanden.

 

127 Hahnenberg                     L1764    Hochfeld

       Hahnenberg                        1894

 

128  uff der Hunen Muern         1459    Hochfeld

 

129 HAMMERMÜHLE                 Ehemaliger Eisenhammer im Lorsbachtal.

       Eisenhammer                          Wiesen zwischen Hammermühle und Lorsbach.

 

130  Hammermühlgraben              Abgezweigter Graben vom Flutbach.

 

131 auf der Hand                           Warthfeld. Links der Niederhofheimer Strasse.

 

132 * HANG *                                Waldgebiet auf dem Kapellenberg.

DER HANG

dè 'haN

 

133 * HART*                                                   

1579 vff der hartten                                           

Q6465 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 321.

1654 vf der harten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8

 

Harte Erd              L 1764         St 1723

 

uff der Harten Ernne 1459

 

Hartenahl                          Hochfeld. Minder gutes Ackerland. Haart ist gerodeter Wald.

 

134 * HASEL*

AUF DEM HESSEL               

Om 'hEsèl

1654 a vf d: hessel

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.29'

1654 a vf der heselß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.116'

 

Auf dem Hassel

 

Galgenfeld.Verdankt den Namen, Haselgesträuch.

 

135* HASEN-SPRUNG*

AM HASENSPRUNG                                     Warthfeld

Om 'hA:sè,SbrUN

1654 a am hasensprung

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

 

136 * HASEN-STOCK *    

1654 a beym hasenstock

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.132

 

137 * HATTANER *      

1525\26 vff der Hattanern

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

 

uff der Hattemern  1430

 

Zu harte Erd oder harte (schwere) Ernte.

 

138 Haucke-Bergelche mda.   Steiler Weg zur Rossertstrasse.

 

139 * HAUSEN  *                                                Hof Hausen

1654 a vf die heuser Marck       

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124

 

Mark - abgegrenztes Gebiet.

 

140 * HAUSEN-FELD*

1654 a bey dem heuser feldt      

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'

1654 a vf d: heuserfelt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10

 

Häuserfeldt   L 1764           

 

141 * HAUSEN-HOF-GRABEN*

AM HAEUSERHOFER GRABEN

Om 'hOysè,hÖvè,grA:vè

 

Vereinigt sich mit dem Rinnsal aus den Bauerlöcher Wiesen, und führt ab der Zeilsheimer Grenze den Namen Welschgraben. Fließt bei Sindlingen in den Main.

 

142 * HECKE*               

1654 Wi an der hecken

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.25

 

 

145 * HEGE-WEIDE*

HECKENWEIDEN                  

'hECèl,vaIdèn

1555 Wi vff der heck waide

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50

1654 bey der heckweydt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

1654 bey der heck weydt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'

 

uff der Hecke weyde by der holen   1451

by der Heckweyde                      Wi  1468

 

146 * HEGE-WEIDE-GARTEN*

1654 Wi der heckweyder garten                                 

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.90

 

Die Heckweide lag zwischen Wilhelm- und Lorsbacher Strasse.

Eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke. Mit einem Hag umgeben, pflegen, bewahren. Weidenhecken der Korbmacher.

 

147 * HEGE-WEIDE-STEG*

1654 bey dem heckweyder Steg                                

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.90

 

Steg über den Flutbach. Etwa vierzig Meter unterhalb der Cohausenstrasse. In der Witz.

 

148 * HEIDE*

AUF DER GROSSEN HEIDE         

Of dè 'gro:sè,haId

DIE,AN,AUF DER HAIDE

di 'haIdè

 

Warthfeld. Rechts am Lieser Weg.

 

off der Heide            1437

 

149 * KLEINE HEIDE*

'glaInè,haIdè

1654 a vf der heydt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

 

Warthfeld. Links bevor der Lieser Weg in den Wald eintritt.

 

150 yme Heinerich                               Gt    1442        vermutlich Besitzername

       

      Heinerich Hoff

 

151 by dem Helligen Stock                           1494

 

Hochfeld. Der Fln. verweist auf einen Bildstock der dort gestanden hat. Namensgeber für die Heiligenstockschule und das gleichnamige Wohngebiet.

 

152 * HERREN-STUECK*

1654 Auf dem hernstück         

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9

 obendig Hern                                               1440

 der Hernacker                                             1471

 by der Hern 7 Ruden im Wartefeld           1485

 

153 neben der Hern 2 Morgen           Wg    1495

       uff der Hern Stuck                        Wg   1484

       der Hern Wingarten                      Wg   1481

 

154 an/zuschen den Hern                     Gt    1466

 

       Die Namen deuten in der Regel auf den Besitz geistlicher oder weltlicher Herren hin.

 

155 * HIMMEL-REICH*

1555 im himelreich                

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.49'

1654 im himrich

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8

 

daz Hymmelrich                                     Gt  1457

 

Bezeichnung für Kirchenbesitz. Eventuell der Name für eine hochgelegene Flur. In Himmel steckt auch das Wort Heimahl, ein Hinweis auf vorchristliche Kultstätten, Thingplätze.

 

156 * HINTER-SCHEIDE*

HINTERSCHEID

'hInè, SaId

 

Warthfeld. Der Name wurde von Hinterheid in Hinterscheid umbenannt.

 

 

157* HINTER-WARTE*

AUF DER HINTERWART

Of dè 'hInè,hA:d

1579 an die hinder wartt

Q6468 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 323.

1579 ann der hinder wartt

Q6467 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 322.

1654 a an der hindern wartt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11

 

by der Hindernwarth                                     1487

 

Warthfeld. Das kleine Wäldchen rechts am Langwehrweg.

 

158 am Hochgericht L 1764   Galgenfeld

       

159 Hochstrass am Gericht     Strasse die zum Galgen führte.

 

160 * HOCH-FELD*

AM HOCHFELD        

Om 'ho:x,fEld       

1654 a im Hochen feldt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1

 

Der Distrikt liegt links und rechts der Rheingaustrasse.

 

161 * HOECHST-WEG*

HÖCHSTER STRASSE

AM HOECHSTER WEG          Fln. im Galgenfeld.

Om 'hÖgsdè,ve:g

 

ane dem Hoester wege                1429

 

162 * HOEHE*

1654 a vf de hoe                         

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10

 

163 * HOF*

UNTER DEM HOF                          Hof Hausen

Unèm 'ho:f

 

164 * HOF-ACKER*                       Hof Hausen ?

1654 a bey dem hoffacker     

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102

 

165 by dem roden Hoffe              H   1432       

       by dem roden Huße               H   1467       

 

Der rote Hof stand in der Stolbergstrasse. Bei der Verpfändung 1471 als 'inwendig', also innerhalb der Stadtmauer geschildert.

 

166 * HOF-HAUSEN*

HOF HAUSEN VOR DER SONNE

HOFHAUSEN

'ho:f,haUsè

 

Hof der eventuell schon in der Römerzeit gegründet wurde.

 

167 * HOFHEIM-WEG*                 Hof Hausen

LINKS AM HOFHEIMER WEG

'hOfhaImè,ve:g

 

168 * HOFHEIM-WIESE*       

1529 Wi bey hoffheim

Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a.

 

169 * HOHE-BERG*

1654 a am honberg          

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22'

 

170 off dem Honeacker      1440

 

       Honäcker                   L 1764

 

171 * HOHE-STEIN  *  

1316,K. 14.J a hinder deme hohin steine

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

 

Verweis auf einen hochaufragenden (Grenz) Stein oder auf einen prähistorischen Monolith.

Ob damit der 'Graue Stein' gemeint ist, ist fraglich.

 

172 * HOHL*

1437 off der Holen           

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

1579 vff die heel

Q6465 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 321.

1654 a vf die hohl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1

1654 a vff die holl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'

 

uff der Holen                  Gt   1480      Hochfeld

vordere Hohl                     L 1764           

 

Hohlweg nach Marxheim. Heutige Rheingaustrasse. mda. Marxheimer Hohl.

 

173 uff der Holen an dem klein Walde  Wg  1476

 

 * HOHL-MAUER *

AUF DER HOHLMAUER        

AN DER HOHLMAUER     

On dè 'ho:l,maUè

 

Hohlmauer   L1764              Der Name dürfte durch die Mauerreste des ehemaligen

römischen Kastells entstanden sein.

 

174 * HOHL-MAUER-WEG*

1654 a vber den hohlmauer weg      

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9'

 

175 Hohlmanns Weg  St 1723   Alte römische Strasse. G.K.    

 

176  Hollerbusch     L 1764    Galgenfeld, rechts der Niederhofheimer Strasse vor der

                                                  Gabelung nach Kelkheim. Zu mhd. holunter, holder, holler.    

 

177 * HOLZ-HAUSEN*                        Waldstück  Hof Hausen

1654 in dem holtz heuser genandt                 

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24

 

178 * HOLZ-WEG *                             

DURCH DEN HOLZWEG

dOC dèn 'hOlts,ve:g

AM HOLNWEG

Om 'hOlts,ve:g

1654 a vf den holtzweg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

Warthfeld, an der Strasse nach Kelkheim.

 

179 Am Holzweg                                Flur im Galgenfeld

 

vbern Holtze Wege           1476

 

Der Holzweg vom Walde herunterkommend, soll bis nach Eddersheim geführt haben.

Von hier aus wurde das Holz geflößt.

 

180 * HUNDERT-MORGEN*

AUF DIE HUNDERT MORGEN STOSSEND

Of di 'hUnèd,mOjè

 

Ahn den Hundert Morgen   L 1764

 

Galgenfeld. Die Flur stößt auf das ,Hundert Morgen' große Kelkheimer Gebiet. Der aktuelle Hofheimer Fln. lautet heute ebenso ,HUNDERT MORGEN', obwohl das Stück etwa zehnmal kleiner ist.

 

181 * HUNDS-HAAG*

 HUNDSHAG                          

Om 'hUnds,hA:C

1654 im hundtshack

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

1654 im hundtshag

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'

 

Hundshanck

Hontzhauwe 1441

 

Ein Fln. der sich nur manchmal unmittelbar auf das Tier bezieht. Häufig auch Bezeichnung von minderwärtigem Ackerland. Heute erinnert der ,HUNDSHAGER WEG'

an den alten Fln.

 

182 ILMENSANDMÜHLE

 

183 * ILMEN-SAND *

IM ILMENSAND

'Ilmè,sand

1654 a im Elmen sandt      

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.132'

 

Ellmar  Sandwiese  L 1764

 

An der Ilmensandmühle im Lorsbachtal. Diesem Namen liegt das alte Wasserwort 'Ill' zu Grunde. Aus  der indog. Wurzel, el- fließen, strömen. Ilme steht auch für Ulme. Mar war früher das geläufigste Wort für Pferd. Die Wiese dient auch heute noch als Pferdeweide.

 

184 * JAEGER-GAERTEN*

IN DEN JAEGERGAERTEN              Warthfeld

'jE:Sè,gEadè

 

Jäger Kretchen Gärten                       L 1764                 

 

185 * JUNGE-BAUM-STUECK*

JUNGBAUMSTUECK                          Hof Hausen ?

'jUN,bA:m,SdIg

 

186 * JUNGE-WALD*

JUNGWALD                                          Hof Hausen

'jUN,vald

 

187 by der Kandeln Wi  1485           Der Name bedeutet Kanal, Rinne.

                                                               

 

188 * KAPELLEN-BERG*

DER KAPELLENBERG

dè 'gabElè,bEag

 

189 * KARGES-WIESEN  *

KARGESWIESEN                      

'kA:gès,vIsè

mda. Gorjeswies

Kargeswese   L 1764

 

Unterhalb des Kurhauses gelegen. Flurnamen der auf karges Wachstum hinweist. Hier allerdings sorgt die Nähe des Baches für üppiges Wachstum. Andere Erklärungen sind Kirge, Kirche. Der 1834 geb. J. H. beschreibt die Kargeswiese als Gorjeswiese, dem Eislauf Eldorado der Hofheimer Jugend.

 

190 Karpellswiesen               Warthfeld             

 

191 an der Katzenpfort        Urkunde des Klosters Arnsburg 1370. Mögliche kleine Öffnung

                                                in der Stadtmauer.      

 

192 by dem Kauffhuß                             H 1468

       das alte Huß by dem Kauffhuse     H 1496

 

      Das alte Hofheimer Rathaus, war ursprünglich das Kaufhaus.

 

193 Kautzenwaldt    1607/09 n. Dilich    Hof Hausen

 

194 * KELLEREI-PLATZ*

KELLEREIPLATZ

'kElèraI,blats

 

195 * KIRCH-GAESSCHEN*      

KIRCHGAESSCHEN                           Heute nur noch im Volksmund so genannt.

'kIaS,gEsjè

 

* KIRCH-WIESE   *             

1654 Wi in der Kargeß wieß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

1654 Wi in der Kargeß wiss

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

 

196 * KIRCHE*

HINTER DER KIRCH                 

1555 hinder der kirchen

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51

1654 hinder der kirgen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'

 

hinder der Kirchen         1466      Warthfeld. Fln. oberhalb des ehem. Friedhofes

                                                         bis zur ZEIL.

     

197 Hopfenland des Kellers Johann Adam Kreyt hinter der Kirchen  L 1764  St 1723

       Hopfenstücke gab es schon 1470 bis ins 19. Jhd.

 

198 by der Kirchen            H     1437

 

199 by dem Kirchbornen  H     1443

 

200  Kirchgasse                           1370         In Urkunde des Klosters Arnsburg.

 

201  Kirchhof                 Ehemaliger Friedhof an der Kirche Peter und Paul, bis 1820.

 

202 an dem Kirchphade     In Urkunde des Klosters Arnsburg 1370 .  

        

       Kirchplatz  mda.

 

Kirchplatz so lautet der Platz im Volksmund. Die heutige Kirche St.Peter und Paul, wurde erst 1481 konsekriert. Entweder handelt sich bei den frühen Kirchnamen um eine Vorgänger Kirche oder an der Hofheimer Kirche wurde über 100 Jahre gebaut.

 

203 * KIRSCHEN-GARTEN*

KIRSCHGARTEN STRASSE

KIRSCHGARTEN I

'kEaS,gadè

Der Kirschgarten war ein Teil der Gärten am Wasserschloss.

 

204 KIRSCHGARTEN II           Hof Hausen

 

205 * KLAUER*                               

IM KLAUER

Im 'klaUE

 

Im Klauen                                      1764

 

Klauerlach                         

 

in der Klauerloch auf der Heyd L 1764

 

Warthfeld. Acker vor den Bauerlöcher Wiesen. Ein mit Weidenbäumen besetzter Platz, besonders Grasplatz. Das Wort geht auf das mhd. kluwe = Kugel, Knäuel zurück. Das Benennungsmotiv lag in der knolligen Form der geschnittenen Weidenbaumköpfe.

 

206* KLINGEN*

IM KLINGEN

Im 'glINè

1525\26 Im Klingen

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

1527 In der Kling:

Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65

1654 im vndersten klingen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'

1654 im klingen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'

K. 14.Jh. zu der clingen

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

Ynne dem Clingen     Wi /Wg   1436        Fln. am oberen Kapellenberg.

 

207 AM KLINGENBORN

'glINè,bOan

1654 bey klingen born

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24

 

der Klingenborn                   1478

 

ahm Klingen Brunnen      St 1723           

 

208 * KLINGEN-GARTEN*             

1654 Wi der klingen garten genandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.134

 

209 * KLINGEN-WEG  *         

1654 vf den klingen weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12'

 

Klingen hat die Bedeutung Gießbach, auch rauschen, plätschern, klingen.

 

210 der Königsteiner Acker     1484

 

211 Königsteiner Hofgut         St 1723             Am Untertor gelegen

 

212 * KOENIGSTEIN-PFAD *    

1654 a am Konigsteiner pfadt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

 

 * KOENIGSTEIN-STRASSE *

KÖNIGSTEINER STRASSE

1654 a vber die Königsteiner Straß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'

 

213 * KOENIGSTEIN-WEG *

DER KOENIGSTEINER WEG

dè 'ke:nISdA:nè,ve:g

 

Der Weg verläuft auf der Höhe des Kapellenberges. Auch Hohe Schneisse genannt.

 

214 * KORN-GRABEN-FELD*

KORNGRABENFELD                                   Hof Hausen

'kOan,grA:vè,fEld

 

215 Korngrabe                1607/09 n.Dilich     Hof Hausen

 

216 Korngrabenbad                    Gewässer, Hof Hausen

 

217 Krautgärten                                                                    

 

218 Krebsgasse          Früher Feuerlöschteich am Ende der Gasse.  

 

219 KREBSMÜHLE             Die oberste Mühle im Lorsbachtal. 1851 erbaut.

 

220 * KREUZ*

1654 beym Creutz           

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67'

K. 14.Jh. apud pati bulum         gemeinsam  Martyrium erdulden bulum?

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

ahm Creutz        Westlich der Niederhofheimer Strasse

 

Creutz bei dem Pfarrgarten  St 1723           Gegenüber der Turnhalle 1860.

 

221 Am Kreuzweg                     Fln. am oberen Kapellenberg.

      Creutzweg       St  1723

      KREUZWEG                       Strasse am Kapellenberg.

 

222 Kreuzgasse        St um 1900                     Ob der Bahn.

 

 223 * KRIFTEL-FELD  *          

1387 vff daz feld gen Crufftel                             Galgenfeld

Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.

 

224 * KRUEMMLING  *                                    Galgenfeld

 

225* HINTER DEM KRUEMMLING  *           

hInè dèm 'grymlIN

1654 a ihm Krimmling

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

1654 a im Krümling

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

uff dem Krommeling     1471

 

Grimmling                  L 1764

 

In der kurzen Krümling

 

* KRUEMMLING-GEWANN*

1654 a vf die Krimmelings gewan

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34'

 

226 * KRUEMMLING-GRABEN *  

1654 a im Krimlingß kraben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.116'

 

Galgenfeld. Krümmungsform des Grundstückes am Weg ist namengebend.

 

227 * KRUMME-LOCH*

IM KRUMMLOCH

Im 'grUm,lOx

1654 a in dem Krummesloch

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18

1654 Im Krumloch

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5

 

Unterhalb des Floßwaldes.

 

Krumlocher Felder

 

ane dem Grommenlach                  1434

 

228 * KURZE-SECHS-STUECK *      

KURZE SECHS STUECK

'kOtsè,sEgs,Sdyg

 

229 * LACHE*

DURCH DIE LACHE                       Galgenfeld

dOS di 'lax

1654 a durch die Lach

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.102

 

Zu mhd. lache, Pfütze, Sumpf, Sumpfwiese, flache Geländevertiefung.

 

230 hinterste Lach L1764            Galgenfeld    

 

231 * LAND *               

1654 Wi vf der lendt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

 

232 Lantgeberde                      1450

233 ußwendig Lantweide (?)   1439

 

Zu ahd. lan, lant,Land, Gegend,Gebiet; Erde, Feld; Ufer.

 

234 * LAND-WEHR *            

1654 a am Langen wehr vgl LANDWEHR

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.60

1654 a bey dem landt gewur

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'

1654 a vber dem landtgewirr

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10'

1654 a vber landgewüre

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

 

Verteidigungsanlage, meist ein Gebück. Zweige der Bäume wurden miteinander verflochten und zum wieder austreiben in die Erde gesteckt. Damit wurde eine undurchdringliche Hecke geschaffen. Pfähle, Wall, Graben und Bretterzaun gehörten ebenfalls zur Landwehr.

 

 * LANGE-GASSE*

LANGGASSE                        seit Abbruch der Stadtmauer um 1860

'laN,gas

 

235 * LANGE-GEWANN*

IM LANGGEWANN                    

Im 'laN,gèvan

1654 a in der langen gewanndt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.101

 

Warthfeld. Gewanne sind die Zusammenfassung gleichgearteter Parzellen. Hier ein Flurstück in länglicher Form. Es beginnt links in der Reifenberger Strasse an der Gabelung mit der Niederhofheimer Strasse bis zur Strasse ,IM LANGGEWANN'.

 

236 Hinter der Langgewann  Warthfeld. Direkt im Anschluss an das Langgewann nun auch

                                                              rechts der Reifenberger Strasse.

 

237 Am Markt                           1894

 

Warthfeld. Die Flur lag dort wo früher der Hofheimer Markt abgehalten wurde. An der Ecke Zeil/Niederhofheimer Strasse.

 

238 * LANGE-WEHR*

AM LANGWEHR                                 Warthfeld. s. Land-Wehr

Om 'laN,vEa

hinder dem Langewere     1473

uff das Langewere             1474

Langgewehr                    L 1764

Landgewehr

Langgewähr

 

239 * LANGE-WEHR-WEG*

LANGWEHRWEG

'laNÖvEa,ve:g

 

Einer der Hauptfeldwege durch das Warthfeld zu den Bauerlöcher Wiesen.

 

240 * LAUS-GRABEN*

AM LAEUSGRABEN                             

Om 'lOys,grO:vè

1654 a durch den leußgraben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14'

1654 a vf dem Leußgraben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18'

1654 a vf den leußgraben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

 

Leißgraben    L 1764

 

Galgenfeld. Ist in den Welschgraben geflossen J.Christ, Zeilsheim. Zu nhd. lauße,versteckte Lage, Hinterhalt. Eventuell Nebenform zu Los. Auch unfruchtbarer Boden.  Bezug zu Laus ist ebenso möglich.

 

241 * LEHEN-BAUM-STUECK*       Hof Hausen

LEHBAUMSTUECK                         

'le:ba:m,Sdyg                                       

 

Lehbaumstock

 

Geliehenes Gut.Vom Grundherrn vergebene Güter;  mhd.Leh bedeuet auch kleiner Hügel, Prähistorische Grabhügel, Gerichts- oder Grenzhügel; Abgrenzung gegen Lohe kaum möglich.

 

242 * LEIMEN-KAUTE*

1654 a vf der laim kauten      

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.123'

1654 a vf der lamkauten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.57

1654 a vf der lommen kauth

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.46'

 

Lahmekaut                Rechts an der Zeil, oberhalb der Bienerstrasse.

 

243 * LEIMEN-TAL*   

K. 14.Jh. wg uf dem leymdal

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

in den Lemetellen         Urkunde Kloster Arnsburg  s. a.  Dellen           

 

Zu ahd. leim, Lehm, Ton. Ort an dem Lehm abgebaut wurde, zum Füllen des Fachwerks oder zum Bau von Öfen.

 

244 im Lerchenfeld           ehem. Gemarkung hinter der Ostendstrasse   

 

245 * LIEDERBACH-WEG*  

LIEDERBACHER WEG

1654 a vf den liederbeger weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

1654 a vf den liederbäger weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

246 Rechts am Liederbacherweg           Fln. rechts der Niederhofheimer Strasse

 

undewynnig Liederbach Phaide    1471 Unterhalb des Liederbacher Pfades

 

247 Lieserweg               Feldweg von der Königsteiner Strasse, zum Kapellenberg.

                                        Mögliche Herkunft von Lüssen, Los; Lieh = Hügel. J.K.

 

248 * LINDE*        

AN DER LINDE  1894            Am unteren Kapellenberg

On dè 'lInd

 

LINDENSTRASSE. Die Linden wurden dort etwa um 1930 gepflanzt.

 

249 Loheneckerweg         L1764  Hochfeld  

      

      Zu ahd. loh, Hain, Gebüsch, Wald, Gehölz; mhd. loch, sumpfige Stelle;

      fnhd. loe, Gerberlohe, Eichenrinde. Genaue Trennung der namengebenden Motive

      nicht möglich.

 

250 *LOH-MUEHLE *         

1654 bey der Luh mühl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.49'

 

Hier wurde Gerberlohe gemahlen, auch Baumstämme geschält. Die Wiesenmühle war zeitweise eine Lohmühle, ebenso die Burkartsmühle, die Obermühle und andere.

 

251 * LORSBACH-KOPF*               Höchste Erhebung des Kapellenberges 309 m

DER LORSBACHERKOPF

dè 'lOaSbECè,kOb

 

252 * LORSBACH-TAL*

LORSBACHER TAL

'lOsbaxè,dA:l

 

Fln. kurz vor der Krebsmühle, zwischen der Lorsbacher Strasse und dem Schwarzbach.

 

im Lynsenberge      Wg         1484

 

253 * MAINZ-FELD  *          

1316,K. 14.J a In campo versus Moguntiam

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

 

Mit 'Im Felde gegen Mainz' ist das Hochfeld gemeint.

 

254 * MANA *

MAINAU

1654 Wi in der mana

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

 

inne der Meynauwe 1441

 

255 * MANA-BERG*         

1654 im Mahner berg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.79

 

256 * MANA-ELLER*                     Eller-Erle

1654 in der Mahna Ellern

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.47

 

257 * MANN-WERK*

1654 a im Manwerck

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'

 

Wohl nicht zu Mahn=Mohn gehörend. Die frühe Bezeichnung Meynauwe belegt somit den Mai, und mit dem Grün, den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur.

Mannwerk ist die Fläche, die ein Mann an einem Tag bearbeiten kann.

 

258 * MARK *                          Waldgebiet links der Bahn Richtung Lorsbach.

1654 a vf dem Marck

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.49

 

259 by dem Marstalle H   1481                Ein Pferdestall befand sich im Schloss.  

 

260 * MARXHEIM-FELD *       

1387 vff deme felde gein Marpsheym

Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.

1654 a vf d: Marxheimer feldt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1

 

gein Marxheim                                                      1444              Hochfeld

 

im Felde nacher Marxheym                                 1484              Hochfeld

 

261 im Hoiffe gein Marxheym 1498

 

262 nacher Marxheym uff der Hunen Muern     1484             Hochfeld

 

      Wohl von Hünen. Riesen. Hünengrab.

 

263 Auf die Marxheimer Höhe stoßend                 1894           Hochfeld

 

264* MARXHEIM-LUECKE *       

1654 a vf der Marxheimer licken

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'

 

265 * MARXHEIM-STRASSE*  

          'magshaImè,SdrO:s

 

 266 Links von der Marxheimer-Strasse                                  Hochfeld

 

       Marxheimer Weg

 

267 * MAUER-GASSE*

MAUERGASSE

'maUè,gas

 

Hier ist noch ein Stück der alten Stadtmauer zu sehen.

 

* MAUER-WEG*          

1654 vf den mauer weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

 

268 * MEISEL-GRABEN*        

1555 Im meisels grab:

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51

1654 a beym meusels graben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.52

1654 a vberm Masels graben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.37'

 

Mäuselslache

 

Warthfeld. Zu Meise oder Mäuse, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch zum ahd. meisen-hauen, schneiden.

 

269 * MEISEL-LOCH*

MENSELS LACHE

'mEnsèls,lax

 

* MEISEL-LOCH-GRABEN*           

1654 a nehst dem Meisenlochs graben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'

 

durch den Meyßelsgraben 1471

 

270  * MERSCH-BORN *           

1555 Wi bie dem maiers born

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50

1556 Wi bie dem maers born

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.76

 

271 an dem Meyersbornen Wi   1441

 

Niederung bezieht sich auf (einst) nasses sumpfiges Gelände. Eventuell auch Familienname.

 

272 * MILBEN-SAND  *       

1654 Wi im Milben sandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

1654 Wi im Mülben sandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.65

 

Zu mhd. milwen-Mehl oder Staub. Bezieht sich auf die Lockerheit der Böden.

 

273 * MITTEL-WIESE*            Hof Hausen

DIE MITTELWIESE           

di 'mIdèl,vi:sè

 

274 Monchhoffe  H (Scheuer)  1439  Vermutlich Eberbacher Besitz. ?

 

275 * MOENCH-WIESE*        

1654 Wi in den Münchwiessen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34'

1654 Wi in der Münchswissen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

 

Die  dem Kloster Eberbach gehörende Mönchswiese lag direkt bei dem Wasserschloss.

 

276 * MUEHL-BACH  *       

1654 Wi vf der mühlbach

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7'

 

Der Mühlbach wurde vom Schwarzbach (Flutbach) in der Nähe des Schwarzbachweges abgeleitet. Er versorgte die Ober- und Untermühle im Stadtzentrum. Wurde nach der heutigen Elisabethenstrasse wieder dem Schwarzbach zugeführt.

 

277 * MUEHL-GARTEN *     

1654 Wi im Mühlgarten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.21

 

278 * MUEHL-GRABEN*           

MUEHLGRABE

'myl,grO:vè

 

Die Mühlen wurden über Gräben vom Schwarzbach mit Wasser versorgt.

 

279 * MUEHL-SAND *              

1654 Wi im Müllensandt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.134

 

280 * MUENSTER-GRENZE *     

AN DER MUENSTERGRENZE      

On dè 'mynsdè,grEntsè

 

281 Münsterhecke   1607/09  n.Dilich       Hof Hausen

 

282 * MUENSTER-PFAD*

AM MUENSTERPFAD         

Om 'mInsdèr,pOad

1654 a bey Münsterer pfadt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3

1654 a vnderhalb dem Münstern pfadt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.28'

1654 a vf den Münsterer pfat

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6'

 

Warthfeld. Liegt an der Verlängerung der Altenhainer Strasse.

 

283 * MUENSTER-WEG*

AM MUENSTERWEG

Om 'mInsdèrè,ve:g

1654 a vf den Münsterer weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6'

1654 vf den Münstern weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'

 

Warthfeld. Rechts an der Reifenbergerstrasse, der ehemaligen Münsterer Chaussee.

 

284 an der Muern              Pl  1473      Wahrscheinlich ist die Stadtmauer gemeint.

 

285 IN DEN NASSEN

       In dè 'nasè

 

* NASSE-GEWANN*          

1654 a in der Nassen gewan                                       

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11

 

286 * KURZE-NUSSE *   ?       

IN DEN KURZEN NASSEN             

In dè 'kOtsè,nasè

 

in den langen Naessen           L 1764

in langen Naßen                         1498

 

287 * LANGE-NUSSE * ?             

1654 a in lange Nussen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23

1654 a bey den langen Nussen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.23

 

Galgenfeld. Nasses morastiges Gelände.

 

288 * NEUE-GRABEN *         

1654 vf Newen graben

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12

 

289 * NEUE-WEG*                 

 OSKAR-MEYRERSTRASSE

1654 im Newen weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.34'

 

Nach dem ehemaligen Hofheimer Bürgermeister Oskar Meyrer benannt.

 

by dem Nuwen Wege  under dem Rupenberge     Wg  1481

im Nuwen Wege                                                        Wg  1470

 

Weg außerhalb, vor der Stadtmauer.

 

290 vor/by Niederphorten  Gt, H            Das Untertor

       

291 * OBER-GARTEN*

IM OBERGARTEN                Nahe bei der Stadt gelegene Flur.               

Im 'Ovè,gadè

 

292 * OBER-MUEHLE*

AN DER OBERMUEHLE

On dè 'Ovè,my:l

1654 Wi bei der Ober mühl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'

 

Die Gebäude der Obermühle befanden sich zwischen der Strasse  'Am alten Bach', und der Strasse  'An der Obermühle'. Ehemalige Banmühle für die Hofheimer,  Krifteler, Zeilsheimer und Sindlinger Bevölkerung. War auch zeitweilig Ölmühle.

 

293 * OBER-PFORTE*            

1525\26 vor der ober pforthen

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

1654 Wi bey der oberpforten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

 

 for der Oberporten          1426

 

* OBER-TOR*

AM OBERTOR

Om 'Ovè,dOa

 

Das Obertor an der oberen Hauptstrasse befand sich zwischen den heutigen Strassen 'Am Obertor' und der 'Mauergasse'.

 

294 * OBERLIEDERBACH-WEG *         

AM OBERLIEDERBACHER WEG

'Ovè,li:dèbaxè,ve:g

 

Warthfeld. Zwischen Reifenberger- und Niederhofheimer Strasse.

 

295 * OEL-MUEHLE*             Die Wiesenmühle wurde teilweise als Ölmühle genutzt.

1654 Wi bey der olen mühl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'

 

296 PAPIERMÜHLE      1360 erwähnt als Mahlmühle. 1683 umgebaut in eine Eisenschmelze, in der Öfen aber auch Geschütze und Kanonenkugeln für die Herrschaft in Mainz hergestellt wurden. Später umgebaut zur Papiermühle.

 

297 * PETER-NOELS-NUSS-BAUM *       

HINTER PETER NOELS NUSSBAUM

hInè 'pe:dè,nOyls'nUs,baUm

 

Warthfeld. Auf diesem Gebiet befindet sich heute die Taunus -Therme.

1425 erscheint im Hofheimer Gerichtsbuch ein Peter Noyß (Nuß). Vielleicht ist er der Namensgeber.

 

298 * PETERS-BERG*                

1654 a vf dem peters berg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22'

 

Rechts der Rheingau Strasse gelegen. Der Name geht auf die ehemaligen Besitzer, das Stift St.Peter in Mainz zurück. Der hier gelegene Wald wird auch Peterswald genannt.

 

299 * PFARR-ACKER *                       

1654 neben dem parracker

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.14

 

am Parre Acker                                       1465

 

300 by dem Parhofe H                             1451

 

301 neben dem Pharre                      Wg 1451

       obendig dem Phar Wingerten   Wg  1476

 

302 * PFARR-GASSE*

   PFARRGASSE

   'pa,gas

 

303 * PFARR-GUT-GEWANN *

        PFARRGUTGEWANN

        'par,gèvan

 

 Warthfeld. Zwischen Reifenberger Strasse und Niederhofheimer Strasse. Die Fln.

 verweisen auf den Grundbesitz der Pfarrei.

 

 

304 obendig  des Pherners 1438         Pfarrer

 

305 * PFINGST-BORN *              

1654 bey dem Pfingst brunnen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.67'

1654 oberhalb dem pfingst born

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

 

Am unteren Kapellenberg. Pfingstbrunnen verweisen auf die Vorstellung, daß an Pfingsten geschöpftes Wasser  magische Kräfte besitze.

 

306  * PFINGST-WEIDE *

DIE PFINGSTWEID

'fINsd,vaId

1525\26 Wi neben der pfingst weyde

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

1527 an der pffingst waid

Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65'

1527 vf der pffingst waidt

Q4991 HSTA WI, Abt. 331, Akten Nr. VIII b, 53., fol.65'

1654 vf die pfingst weit

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8

1654 Wi an der pfingstwaidt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'

 

 by der Pfingstweyde            Wi   1445

 Phinxste Weyde mit dem wiher 1460

 

Kapellenberggebiet. Pfingstwiese, auch Ochsenwiese. Zu ahd. fimfchusti, mhd. phingeste, Pfingsten, einer Entlehnung aus griech. Pentekoste, fünfzigster Tag nach Ostern. Erst nach den Frühlingsfeiern an Pfingsten, durfte das Vieh wieder auf die Weide.

 

307 * PLATTE*              

1654 a vf der pladten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124'

 

Ebene, oder hochebene Flächen gaben hier den Namen. Möglich ist auch eine kahle Stelle im Wald, die der Köhlerei diente.

 

308 ußwendig der Porten Wg/Wi 1480     außerhalb des Tores

 

309  * PULVER-MUEHLE  *      

1654 Wi bey der pulfer mühlen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12

 

Hermann Friedrich zahlt 1630 den jährlichen Zins von 3 Gulden für die Pulvermühle. In der Pulvermühle wurden die Bestandteile des Schießpulvers zerkleinert.

 

310 * PULVER-WIESEN*

'pUlvè,vIsè

PULVERWIESEN  

Wiesen an der 1851 erbauten Burkartsmühle. Heute Tennisplatz.

 

311 * RAIN *               

HINTERM RAIN        1894

hInèm 'raIn

1654 a hindern Rain

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.1'

K. 14.Jh. a undir dem reine

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

 hinterm Rahn

 

Gelände zwischen der Bahn und dem Hochfeld. Zu mhd. rein, begrenzende Bodenerhöhung. Mit Gras bewachsener Abhang, Böschung.

 

312 * RAUPEN-BERG *                       

1525\26 vor dem rupenberg

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

1654 vf dem Raupenberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.69

 

 vor dem Rup(p)enberge         Wg  1466

 

DER KAPELLENBERG. Nach Ansicht von H.U.Colmar stammt der Name von der Raupe. Der Volksmund sagte Rabberg, Rauberberg oder Räuberberg, was einer Verächtlichmachung des Berges gleich kommt. Dies kam besonders dann vor, wenn ein heidnisches Heiligtum auf einem Berg vermutet wurde oder ein solches im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung haftete. In der auf dem Berg gefundenen Grabenanlage in Form eines Erdringes, wird ein Heiligtum vermutet, das mit den sogenannten henge-monuments vergleichbar wäre.

 

313 * RECH *                 

1654 a vf dem Rich

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.70'

 

Das Wort Rech ist in Hofheim noch geläufig. Es hat etwa die gleiche Bedeutung wie Rain. s.d.

 

314 der Ryberger           Pl  1457        Wasserrinne in den Weingärten

       der Rinberger        Wg  1492

 

315 * RIND-WEG*      

DER RINDWEG

dè 'rEnd,ve:g

1654 vf den Rindt weg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.69

 

ane dem Rintwege         Wg   1443

Rennweg

 

Vermutlich lautet der richtige Name Rennweg. G.K. Der Waldweg führt auf halber Höhe vom südl. Kapellenberg nach Lorsbach. Nach Dr.W.Engelhard war dies in alter Zeit der einzige Weg der dem Tal entlang führte, da das Tal durch Sumpf und Stauungen unpassierbar war.

Mit Rennweg (Rain=Grenze) Bezeichnung für Fernstrasse, könnte der Grenzweg zwischen Nidda- und Königssundragau gemeint sein, der paralell zum Schwarzbach die Grenze bildete. Zum Beispiel bildet der Rennsteig in Thüringen die Grenze zwischen Thüringen und Bayern.

Allerdings liegt die Verbindung mit Rind nahe, eventuell auch durch hyperkorrekte Schreibweise.

 

316 * ROEMER-LAGER*

AM ROEMERLAGER

Om 're:mè,la:gè

 

Hochfeld. Hier stand im 1. und 2.Jhd. das römische Erd- und Steinlager.

 

317 auf dem Roethen St  1723         

       

Der Fln. erinnert womöglich an den Flachs der bei der Verarbeitung geröstet wurde. Der Flachs wurde in der Röste mürbe gemacht. Auch zu roden ließ sich ein Bezug herstellen. Rote Erde gab es ebenfalls in manchen Hofheimer Fluren.

 

318 * ROSEN-GASSE*                 AM OBERTOR

ROSENGASSE

'ro:sè,gas

 

Rosengaß neben dem gemeinen Brunnen

 

Soll nach dem ehemaligen Gasthaus 'Zur Rose' benannt worden sein. Es besteht auch eine Verbindung zu Röße, das ist die Flachsbearbeitung.

 

* ROSS-MARKT*                

K. 14.Jh. zu rossemerkete

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.46

 

Vermutlich ist hier das Datum des Rossmarktes gemeint.

 

 * ROSSERT-STRASSE*

ROSSERTSTRASSE

'rOsEd,SdrO:sè

 

Nach dem Berg Rossert bei Kelkheim-Eppenhain. Hofheimer Staatsforst.

 

 319 * ROTE-SAND-KAUTE*     

AN DER ROTEN SANDKAUL   

an dè 'ro:dè ,sand,kaUl

 

Zu mhd. kule, Grube, Loch. Hier wurde roter Sand abgebaut.

 

  320 * RUHE-BANK *    

AUF DER RUHBANK     

Of dè 'rU:,bank

1654 a bey der Ruhbanck

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

 

 Auf der Ruhebank                1894

 

Hochfeld. Heute steht das Kreishaus auf dem Gelände. Der Name erinnert  an hölzerne oder gemauerte abgestufte Gestelle, auf denen man Rückentragen (Kiezen) ohne daß man sie abnehmen mußte, abstellen konnte.

 

321 off dem Rusenden Waghe         1440               Vielleicht der Schmelzweg.

 

322 Russenberge                        Wg  1456

 

323 Hinter der Russenfabrik            1894                Hochfeld

 

 'Rus' entstand durch die ehemalige Eisenschmelze an der Hattersheimer Strasse.

  Möglicherweise gehört der Weingarten am Russenberg zu einer Flur auf dem Ulmen

  standen, denn die Ulme ist auch der Russbaum (Rüster). Im Volksmund wurden auch

  Ziegeleien als Russenfabrik bezeichnet.

 

324 * SAND-KAUTE*          

AUF DER SANDKAUL

Of dè 'sand,kaUd

AUF DER SANDKAUT

Of dè 'sand,kaUd

1654 a vf der sandtkauten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.9'

 

Wartfeld. Sandiges Gebiet zwischen Reifenberger und Niederhofheimer Strasse.

Kaute - natürliche oder künstliche Bodenvertiefung.

 

325 * SAUER-WIESE*            

1555 Wi die sauer wiß genandt

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50

1654 Wi in den sauren wissen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.15'

 

die Suwerwese                Wi    1497

 

Wiese in feuchtem Gebiet, in dem nur Sauergräser gedeihen.

 

326 ane der Sauggaiß Wi   1436

 

Der Fln. erinnert an bevorzugte Weideplätze der Ziegen. Die erste Silbe geht auf tröpfeln, fließen bzw. das verwandte ahd. sihan, seihen zurück. Tröpfelnd durch etwas sickern, fließen.

Der Name bezeichnet dann feuchtes wasserhaltiges Gelände.

 

327 * SCHANZE*           

1654 a bey der Schantzen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.80'

 

Bezieht sich auf ehemalige Befestigungsanlagen, in Form aufgeworfener Erdwälle. Früher auch auf Reisig. Reisig wurde zur Befestigung der Wälle verwendet.

 

328 der Schenken Gut 1470         Familienname Schenk als Besitzer.

 

329 * SCHEUER*                   

HINTER DER SCHEUER            Scheune

hInE dè 'SOyè

 

 330  * SCHIESS-BERG*

AM SCHIESSBERG

Om 'Si:s,bEag

1525\26 hinder dem schißberg

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

1654 a hinder dem Schießberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.18'

 

331 Im Schüssberg    1894           Fln. im Bereich der Gartenstrasse und Schmelzweg.

 

332 Schiessgraben

       Schiesshaus                          L 1764           Galgenfeld        

       Schiesshaus vor dem Thor

       Schiesshäuschen                  L 1764

       Schiesshütte                             1639           niedergebrannt

 

333  * SCHIESS-MAUER *           

1654 a bey der schieß mauer

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

An der Schiessmauer  1894

 

Galgenfeld. Östlich der Zeilsheimer Strasse. Die Schiessnamen bezeichnen Örtlichkeiten  und Anlagen, an denen in der Regel Schießübungen abgehalten wurden. Der Schießstand und die Schießmauer wurden 1787 von der Hofheimer Schützengesellschaft aus Mitteln der Gemeindekasse hergestellt. Im Hofheimer Stadtwald, etwa hinter dem Friedhof, liegen noch die ehemaligen Schützengräben.

 

 334 * ALTE-SCHLOSS*            

AM ALTEN SCHLOSS                     

Om 'aldè,SlOs

1529 hindter dem Schloss

Q6050 HSTA Wi, Abt. 22, Urk. Nr. 1942a.

 Slosche in Hoiffheim, Kellereiurkunde 15.Jh HSTA 106-5001

 vor dem Slaiß         Wi  1436

 

 Das 'Alte Wasserschloss', das auch als 'Burg' bezeichnet wird.

 Etwa zur gleichen Zeit wie die Stadtmauer errichtet. Umgeben von

 einem Weiher und Garten. Früherer Sitz der Amtsvögte. Von Französischen Truppen in

 Mitleidenschaft gezogen. Heute sind nur noch Kelterhaus, Keller und die Außenmauern

 erhalten.

 

* SCHMELZ-WEG*

SCHMELZWEG

'SmElts,ve:g

 

335 Am Schmelzweg          Ehem.Fln. am unteren Teil der heutigen Straße 'Schmelzweg'.

 

       Auf dem Schmeltzweg  L  1764

 

Der Name ist durch die nahe liegende Eisenschmelze entstanden. Der Schmelzweg war schon in römischer Zeit eine befestigte Steinstrasse.

 

* SCHWARZE-BACH*

SCHWARZBACH

'Svats,bax

 

 Die Namen für den Schwarzbach sind zeitlich und örtlich verschieden.

 Im frühen Mittelalter wurde sein Oberlauf 'Cruofdera', später 'Kröftelbach' genannt. Auch 'Niedhuser Bach'. Ab 1700 'Dattenbach'. In Hofheim waren auch die Namen 'Floßbach', 'Flutbach' und 'Bleichbach' bekannt. Noch im 19. Jhd. zwischen Kriftel und Hattersheim als Goldbach bezeichnet, wenn auch J.H. schon im 19. Jhd. den Schwarzbach erwähnt.

 

336 * SCHWEIG-HART*   

IM SCHWEIGERT

SvaIgèd

1654 im Schweickert

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.124

1654 Wi im Schweickhert

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.109'

1654 Wi im Schweigert

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'

 

Warthfeld. Zwischen Bauerlöcher Wiesen und dem Wald gelegen. Auch  SCHWEI-GART, von ahd. swiege, mhd. = sweige, oft einzelstehender Viehof, Weide.

 

337 Swicharten  Pl  1456   Zu ahd. biswih, List, Trug; mhd. swich, Betrug, Schaden. Der Namen erinnert daran, daß mit dem Grundstück ein Betrug stattgefunden hat.

 Swyechart HSTA 106-5001  Kellereirechnung

 

338 * SCHWEMME-BACH*

1654 bey der schwembach                  

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.40

 

Gestautes Wasser, in das Tiere, besonders Pferde, zur Reinigung und zum Baden getrieben werden.

 

339 * SELZER-BIRN-BAUM*    Hof Hausen

SELTZERBIRNBAUM

'sEltsè,bIan,baUm

 

340 * SIEBEN-MORGEN  *   

1316,K. 14.J a an den sibin mG

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

 

341  by dem Slage                         1457

        by dem nuwen Slag Wg        1460

 

In der Regel benennt Schlag einen begrenzten Bezirk, meist ein Waldstück, das für den Holzeinschlag bestimmt war.

 

342 da dy Slyfemole ufsteet           1450         Schleifmühle

 

343 der Spenne Wingerten    Wg  1460

 

Zu mhd. span, Streitigkeit, Zerwürfnis. Verweis auf einstigen Zwist um das Grundstück.

 

344 an der Spytzen                          1459        Keilartiges Stück Land.

 

345 * SODER-GEWANN*

SOEDERGEWANN

,sÖdè'gèvan

 

Warthfeld. Sumpfige Stellen im Feld.

 

346 * SPEIER-BAUM  *       

1654 a bey dem Speyerbaum

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.19'

 

Speierlingsbaum dessen Früchte als Zusatz bei der Apfelweinherstellung verwendet werden.

 

347 die Stainstraiße  im Galgenfelde 1477

 

       Vermutlich die Strasse, die nach Zeilsheim führt.

 

348 * STEFANS-BERG *      

1654 vf dem Stephansberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.16

 

uff dem Steffelberge          H  1496

 

Nach den Besitzern, dem Stift St.Stephan in Mainz benannt. Auf dem im Volksmund genannten 'Stebbesbersch' wird die Keimzelle Hofheims vermutet. Ein anderer Name im Volksmund lautet nach dem Mainzer Vorbild 'Kästrich', d.i. Lager.

 

349 * STEG-KREUZ*

AM STEGSKREUZ

Om 'Sde:gs,grOyts

 

Warthfeld. Der Name entstand durch den Steg (Steig, schmaler ansteigender Pfad)  und dem Feldkreuz, welches dort gestanden hat.

 

350 * STEIN-BERG *

AM VORDEREN STEINBERG

Om 'SdA:,bEag

1579 im steinbergk

Q6467 HSTA WI, Abt. 35, Urk. Nr. 322.

1654 a im Steinberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.7

1654 im steinber od: biener

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.104

1654 im steinberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.11'

 

 Warthfeld. Steinige Bodenbeschaffenheit. Daran erinnert heute die Strasse

 'AM STEINBERG'

 

351 * STEIN-KREUZ *                

AM STEINERN KREUZ

Om 'SdaInèn,grOyts

 

am steinernen Creutz

 

Galgenfeld. Die Flur befand sich an der Ecke der Zeilsheimer-/Niederhofheimer Strasse.

Dort stand auch das Kreuz.

 

 352 * STEIN-RUTSCHE *          Hof Hausen

1654 a vf der Steinritz

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.5'

 

Aufm Steinrütsch  n.Dilich  1607/1609

 

Natürliche, größere Steinansammlung.

 

353 * STOCK*                    

1654 a beim Stock

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.26

1654 a beim stock

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.6

1654 a bey Stock

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.22

 

Der Name hat ein breites Bedeutungsspektrum. Vor allem in Frage kommen: Stock; Baumstumpf, Baumstamm; Opferstock; Bildstock; Schlagbaum. Möglicherweise ist der Name hier eine Kürzung für den Hofheimer Heiligen Stock.

 

354 * STRASSE*       

1654 a vf die Straß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10'

1654 a vf die straß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2

 

Eventuell ist die Steinstrasse nach Zeilsheim gemeint ?

 

355 auf dem Streuchenacker 1607/1609  n.Dilich

 

Heute das kleine Waldgebiet am Hof Hausen, rechts der Strasse nach Kelkheim.

 

356 ane der Strümpflache Wi   1444    Vermutlich liegt ein Formenname vor.

 

357 am Stuckborn              Wg  1477

 

      Stuck meint ein bestimmtes Stück Land. Ein Grundstück, welches den Namen für den

      Brunnen gibt.

 

358 * STUERMIS-BACH *       

1387 vff der stürmisbach

Q5010 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 126.

 

 in der Stormesbach                  1456

 

 359 * SULZBACH-PFAD*               SULZBACHERWEG

1437 an dem soltzpecher phade

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

1437 obendig des solczpecher phades

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

 

 Soltzpacher Phait    1484                Sulzbacher Pfad

 

360 * TANNE-HECKE*  

TANNHECK

'tan,hEgè

 

Tann. Hofheimer Walddistrikt in der Langenhainer Gemarkung.

 

361 * TASCHE  *

1654 in der däsch

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.3'

 

an der Thaschen Wg              1460

 

die Thesche           Wg              1486

 

Aus dem Ertrag ging 1 Gulden an das Kloster Tiefental im Rheingau.

 

362 * TASCHE-BERG*    

1654 im däsch berg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.62

 

 363 * TASCHE-WEG *       

UEBER DEM TESCHWEG

yvèm 'dES,ve:g

 

Deschweg

am understen Deschwege Wg  1466

ane dem obersten Desswege 1436

 

Der Weg ist der heutige RÖDERSTEINWEG am oberen Kapellenberg. Es handelt sich um einen sogenannten Formennamen, der meist für beutelartige Ausbuchtungen und Vertiefungen im Gelände benutzt wird. Andere Deutungen sind deschen=verloren, Tesch= Narr. Nach Meinung von G.K. haben die 'Deschen' die Osterfeuer den Berg hinabrollen lassen.

 

364 * TOR*                                    Warthfeld

VOR DEM TOR                

fOam 'dOa:

 

365 * TOTEN-KOPF*                    

TOTENKOPF

'do:dè,kOb

 

Südl. HOF HAUSEN VOR DER SONNE. Bedingt durch den negativen Bewuchs auf teilweise sandigen Böden, ist die Form eines Totenkopfes zu erkennen.

 

366 * TOTEN-KOPF-GRABEN*         Hof Hausen

TOTENKOPFGRABEN

'do:dè,kOb,grO:vè

 

367 * TRAUBEN-HUETTE-WEG*

TRAUBENHUETTENWEG                    Erinnerung an die Weinberge in diesem Gebiet.

'draUbè,hydè,ve:g

 

368 an den Münsterer Ulmen              Wasserdurchlass unter der Strasse nach Kelkheim.

                                           

369 Untermühle                 Gebaut um 1600. Banmühle für Hofheim und umliegende Orte.

                   Bis 1877 auch Ölmühle. Erste mit Dampf betriebene Mühle, später Lederfabrik.

 

370 * UNTER-PFORTE*   

1654 Wi bey der vnderpforten

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

 

by der Underpforten         H   1495

 

* UNTER-TOR*

AM UNTERTOR

Om 'Unè,dOa

 

Bisher sind 4 Öffnungen der etwa 1354 gebauten Stadtmauer bekannt. Haupteingänge waren das Obertor im Norden sowie das Untertor im Süden. Im Westen war ein Durchlass am Schlosserturm. Der 4. Durchgang war vermutlich die sogenannte Katzenpforte, womöglich nur eine schmale Öffnung. Der Überbau des Untertores, auch Fischertor genannt, diente als Gefängnis. 1817 abgebrochen. Gleichzeitig wurde der 2 Morgen grosse Haingraben vor der Mauer für 800 fl., veräussert. Zur Bewachung der Stadt waren zeitweise 2 Pförtner und 4 Scharwächter eingestellt. Die Bezahlung erfolgte durch das sogenannte Wächtergeld, das jeder Hausgesess zu zahlen hatte.

 

371 * VORDER-HEIDE*

VORDERHEIDE

'fOadè,hA:d

 

Warthfeld. Großes Flurstück von der alten Zeil, bis zum Lieserweg.

 

372 * VORDER-PFAD *     

1654 a vf dem pfordern pfadt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.86

 

 373  * VORDER-WARTE *

VORDERWART                     

'fOadè,vA:d

 

Warthfeld. Die Flur befand sich im Gebiet der heutigen Strasse Vorderwart, und der Altenhainer Strasse. Hier ist auch der Vorderpfad zu vermuten.

 

374 * WALD *           

1654 am waldt                              Ehem. Fln. am oberen Kapellenberg

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4

 

     

375 Waldt Heuser                        1607/09  n. Dilich

 

      WALD VOR DEM TOR                  Hof Hausen

 

376 * WALD-ECKE*                           Floßwald ?

DIE WALDECK

di 'vald,Eg

 

377 DIE WALDECK UND FELD        Hof Hausen

 

378 * WALD-WIESE *      

WALDWIESE

'vald,vi:sè

 

379 AN WALD UND WIESE                Hof Hausen

 

380 uff dem Walle           H  1498         Teil der Stadtbefestigung

 

381 * WARTE *

 

1654 Ahn der wardt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

1654 an der wardt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.8'

 

uff der Wart da die Steyn off liegen    Wg   1492      Steinberg

ane/by/off der Wartte                            Wg  1439

 

Warthfeld. mhd. warte = spähendes Ausschauen; von einem erhöhten Platz oder Gebäude.

 

382* WARTE-FELD *      

1654 wardtfeldt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.2'

 

Warte Felde   1476

 

383 * WASCH-BORN *        

1654 Wi bey weschborn

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.25

 

Waschborn                    St  1723

 

Im Klingen. Der Namen bezieht sich auf ein Flurstück auf dem Wäsche zumeist in fließendem Wasser gewaschen, und anschließend gebleicht wurde.

 

 384 Wederost             Wg  1458    

 

Wed bezieht sich auf künstlich angelegte Gewässer. Wassergrube, hier vermutlich zum Flachs rösten. Eine Umdeutung von Röst zu Rost gibt es häufig. Je nach Verfahren ließ man den Flachs im Wasser verrotten. Er wurde solange feucht gehalten, bis seine weichen Bestandteile weggefault waren.

 

385 im Weidenklauer        Heute steht ein Seitenflügel des Kurhauses dort.

 

386 am Weiler

 

Gebiet rechts der Kurhausstrasse. Alte Bezeichnung für Gelände, dann für kleinere Ortschaften oder Gehöfte.

 

387 Am Wegweiser  

        

 Gabelung der Reifenberger Strasse und der Niederhofheimer Strasse.

 Dreispitz mit geometrischem Stein.

 

388 am Wehrholz   Urkunde des Klosters Arnsburg 1371

      

       Wehr, von Gewährung, meint ursprünglich das Nutzungsrecht eines Bauern an der

       Allmende. In diesem Falle ein Waldstück. Ramge gibt an, erst in späterer Zeit hätte sich

       Wehr im Sinne von 'Landwehr' vermischt. Der Namen läßt sich auch nicht eindeutig von

       der Bedeutung 'Stauwehr' trennen.

 

389 * WEIHER *    

AM WEIHER

Om 'vaIE

 

Der Weiher lag am Ende der Sodener Strasse.

 

390 * WEIHER-WIESE*     

1654 Wi bey dem weyer wiessen

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.31

 

391 * WEISSE-SCHLEIFE*         

1525\26 by der weissen schlayffenn

Q4967 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 2021.

 

Zu mhd.sleifen, gleiten. Das Adjektiv deutet auf eine winterliche Schleifbahn.

 

392 * WENDLING *               

1654 hinderm wendelin                          

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.47

1654 im wendling

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.33

 

Im Wendeling                      1894         Hochfeld

im Welling    mda.                                 Wendling

 

Hochfeld. Fln. oberhalb der St. Wendelinskapelle

 

393 * SANKT - WENDELIN*

1555 a hinder sant wenling

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50'

 

by  ste Weldeling              1444

 

by St. Wendeling als man gein Marxheim ußer gehet    Wi 1479

 

Bis 1910 stand die St.Wendelinskapelle am Weg nach Marxheim, an der      

  Lorsbacherstrasse. Schutzheiliger für Vieh und Feld.

 

394 vber den Wesebader Weg                  1477      Verlängerung der Breckenheimer Strasse

 

395 by den Arnsburger Wesen                  1465      Wiesen des Kloster Arnsburg

 

396 die nüwe Wesse undenwendig hoffeheim  Wi 1433       unterhalb Hofheim

       nuwe wiese nyedewendigk der stad hoffheim und aller nehst ane dem Broel gelegen.

 

* WIESBADEN-PFAD*     

1654 a vf den wissbater pfatt

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.10

 

* WIESBADEN-STRASSE *     

1654 an der wißbader Straß

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.52'

 

397 * WIESE-BACH*        

WIESENBACH

'vIsèn,bax

 

398 * WIESE-BORN *              

1654 vf den weßborn

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.12'

 

399 Wiesenmühle

 

Die 1617 als Hirsen-Öl- und Lohmühle erbaute Hirschmühle, spätereWiesenmühle, stand am Ortsausgang auf der rechten Seite der Lorsbacher Strasse. Heute Privatstrasse. Von1890 -1970 Lederfabrikation. Der Abbruch erfolgte 1976.

 

 400 * WIESE-MUEHLE*

BEI DER WIESENMUEHLE

baI dè 'vIsè,my:l

1654 Wi bey der wiessen muhl

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.24'

 

401 * WIESE-MUEHLE-GRUND *            

IM WIESENMUELLERGRUND

Im 'vIsè,mylè,grUnd

 

 im felde gen Wilebach          1470                 

 

 402 * WINGERT-STRASSE*

WINGERTSTRASSE

'vINèd,SdrO:s

 

Erinnert an die Weinberge am Kapellenberg.

 

403 * WITZ*

IN DER WITZ                                  

In dè 'vIts

1654 Wi in der witz

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.4'

 

Hoppenstück in der Witz ahn der Stadtmauer.  L1764

 

Die Witz erstreckte sich vom Untertor bis zur Wilhelmstrasse. Heute erinnert noch der Strassenname, an die dicht bei der Stadt gelegene Flur. Möglicherweise in der Bedeutung von Wiese, Weizen oder eher als ein Platz, der mit dem Holztransport zu tun hatte. Siehe dazu, "In der Witz", gibt's nichts zu lachen.

 

 404 * WOLFS-KAUTE*       mda. Wolfsschlucht

1555 vff der wolffs kautt:

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.51

 106-5001 uff der Wulffe kuten   Wg      Kellereirechnungen

 

405 Wulffen Hecke genant der Struch     1478     Gehölz   

        

Die Wolfsschlucht verläuft etwa ab der 'Weißen Brücke' ca. 300 m. hoch in den Wald.

Struch= Struth, Gesträuch, Dickicht. Bei der Wolfsjagd wurden Wölfe in eine Schlucht getrieben und

dort erschossen.

 

406 * ZAUN*

1654 Wi in den Zeun

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.58'

 

Evt. v. Bannzäun. Ortsbering der den Bezirk durch einen Zaun einfriedet, begrenzt.

 

407 Zehnmorgengelände    

 

 Hochfeld. Flurstück, das nach seiner Größe benannt wurde. Nach G.K. fiel das Gelände bei der Feld-Konsilidierung an Hofheim.   

 

408 * ZEIL *         

 KLEINE ZEIL

'glA:,tsaIl

1555 a In Zeillen

Q6502 HSTA WI, Abt. 38, Akten Nr. 9., fol.50'

1654 vf der Zeilln

Q4910 HSTA WI, Abt. 106, Akten Nr. 612., fol.31

 

 Zyle, in der                          Gt  1460

 

Hier ist vermutlich das Gebiet der heutigen 'Zeil' anzunehmen, im Gegensatz zur 'Alten Zeil' s.d.

 

409 Am Zeilsheimer Weg         

       

      ane Zilßheimer pade

     

       an der Zilßheimer Straßen 1470

 

 410 * ZEILSHEIM-FELD*

'saIsèmè,fEld

1316,K. 14.J a In campo versus Zilfheim

Q6552 Arnsburger Urbar (Druckfahnen)., fol.66

 

AUF DAS ZEILSHEIMER FELD STOSSEND

 

Galgenfeld. Hier treffen die Fluren von Hofheim, Kriftel und Zeilsheim zusammen.

 

 * ZEILSHEIM-FELD *      

1437 off dem felde geyn Zylsheim

Q5015 HSTA WI, Abt. 106, Urk. Nr. 215.

 

 gein Zilßheim              1443

 

411 an den Ziegelhuetten        An der Langenhainer Strasse     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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