Zeit-Alter

 

In mich versunken sitz ich, weile,

und gedenk der Zeiten Lauf.

Überleg mir jede Zeile,

halt die Uhr nicht länger auf.

 

Halt inne jäh bei dem Gedanken,

daß die Zeit auch an mir nagt.

Weist sie mir gnadenlos dieSchranken

wenn man  mich nach dem Alter fragt.

 

Geh' über's Jahr die selben Treppen

Kenn' jede Stufe die ich kroch.

Kann' mich so durch's Leben schleppen

und stolp're trotzdem immer noch.

 

So lieg' ich dann so oft daneben,

schleif' mich ein Leben lang schon ab.

Hätt' keine Freunde ich im Leben,

ging's schneller noch den Berg hinab.

 

N.Firle  Oktober1996

 

 

Lieblingsgedicht

 

Ich blättere im gelben Laub vom Vorjahr

auch der Schnee ist heute kälter.

Ich heb das auf was maßlos schön war

doch die Zeiten werden älter.

 

Verklungen sind die Dylanlieder

die Weltanschauung gibt sich rund.

Ich kann das nicht ich schreie wider

und meine Seele

kämpft sich wund.

 

 

Eiszeit

 

Eiszeit ist dahin geschmolzen,

Rauher Reif hinweggefegt.

Kaltgestellt sind alte Bonzen,

Ostwärts sich nun was bewegt.

 

Der Samen der nun voll aufgeht,

Schmerzlich wurde er gepflanzt.

Ein schwarzer Stiefel schon d'rauf steht,

Deutschland einig Vaterland.

 

Das Zittergras es weiss noch nicht,

In welche Richtung es sich dreht.

Neigt sich erst einmal nach dem Westen,

Obschon der Wind von da her weht.

 

Wie nicht anders zu erwarten,

Es tummelt sich der Wendehals,

Wie alle Seilschaftsdemokraten

als Pharisäer bestenfalls.

 

Sieh da kommen schwarze Raben,

Schnappen sich das größte Stück.

Es erhebt sich nun die Frage,

Kommt die Eiszeit bald zurück?

 

N.Firle 1990

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                 

                                                                                                                                                                                                                    

                                                                                                                                                                          

 

Im Vollmondlicht

 

Sehn ich mich nach Dir

Doch Du bist weit

Ich kann nicht schlafen

Erinnerungen werden wach

Erntemond

Ein Blitz durchzuckt mich

Überirdische Gefühle

Als das Mondlicht uns streichelt

Mein Herz wundervoll berührt

Sinnlichkeit ruft mich

Verwirrt

Ich finde Deine Lippen

Es ist kein Traum

Deine Lippen berühren mich sanft

Ich schließe die Augen

Höre mein Herz

Spüre Dich ganz

Du entführst meine schwebende Seele

Soviel hätte ich mir nie erträumt

Ich bin Dir verfallen

Die Zeit verinnt schnell

Sekunden des vollkommenen Glücks

Dein Lächeln verzaubert

Gänsehaut, Freude

Himmlische Gedanken

Unaussprechlich

Glückselige Nacht

Ich lächle zurück

Bin glücklich

Bald wieder einsam

Fern von dort wo meine Sehnsucht wohnt

Schmerzliches auseinander gehen

Vielleicht können wir uns wieder sehen

Im Dreiecksverhältnis

Mit dem gleichen Mond

Dort seh ich Dich

In einer anderen Nacht

Die niemals enden möge

 

 

N.F.

 

Abschied

 

Wenn ich an der Ostsee bin

Der Sturm durch die Klamotten fegt

Ich dann meine Augen schließe

Dann fühl ich du stehst neben mir

 

Wenn ich mal im Auto sitze

Kann ich mich gar nicht konzentriern

Bin abgedreht mit offnen Augen

Denn du sitzt neben mir

 

Wenn ich im Sommer lieg am Strand

Da liegst du neben mir

Die See sie ist so kühl und kalt

Trotzdem da tauche ich nach dir

 

Ich möchte mit dem Fahrrad fahren

Du auf dem Sozius hinten drauf

Und Liebes es ist keine Frage

Auch dabei siehst du blendend aus

 

Wenn ich die Gitarre spiele

Drängen die Gedanken sich

Mit allen Liedern die ich singe

ausnahmslos um Dich

 

Wenn die Uhr sich schneller dreht

Und der Nordwind kälter weht

Ist morgen irgendwann vorbei

Dann vermiss ich dich, vermiss ich dich

Im Tageseinerlei

 

Und wenn wir uns mal wieder sehn

Stockt mir der Atem, mein Herz bleibt stehn

Hab so ewig warten müssen

Tränen fließen in mein Kissen

 

Bis dahin ist mein Herz zerbrochen

Obwohl du immer mir ganz nah

Doch du mein ew'ger Abschied bist

Ich denk an dich nur, glaub mir es ist wahr

 

N.F.

 

 

 

 

  

Ich kann Dich flüstern hören, aber Du hörst mich nicht einmal schreien

 

Only Time

Wer kann sagen, wohin der Weg geht

Wo der Tag fließt, nur die Zeit

Und wer kann sagen, ob deine Liebe wächst

die Dein Herz wählte, nur die Zeit

 

Wer kann sagen, warum dein Herz seufzt

wenn deine Liebe fließt, nur die Zeit

Und wer kann sagen, warum dein Herz schreit

Wenn deine Liebe ruht, nur die Zeit

 

Wer kann sagen, wenn die Straßen sich treffen

Das Liebe in Deinem Herzen ist

Und wer kann sagen, wann der Tag schläft

Wenn die Nacht Dein ganzes Herz hält

Die Nacht Dein ganzes Herz hält

 

Wer kann sagen, wenn deine Liebe wächst

Die Dein Herz wählte

Nur die Zeit

Und wer kann sagen, wohin der Weg geht

Wo der Tag fließt, nur Zeit